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Spezialauftrag

Große Aufgaben brauchen starke Teams.

Solche, wie unsere.

Die vergangenen Wochen haben viel verändert. Die weltweite Pandemie, ausgelöst durch das Virus Covid19, hat viele Unternehmen vor besondere Aufgaben und Herausforderungen gestellt. Auch wir sind uns unserer gesellschaftlichen und unternehmerischen Verantwortung bewusst.

Wir haben gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lokale, überregionale und internationale Initiativen umgesetzt und damit einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Ausstattung mit geeigneter Schutzausrüstung und Einhaltung hygienischer Maßnahmen geleistet. Wir sind stolz auf unsere starken Teams, die sich weltweit mit Flexibilität und Tatkraft intern und extern engagiert haben.

Unsere Corona Action Teams (CAT) haben hervorragende Arbeit geleistet, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unseren Standorten optimal zu unterstützen.

Gemeinsam sind wir stark. Und stellen uns gerne großen Aufgaben.

Der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns am Herzen.

Am Rheinmetall Automotive Standort in Neckarsulm gab es bereits Ende Februar 2020 den ersten COVID19-Fall bei einem Mitarbeiter. Sprich noch zeitlich vor den sich zuspitzenden Entwicklungen in Ischgl/Südtirol, war die Werkleitung und das gebildete Krisenteam zum schnellen Handeln verpflichtet.

Thomas Zaborowski, Senior Vice President Division Hardparts am Rheinmetall Automotive Standort in Neckarsulm, ist Leiter des sogenannten CAT-Krisenteam (CAT = Corona-Aktion-Team) und schildert, vor welchen Herausforderungen der Standort von heute auf morgen stand und welche Maßnahmen ergriffen wurden, um eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen.

Herr Zaborowski, wie haben Sie und die anderen Verantwortlichen am Standort auf die Meldung des ersten Corona-Falls reagiert und welche Sofort-Maßnahmen wurden eingeleitet und umgesetzt?

Natürlich waren wir alle am Standort ein wenig geschockt als das Gesundheitsamt uns am späten Freitagnachmittag informierte, dass ein Mitarbeiter positiv auf COVID19 getestet wurde. Wir waren quasi der erste Fall in unserer Region. Sprich es gab noch kein standardisiertes Verfahren was zu tun ist und die Unsicherheit auf allen Seiten war groß. Wir wussten nur wir müssen schnell handeln. Wir haben sofort ein Krisenteam, das sog. CAT = Corona-Aktions-Team, bestehend aus Standortleitung, HR, Arbeitssicherheit, Gebäudemanagement sowie Arbeitnehmervertretung gebildet und haben direkt gehandelt. Zum einen haben wir die Kontaktpersonen des Erkrankten identifiziert und dem Gesundheitsamt gemeldet. Dieser Personenkreis musste dann zunächst in häusliche Quarantäne. Zum anderen haben wir vorsorglich das Werk übers Wochenende geschlossen und umfassende Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt. Alle Pausenräume, Meetingpoints, Verpflegungsautomaten, Waschräume, Toiletten, Module für Zeiterfassung, Aufzugstüren, Türklinken der Haupttüren wurden desinfiziert. Es war gar nicht so leicht die Reinigungsfirma zu überzeugen, diese Maßnahmen durchzuführen, aber mit entsprechender Schutzausrüstung hat alles geklappt. Zudem wurden Desinfektionsspender aufgestellt, die Kantine und Kioske geschlossen sowie die Wasserspender stillgelegt. Ganz wichtig war aber auch, dass wir schnell und transparent unsere Beschäftigten am Standort über die Situation und die durchgeführten Maßnahmen informiert haben, um so Gerüchten vorzubeugen und Ängste zu mindern. Ein ganz großes Lob an dieser Stelle an alle Beteiligten, das war eine vorbildliche Teamleistung von allen.

Wie ging es nach diesen Sofortmaßnahmen am Standort weiter?

