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Interview mit Kathy Gabel

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Kathy Gabel‘s Karriereweg ähnelt ganz und gar dem "Amerikanischen Traum", denn sie hat sich von einer Familie aus der Mittelschicht zu einer Führungsposition im Finanzwesen hochgearbeitet, indem sie hart arbeitete, ihre beruflichen Ziele fest im Auge hatte und auf dem von ihr gewählten Karriereweg blieb. Die Lehren aus ihrer beruflichen Entwicklung teilt sie gerne mit anderen (jungen) Frauen, die heute eine Managementkarriere einschlagen möchten.

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Finanzdirektorin, KS KOLBENSCHMIDT, Marinette, USA

Finanzdirektorin, KS KOLBENSCHMIDT, Marinette, USA

Mein Name ist Kathy Gabel. Ich bin seit 2005 bei Rheinmetall und habe erst kürzlich mein 15-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Das ist die längste Zeit, die ich bei einem Unternehmen verbracht habe, und ich fühle mich bei meinem Arbeitgeber KS Kolbenschmidt US Inc. immer noch sehr wohl. Meine derzeitige Position ist Finanzdirektorin für die US-Einheiten, also auch für unsere mexikanischen Unternehmen, und ich bin in Marinette, Wisconsin, USA, ansässig

Ich habe 2005 als Finanzleiterin bei Rheinmetall begonnen. Nach einigen Jahren im Unternehmen bereitete sich der frühere Finanzdirektor auf seinen Ruhestand vor, so dass ich die Möglichkeit bekam, die Position nach seinem Ausscheiden zu übernehmen, was eine großartige Perspektive für meine Karriere war.

Bitte beschreiben Sie kurz Ihren Karriereweg.

Ich habe das Gefühl, dass ich einen etwas besonderen Karriereweg habe, da ich mit einem Associate Abschluss in der Buchhaltung begonnen habe. Dann habe ich mich weiter durch die Organisationen, für die ich tätig war, nach oben gearbeitet.

Ich begann meine Karriere im Bankwesen, erkannte aber schnell, dass ich einen besseren Abschluss benötigen würde, um meine Karriere voranzutreiben. Während meiner Arbeit im Bankwesen schloss ich also mein 4-jähriges Buchhaltungsstudium an der Upper Iowa University ab. Kurz darauf nahm ich die Gelegenheit wahr, als Buchhalterin zu arbeiten und in der Gesundheitsbranche einzusteigen. Nach einigen Jahren als Buchhalterin wechselte ich dann zu einem Finanzanalytik-Unternehmen.

Während meiner Arbeit als Finanzanalystin wurde mir klar, dass ich, um ins Management zu gelangen, eine zusätzliche Ausbildung, über meine derzeitigen Abschlüsse hinaus, benötigen würde. Daher entschied ich mich für einen MBA in Betriebswirtschaft am Edgewood College. Ungefähr zu der Zeit, als ich meinen MBA-Abschluss machte, heiratete ich und verließ die Gesundheitsbranche, um in den US-Staat zu ziehen, in dem mein Mann lebte.

Dieser Wechsel gab mir die Möglichkeit, in der verarbeitenden Industrie zu arbeiten. Leider ging dieses Unternehmen in Konkurs. Dann bekam ich die Möglichkeit, bei KS Kolbenschmidt, einem Unternehmen von Rheinmetall, einzusteigen.

Wenn man sich Ihren Karriereweg ansieht, scheint es, dass er die Verwirklichung des „Amerikanischen Traums" darstellt.

Ich habe mich wirklich von unten nach oben gearbeitet. In meinem Fall stammt meine Familie aus der Mittelschicht, und ich konnte sehen, wie meine beiden Eltern hart arbeiteten, um über die Runden zu kommen. Ich bin durch meine Mutter mit der Einstellung aufgewachsen, dass Frauen arbeiten gehen. Der Übergang von der Schule ins Arbeitsleben war daher für mich normal. In dieser Hinsicht waren meine Eltern ein wichtiges Vorbild für mich, da sie mich dazu inspirierten, wie ich mein Leben leben wollte.

Ich hatte immer ein sehr starkes Bedürfnis, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen, und ich strebte vor allem nach finanzieller Unabhängigkeit. Das hat mich eigentlich dazu getrieben, einen Hochschulabschluss zu erlangen und immer zu versuchen, eine besser bezahlte Stelle zu bekommen.

Wie sehen Sie die Einstellung von Rheinmetall zu Frauen und deren Förderung?

