21.03.2012

Rheinmetall 2011 mit Rekordergebnis

  • Konzernumsatz wächst um 12% auf 4.454 MioEUR
  • EBIT steigt auf neuen Höchstwert von 354 MioEUR
  • Ergebnis je Aktie mit 5,55 EUR um 31% über dem Vorjahr
  • Dividendenerhöhung von 1,50 EUR auf 1,80 EUR je Aktie vorgeschlagen
  • Ausblick 2012: Rheinmetall peilt Konzernumsatz von 4,9 MrdEUR und Ergebnis auf dem Rekordniveau des Jahres 2011 an

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem zweistelligen prozentualen Umsatzzuwachs und einem Rekordergebnis abgeschlossen. Für das Jahr 2012 wird mit weiterem Wachstum gerechnet und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf dem Rekordniveau von 2011 erwartet.

Klaus Eberhardt, Vorstandvorsitzender der Rheinmetall AG: „Nach einem exzellenten Geschäftsjahr 2011 haben wir uns auch für dieses Jahr ehrgeizige Ziele gesetzt. Wir peilen für 2012 einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro an und haben das Ziel, das Ergebnis auf dem Höchststand von 2011 zu halten. Unsere technologische Spitzenstellung in beiden Bereichen wollen wir behaupten und sie auf den internationalen Märkten noch stärker durchsetzen.“

Konzernumsatz erreicht 4,5 MrdEUR

Der Rheinmetall-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 4.454 MioEUR, was im Vergleich zum Vorjahresumsatz von 3.989 MioEUR einem Anstieg von 12% entspricht. Der Umsatzzuwachs wird von Steigerungen in beiden Konzernsparten getragen. Dabei fiel das Wachstum der Automotive-Sparte mit einem Plus von 17% besonders deutlich aus; aber auch der Defence-Bereich ist mit einem Umsatzanstieg von insgesamt 7% sowohl organisch als auch durch Akquisitionen weiter gewachsen.

Der Auslandsanteil des Konzernumsatzes lag mit 70% (nach 69% in 2010) leicht über dem Vorjahreswert.

Überproportionale Gewinnsteigerung – Ergebnis je Aktie steigt auf 5,55 EUR

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Rheinmetall-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 57 MioEUR oder 19% auf 354 MioEUR, nach 297 MioEUR in 2010. Damit liegt das Ergebnis operativ auf einem neuen Rekord-niveau. Die EBIT-Rendite im Konzern verbesserte sich von 7,4% (2010) auf 7,9% im Berichtszeitraum.

Bei einem um 9 MioEUR verbesserten Zinsergebnis erreicht Rheinmetall beim Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 295 MioEUR ebenfalls einen neuen Bestwert. Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von 70 MioEUR weist Rheinmetall ein Jahresergebnis von 225 MioEUR aus, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 51 MioEUR oder 29% entspricht.

Nach Abzug des auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Gewinns von 12 MioEUR ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 5,55 EUR (Vorjahr: 4,23 EUR). Das entspricht einer Verbesserung um 31% im Vergleich zum Vorjahr.

Aktionäre profitieren: Dividendenzahlung von 1,80 EUR vorgeschlagen

Vor dem Hintergrund der guten Ergebnisentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 vor, eine um 30 Cent erhöhte Dividende von 1,80 EUR je Aktie auszuschütten (Vorjahr: 1,50 EUR). Damit erreicht die Ausschüttungsquote einen Wert von 32%.

Defence: Präsenz in internationalen Märkten ausgebaut

Im Geschäftsjahr 2011 hat der Unternehmensbereich Defence seine internationale Präsenz weiter ausgebaut. Mit Aufträgen für das geschützte Transportfahrzeug Fuchs aus Algerien und für ein militärisches Ausbildungszentrum für die Russische Föderation ist der Eintritt in zwei neue Märkte gelungen. Darüber hinaus hat der Bereich seine Akquisitionsstrategie mit kleineren und mittleren Übernahmen in Deutschland, in der Schweiz und in Südafrika fortgesetzt. Das Gemeinschaftsunternehmen mit MAN für militärische Radfahrzeuge ist im Januar 2012 mit der Integration der beiden Produktionswerke in Wien (MAN) und Kassel (Rheinmetall) planmäßig in seine zweite Phase eingetreten und wird im laufenden Geschäftsjahr erstmals voll in die Unternehmensrechnung von Rheinmetall einbezogen.

Mit einem Umsatz von 2.141 MioEUR erzielte der Unternehmensbereich Defence im Geschäftsjahr 2011 eine Steigerung um 134 MioEUR oder 7% gegenüber dem Vorjahresumsatz von 2.007 MioEUR. Mit 77 MioEUR oder 4% trugen die Akquisitionen zu diesem Wachstum bei; das organische Wachstum lag bei 57 MioEUR oder 3%.

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2011 blieb mit 1.831 MioEUR um 7% hinter dem Vorjahreswert von 1.977 MioEUR zurück, der allerdings mehrere Großaufträge enthalten hatte, während das Geschäft in 2011 stärker durch eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Aufträge geprägt war. Der Auftragsbestand bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Er belief sich am 31. Dezember 2011 auf 4.541 MioEUR, nach 4.772 MioEUR im Vorjahr.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr weist Rheinmetall Defence ein leicht rückläufiges Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 223 MioEUR aus, nach 234 MioEUR im Vorjahr. Die EBIT-Rendite erreichte mit 10,4 % (Vorjahr: 11,6 %) weiterhin ein hohes Niveau und präsentiert sich damit seit 2008 konstant zweistellig.

