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Diversity

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rheinmetall-Konzerns identifizieren sich mit einer unverwechselbaren Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, professionelle Leistung, Initiative, Eigenverantwortung, gemeinsame Werte und gemeinsames Verständnis setzt, und arbeiten über funktionale, divisionale und nationale Grenzen hinweg partnerschaftlich zusammen.

Mit der Unterzeichnung der Grundsätze der sozialen Verantwortung im Oktober 2018 betonen die Parteien die Wichtigkeit der menschlichen und kulturellen Vielfalt für die Zusammenarbeit, einer integrativen und wertschätzenden Unternehmenskultur und des toleranten Umgangs miteinander. Das globale Rahmenabkommen enthält Regelungen für die Einhaltung von internationalen Menschenrechten, fairen Arbeitsbedingungen und Rechten der Arbeitnehmervertretungen. Die Inhalte der Vereinbarung wurden mit dem Europäischen Betriebsrat verhandelt. Vertreter der IG Metall und des internationalen Gewerkschaftsbunds IndustriALL Global Union waren über begleitende Beratungs- und flankierende Abstimmprozesse mit eingebunden.

Vielfalt und Internationalität

In der Vielfalt unserer Beschäftigten sehen wir einen nachhaltigen Erfolgsfaktor. Sie macht uns zu einem innovativen, wachstums- und wettbewerbsfähigen Unternehmen. Die Fähigkeiten und Potenziale unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir bestmöglich erkennen, einsetzen und weiterentwickeln – ungeachtet ihres Geschlechts, Alters, ihrer Herkunft, Behinderung oder sexuellen Orientierung. Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit sind in unserem Unternehmen Menschen vieler Nationen beschäftigt. Mit Standorten auf sechs Kontinenten, Lieferbeziehungen in 143 Länder, 12.932 Beschäftigten im Ausland (50,2 %) sowie 73 bei Rheinmetall in Deutschland vertretenen Nationalitäten sind Internationalität und Vielfalt in der Rheinmetall Group schon lange Alltag und wichtige Faktoren dafür, dass wir in unserer weltweiten Geschäftstätigkeit trotz aller Verschiedenartigkeiten weiter gemeinsam erfolgreich sind. Am Geschäftsjahresende 2019 besaßen 859 Beschäftigte unserer deutschen Gesellschaften eine ausländische Staatsangehörigkeit (Vorjahr: 821). Geschäftsführungen sind mit in- und ausländischen Führungskräften besetzt. Bei Projekten arbeiten multinationale Teams zusammen. Darüber hinaus wurden 2019 weitere 66 deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ausländische Standorte des Rheinmetall-Konzerns entsandt (Vorjahr: 63).

Frauen in Führungspositionen

Die Rheinmetall Group versteht die Beschäftigung von Frauen als selbstverständlichen und wichtigen Bestandteil ihrer Vielfalt. 21 % der Belegschaft waren im Berichtsjahr weiblich (Vorjahr: 21 %). Rheinmetall Automotive beschäftigte 2.807 (Vorjahr: 3.000) und Rheinmetall Defence 2.420 Frauen (Vorjahr: 2.200). In der Konzernholding und in den Dienstleistungsgesellschaften waren 112 Frauen tätig (Vorjahr: 95).

Generell werden die Branchen Automotive und Defence von Männern bevorzugt, die im Rahmen ihrer Ausbildung bzw. ihres Studiums überwiegend technische oder naturwissenschaftliche Fächer wählen. Daher ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen in unserem Technologiekonzern geringer als in anderen Branchen oder Industriezweigen. Der Rheinmetall Group gehörten im Berichtsjahr in den ersten vier Ebenen unterhalb des Vorstands 2.640 Führungskräfte an, davon 269 Frauen oder 10,2 %. Die Frauenquote in dem im Berichtsjahr 262 Personen umfassenden oberen Führungskreis (Vorjahr: 268) erreichte 6 % (Vorjahr: 5 %).

Unser Talent Management hilft uns, qualifizierte Potenzialträgerinnen frühzeitig zu erkennen und zu entwickeln. Darüber hinaus sollen Frauen im Management und in anderen Führungsrollen künftig mehr gefördert werden. Mit internen Nachwuchsförderungs- und Weiterbildungsprogrammen werden geeignete Frauen auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet. Flankierend setzt die interne Führungskräfteentwicklung den jeweiligen Vorgesetzten ambitionierte Ziele für die Teilnahme von Frauen an diesen Programmen.

Inklusion

Zum Jahresende 2017 lebten rund 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug somit 9,4 %. Durch die zahlreichen Initiativen und Maßnahmen der letzten Jahre macht die Inklusion am Arbeitsmarkt Fortschritte. In deutschen Unternehmen arbeiten heute rund 1,2 Millionen Beschäftigte mit Schwerbehinderung.

Wir fördern bewusst die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe und schaffen dafür die nötigen Rahmenbedingungen. Bereits 2002 haben wir dafür in einer Rahmenintegrationsvereinbarung gemeinsam mit der Konzernschwerbehindertenvertretung wichtige Grundsätze und Integrationsziele formuliert. Für die deutschen Gesellschaften der Rheinmetall AG wurde mit den Schwerbehindertenvertretern ein Handlungsleitfaden zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung entwickelt, der vorsieht, mit der Konzernschwerbehindertenvertretung des Konzernbetriebsrats eine Vereinbarung abzuschließen, die konkrete Ziele für die Beschäftigung schwerbehinderter Personen beinhaltet. Das Integrationsamt Köln führte eine Schulung für Personalleiter und Schwerbehindertenvertreter durch, um die rechtlichen Grundlagen zu vermitteln und über Fördermöglichkeiten zu informieren.

Es ist unser Ziel, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das auf Zusammenarbeit, Engagement und Wertschätzung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Unternehmen beruht. Durch unsere offene Unternehmenskultur sind Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte bei Rheinmetall selbstverständlich in das Arbeitsleben integriert. Sie können ihre Talente und Fähigkeiten voll einbringen und ihr Können unter Beweis stellen. Im Vordergrund steht auch hier die Förderung vorhandener Stärken und Potenziale. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind der Art und dem Grad der Behinderung individuell angepasste Arbeitsplätze, die zu Arbeitsergebnissen führen, die denen von Kollegen ohne Behinderung in nichts nachstehen. Im Berichtsjahr waren in den deutschen Gesellschaften der Rheinmetall Group 575 Schwerbehinderte beschäftigt (Vorjahr: 555), die durch die Konzernschwerbehindertenvertretung repräsentiert werden.

Gemäß dem für die deutschen Gesellschaften entwickelten Handlungsleitfaden zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung wurde im Berichtsjahr mit der Konzernschwerbehindertenvertretung eine Inklusionsvereinbarung verhandelt, die unter anderem Maßnahmen zum Ziel hat, durch die beispielsweise eine höhere Barrierefreiheit in den Betrieben vor Ort und im Rahmen des ecruiting-Prozesses erreicht wird. Neu zu bildende Inklusions-Teams sollen die Umsetzung der geplanten Veränderungen begleiten.