Bei uns zählt Ihre Qualifikation, das ist entscheidend.

Meine Erfahrung aus der Arbeit bei Rheinmetall ist, dass das Geschlecht nie ein Thema war. Das Unternehmen konzentriert sich mehr auf die individuelle Leistung und die Einhaltung der gesetzten Termine mit präzisen Ergebnissen. Vielleicht liegt es in gewisser Weise auch an den Männern, für die ich hier gearbeitet habe - alle meine Vorgesetzten bei Rheinmetall waren bisher Männer - ich hatte nie das Gefühl, dass sie mich aufgrund meines Geschlechts anders behandelt haben. Für mich wirkt Rheinmetall wie ein sehr geschlechtsneutrales Unternehmen.

Außerdem hat mich das Unternehmen von einer Manager- zu einer Direktorenstelle befördert. Sie haben sich nicht außerhalb des Unternehmens um einen externen Kandidaten für die Besetzung der Direktorenstelle bemüht. Ich erinnere mich, dass mein Vorgänger mir gegenüber einmal die Bemerkung gemacht hatte, er habe das Gefühl, dass Frauen oft eine bessere Arbeitsethik hätten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Einstellung von Rheinmetall zu Frauen sehr gut ist. Ich habe mich in meiner Laufbahn noch nie ausgebremst gefühlt!

Mussten Sie für Ihre Karriere etwas aufgeben?

Die Tatsache, dass ich keine Kinder habe, würden manche vielleicht als Opfer betrachten. Obwohl es für mich nie eine Priorität war, Kinder zu haben. Ich war schon immer eher ein Tiermensch.

Ich war immer sehr karriereorientiert. Aber das war meine Entscheidung! Es war eher ein Zufall, dass ich der Karriereentwicklung und der Arbeit den Vorrang gab, anstatt eine Familie zu gründen.

Welche Ratschläge können Sie jungen, aufstrebenden Frauen (bei Rheinmetall) hinsichtlich ihrer Karriereplanung geben?

Ich bin wirklich der Meinung, dass man, solange man eine gute Arbeitsmoral hat, verlässlich ist und die richtige Ausbildung, Untertützung sowie ein gutes Verständnis für die Rolle hat, die man übernehmen will, alles erreichen kann, was man sich vorgenommen hat.

Wie auch immer Ihr Karriereweg aussehen mag, sobald Sie sich dafür entschieden haben, sollten Sie sich davor hüten, sich zu weit von diesem Weg zu entfernen, z.B. weil Sie vielleicht nicht die richtige Gelegenheit zur richtigen Zeit gesehen haben. Ich habe viele Frauen gesehen, die eine andere Arbeitsstelle angenommen haben, nur weil ihr angestrebter Job für sie nicht verfügbar war. Wenn Sie das tun, ist es schwierig, zu Ihrem ursprünglichen Karrierepfad zurückzukehren, weil die Arbeitgeber in den USA dazu neigen, sich bei der Bewertung eines Lebenslaufs hauptsächlich auf die letzte Stelle und nicht auf Ihre gesamte Berufserfahrung zu konzentrieren.

Der Alltag im Finanzbereich

In der Rechnungslegung kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass es entscheidend ist, zu verstehen, dass Rheinmetall ergebnisorientiert ist. Es kommt vor allem darauf an, dass die Aufgabe oder der Auftrag präzise und termingerecht erledigt wird. Deshalb sind eine gute Arbeitsethik, Zeitmanagement, Flexibilität und ein Unterstützungsnetzwerk bei Überstunden absolut entscheidend.

Ein Mentor, der Ihnen zeigen kann, wie das Unternehmen funktioniert, kann am Anfang ebenfalls hilfreich sein. Das gilt insbesondere für Hochschulabsolventen, die zum ersten Mal mit der "realen Welt" konfrontiert werden.

Welche Chancen sehen Sie in Zukunft für Frauen in Ihrem Arbeitsbereich?

Es scheint mir, dass die Möglichkeiten für Frauen und für Männer in meinem Bereich ziemlich umfangreich sind, eigentlich endlos. Die Arbeit im Finanzbereich bedeutet, den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen und sich auf die Aufgabe zu konzentrieren, die vor Ihnen liegt. Das Finanz- und Rechnungswesen wird Ihnen immer ein gutes Einkommen verschaffen, und es ist ein sehr stabiler Karriereschritt.

Ganz gleich, wohin das Leben Sie führt, wohin Sie ziehen, Buchhalter werden immer in jeder Art von Unternehmen und in jedem Teil der Welt gebraucht.

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