Unsere Maßnahmen haben zum Glück gewirkt. Die Produktion konnte nach dem Wochenende wieder gestartet werden, eine Werkschließung war nicht notwendig bzw. von den Behörden angeordnet. Aber natürlich stand die Sicherheit der Beschäftigten am Standort immer an erster Stelle. So wurden Geschäftsreisen und Kundenbesuche ins Werk verboten, die Möglichkeit des mobilen Arbeitens/Homeoffice ausgeweitet und Abstandsregelungen eingeführt. Jeden Tag hat sich das CAT-Team abgestimmt, die Situation neu bewertet und entsprechend Maßnahmen ergriffen. Durch die schnelle, konsequente Umsetzung der Maßnahmen und die vom Gesundheitsamt geforderte Quarantäne der betroffenen Kontaktpersonen, konnte eine Ausbreitung des Virus am Standort vermieden werden. Letztendlich blieb es bei 5 Corona-Fällen insgesamt am Standort. Alle Erkrankten sind zwischenzeitlich genesen und geht es gesundheitlich wieder gut. Das ist natürlich die beste Nachricht.

Natürlich hat sich die Meldung über den Corona-Fall in der Belegschaft schnell unter den Mitarbeitern rumgesprochen und Ängste/Unsicherheiten hervorgerufen. Wie haben Sie und Ihr Team auf die angespannte Stimmung in der Belegschaft reagiert?

Ganz wichtig war die schnelle, umfangreiche und offene Kommunikation über die Situation an unsere Mitarbeiter. Wir haben hier alle uns zur Verfügung stehenden Kanäle - direkte persönliche Information des Vorgesetzten an seine Mitarbeiter, Aushänge, E-Mail, Intranet, Mitarbeiter-App - genutzt, um die Belegschaft zu informieren und über die getroffenen Maßnahmen zu informieren.

Zudem haben wir zeitnah eine Telefon-Hotline bei unserer Sanitätsstelle eingerichtet und FAQs mit Antworten zu den wichtigen Fragen erstellt.

Wie konnte das Krisenteam in Neckarsulm die anderen Rheinmetall-Standorte unterstützen?

Wir in Neckarsulm konnten zeigen, dass sich die Arbeit des Corona-Aktion-Teams bewährt hat. Es kam zu keinen weiteren Infektionen am Standort. Wenn lokale Teams schnell und koordiniert handeln und sich dabei mit der Konzernsicherheit und den Gesundheitsbehörden eng abstimmen, können weitere Infektionen verhindert oder eingedämmt werden. Zu Beginn der Pandemie waren wir natürlich mit unseren Erfahrungen ein gefragter Ansprechpartner für unsere Kollegen aus den anderen deutschen aber auch ausländischen Werken und konnten z.B. mit Desinfektionsmittel aushelfen. Wir selbst waren auch eng mit unseren Standorten in China in Kontakt. Obwohl es dort keine Fälle gab, haben wir geschaut, was vor Ort als Vorsichtsmaßnahmen unternommen wurde und konnten z.B. Masken bestellen.

Rheinmetall als Gesamtunternehmen hat hier aber sehr schnell reagiert und an allen Standorten weltweit lokale CAT-Teams nach unserem Vorbild installiert, so dass jedes Werk vorbereitet ist. Die lokalen CATs treffen dann vor Ort die Entscheidungen über die Maßnahmen, die unter Beachtung der lokalen Gegebenheiten notwendig sind und setzen sie auch eigenverantwortlich um. Schließlich ist die Situation von Land zu Land und von Standort zu Standort sehr unterschiedlich, sowohl in Bezug auf die aktuellen Infektionszahlen, als auch auf behördlich verhängte Auflagen.

Das sagen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Wie engagiert sich Rheinmetall darüber hinaus?

Ob Schutzausrüstung, Produktion von Desinfektionsmitteln oder Faceshields – wir setzen uns ein. Nachfolgend stellen wir einige unserer Initiativen vor.

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