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Aufsichtsrat - Corporate Governance

Der Aufsichtsrat der Rheinmetall AG besteht gemäß §§ 96 Abs. 1 und Abs. 2 und 101 Abs. 1 AktG i. V. m. § 7 Abs. 1 Nr. 2 des Mitbestimmungsgesetzes 1976 aus je acht Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre und Arbeitnehmer und zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern, die in der Regel für fünf Jahre gewählt werden. Eine Wiederwahl ist zulässig. Aufgrund Widerspruchs gegen die Gesamtbetrachtung gemäß § 96 Abs. 2 Satz 3 AktG ist die Quote für Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre und der Arbeitnehmer gesondert zu betrachten, so dass jeweils mindestens zwei Frauen und mindestens zwei Männer vertreten sein müssen. Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsräten wird auf die fachliche Qualifikation und persönliche Kompetenz geachtet, ebenso wie auf die gesetzlichen Vorgaben zur Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity) und Unabhängigkeit im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Aufsichtsräte haben gleiche Rechte und Pflichten, sie sind bei der Ausübung ihres Mandats dem Wohl des Unternehmens verpflichtet, an Aufträge und Weisungen sind sie nicht gebunden.

Ehemalige Vorstandsmitglieder der Rheinmetall AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Die Zusammensetzung des Kontrollgremiums sowie die Bestellungslaufzeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats sind auf Seite 2 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Rheinmetall AG und seiner Geschäftsordnung aus. Wesentliche Inhalte der Geschäftsordnung sind die Zusammensetzung sowie die Aufgaben und Zuständigkeiten des Aufsichtsrats, die Einberufung, Vorbereitung und Leitung der Sitzungen, die Regelungen zu den Ausschüssen sowie zur Beschlussfähigkeit. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Er erläutert jährlich die Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse in dem im Geschäftsbericht abgedruckten Bericht des Aufsichtsrats und mündlich auf der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wird aus der Mitte des Aufsichtsgremiums gewählt. Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden nach Maßgabe der Vorschriften des Aktiengesetzes abgehalten. Im Regelfall finden in jedem Kalenderjahr vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt, an denen die Mitglieder des Vorstands teilnehmen, sofern der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt. Schriftliche, fernschriftliche (Telefax oder E-Mail) oder fernmündliche Beschlussfassungen sind zulässig. Der Aufsichtsrat fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der an der Beschlussfassung teilnehmenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden den Ausschlag. Der Aufsichtsrat der Rheinmetall AG führt gemäß den Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex regelmäßig eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch, in der die Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, die Information des Aufsichtsrats durch den Vorstand sowie die Zusammenarbeit der beiden Gremien diskutiert und bewertet werden. Das Plenum erörtert in einer offenen Diskussion mögliche Verbesserungen und beschließt eventuelle Maßnahmen. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Rheinmetall AG bestanden im Berichtszeitraum nicht.