Im EBIT des Jahres 2011 wurden ergebnismindernde Effekte aus Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen vor allem der jüngsten Akquisitionen in Höhe von 17 MioEUR verarbeitet. Das EBITDA, in dem diese Effekte nicht enthalten sind, erreicht mit 303 MioEUR einen um 6 MioEUR über dem Vorjahr liegenden Wert. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt mit 207 MioEUR auf der Höhe des Vorjahres.

Automotive: Umsatz und Ergebnis auf Rekordhöhe

Der Unternehmensbereich Automotive hat im Berichtsjahr seine Präsenz in den am stärksten wachsenden Weltmarktregionen weiter ausgebaut und übertrifft mit einem Plus von 17% beim Umsatz deutlich die internationale Marktentwicklung. Die weltweite Pkw- Produktion ist im selben Zeitraum um 3% gewachsen, in den Triademärkten Westeuropa, NAFTA und Japan betrug das Produktionswachstum insgesamt nur rund 1%.

Auch die nicht konsolidierten 50:50 Joint-Venture des Unternehmensbereichs in China haben deutlich besser abgeschnitten als der chinesische Markt, der 2011 einen Produktionszuwachs von 3% verzeichnete: Mit einem Plus von 16% gegenüber dem Vorjahr legte der Umsatz (100%) auf 298 MioEUR zu (Vorjahr: 258 MioEUR).

Das im Aufbau befindliche Werk in Indien am Standort Pune hat seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 18 MioEUR gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Im Herbst 2011 hat der Unternehmensbereich Automotive das Gleitlagergeschäft von Kirloskar übernommen, das im vierten Quartal 5 MioEUR zu diesem Umsatz beigetragen hat.

Insgesamt hat der Unternehmensbereich Automotive im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 2.313 MioEUR erzielt. Damit wurde die vor Ausbruch der weltweiten Automobilkrise erreichte Umsatzhöchstmarke von 2.249 MioEUR in 2007 um 84 MioEUR übertroffen. Gegenüber dem Vorjahreswert von 1.982 MioEUR lag der Anstieg bei 331 MioEUR oder 17%.

Auch beim Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) setzt der Unternehmensbereich im Geschäftsjahr 2011 eine neue Rekordmarke. Nach 81 MioEUR im Vorjahr meldet Automotive eine Steigerung um 70 MioEUR bzw. 86 % auf 151 MioEUR im Geschäftsjahr 2011. Die EBIT-Rendite wurde durch den im Vergleich zum Umsatz überproportionalen Ergebnisanstieg deutlich von 4,1% auf 6,5% gesteigert.

Das EBITDA des Unternehmensbereichs Automotive erreichte 2011 mit einem Wert von 254 MioEUR ein Plus von 71 MioEUR oder 39%. Das Ergebnis vor Steuern hat sich 2011 mit 135 MioEUR nach 63 MioEUR im Vorjahr mehr als verdoppelt.

Ausblick: Fortsetzung des Unternehmenswachstums

Rheinmetall rechnet im Konzern mit weiterem Wachstum: Für das laufende Geschäftsjahr 2012 erwartet Rheinmetall einen Konzernumsatz von rund 4,9 MrdEUR, nach 4,5 MrdEUR im vergangenen Geschäftsjahr.

Die Umsatzentwicklung im Unternehmensbereich Automotive wird auch im laufenden Geschäftsjahr maßgeblich von der globalen Automobilkonjunktur bestimmt. Dabei steht den Wachstumserwartungen für die Automobilproduktion in Nord- und Südamerika sowie in Asien – gemäß aktuellen Expertenprognosen – ein erwartetes rückläufiges Produktions-volumen in Westeuropa gegenüber. Vor diesem Hintergrund geht Rheinmetall derzeit davon aus, dass der Unternehmensbereich Automotive 2012 ein Umsatzwachstum von rund 5% auf leicht über 2,4 MrdEUR erreichen kann.

Der Unternehmensbereich Defence rechnet bei teilweise rückläufigen Verteidigungsausgaben in europäischen Staaten und in den USA für das Jahr 2012 mit einem Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau bezogen auf den bisherigen Konsolidierungskreis. Aufgrund der Hinzurechnung des Umsatzes mit logistischen Fahrzeugen des Joint Venture Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV), der erstmals ab Beginn des Geschäftsjahres 2012 voll in die Unternehmensrechnung einbezogen wird, erwartet Rheinmetall für den Unternehmensbereich Defence in 2012 einen Umsatz von rund 2,5 MrdEUR, nach 2,1 MrdEUR in 2011.

Für das laufende Geschäftsjahr 2012 erwartet Rheinmetall im Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf dem Niveau des Vorjahres, in dem mit 354 MioEUR das historisch beste Ergebnis erzielt wurde. Dieser Erwartung liegt eine etwas schwächere Ergebnisentwicklung im Defence-Bereich zu Grunde; dagegen wird für den Unternehmensbereich Automotive mit einem leicht verbesserten Ergebnis gerechnet.

Für das Geschäftsjahr 2013 geht Rheinmetall von einem Umsatz- und Ergebniswachstum aus. Voraussetzung dafür ist, dass sich die weltweite Automobilkonjunktur weiterhin positiv entwickelt und die großen Projekte im Defence-Bereich wie geplant umgesetzt werden können.

Rheinmetall AG

Dr. Philipp von Brandenstein
Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-01
Fax: +49 211 473-4158

Pressemitteilung Geschäftsbericht 2011

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