27.04.2012

Rheinmetall im ersten Quartal 2012: Automotive-Sparte mit neuen Bestwerten

  • Konzernumsatz steigt im ersten Quartal um 8% auf 1,1 MrdEUR
  • Automotive mit Bestwerten bei Umsatz und Ergebnis
  • Defence mit deutlichem Auftragsplus
  • Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreicht 45 MioEUR, mit noch schwachem Ergebnisbeitrag von Defence
  • Erwartungen für das Gesamtjahr 2012 bestätigt

Mit einer hervorragenden Entwicklung des Unternehmensbereichs Automotive und einem verhaltenen Jahresauftakt im Defence-Bereich ist Rheinmetall ins Geschäftsjahr 2012 gestartet. Der Konzern bleibt auf Wachstumskurs: Das Unternehmen weist mit einem Umsatz von 1,1 MrdEUR einen neuen Höchstwert für ein erstes Quartal aus.

Die im ersten Quartal noch schwache Ergebnisentwicklung der Defence-Sparte ist der Grund dafür, dass sich das konzernweite Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) trotz neuer Bestwerte des Automobilbereichs insgesamt rückläufig zeigt. Rheinmetall weist für das erste Quartal ein EBIT von 45 MioEUR aus, nach 77 MioEUR im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Das Unternehmen bestätigt die Erwartungen für das Gesamtjahr 2012.

Die 2011 angekündigte Überprüfung der Zwei-Säulen-Strategie wird fortgesetzt. Dabei bleibt der Börsengang der Automotive-Sparte eine Option, deren Realisierung auch von der weiteren Entwicklung des Kapitalmarkts abhängt.

Automotive: Höchstwerte beim Umsatz und Ertrag

Rheinmetall Automotive ist mit Rekordwerten in das neue Geschäftsjahr gestartet.
Automotive weist in den ersten drei Monaten mit einem Umsatz von 638 MioEUR ein neues Allzeithoch aus und übertrifft den Vergleichswert des Vorjahres um 52 MioEUR oder 9%. Damit gelingt es der Automotive-Sparte nach 2011 erneut, mit einem klaren Umsatzplus gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal in das Geschäftsjahr zu starten und das Wachstum der weltweiten Automobilproduktion, das sich im ersten Quartal 2012 verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum auf 4,4 % beziffert, deutlich zu übertreffen.

Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 46 MioEUR markiert einen neuen Bestwert. Gegenüber dem ersten Quartal des Jahres 2011 erhöht sich das EBIT von Rheinmetall Automotive um 6 MioEUR oder 15%. Die EBIT-Rendite steigt von 6,8% im Vorjahr auf 7,2% im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres.

Defence: Umsatz- und Auftragsplus

Ein gemischtes Bild zeigt im ersten Quartal die Entwicklung der Defence-Sparte des Rheinmetall-Konzerns. Rheinmetall Defence weist im ersten Quartal einen Umsatz von 471 MioEUR aus, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 30 MioEUR oder 7% entspricht. Dieses Wachstum resultiert ausschließlich aus erstmals einbezogenen Gesellschaften, die im ersten Quartal 2012 den Umsatz – gemessen am Vorjahr – um 70 MioEUR erhöhten. Dabei wirkte sich im Wesentlichen der erstmalige Einbezug der logistischen Fahrzeuge aus dem Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) aus. Ohne die erstmals einbezogenen Gesellschaften ver-zeichnet der Unternehmensbereich Defence einen Umsatzrückgang von 40 MioEUR, der im Wesentlichen aus späteren Abrechnungsmeilensteinen in verschiedenen Projekten resultiert.

Bei den Neubeauftragungen legte der Unternehmensbereich Defence, trotz eines insgesamt schwierigeren Marktumfeldes, im ersten Quartal 2012 deutlich zu: Gegenüber dem Vorjahreswert von 316 MioEUR stieg der Auftragseingang um 116 MioEUR oder 37% auf 432 MioEUR im ersten Quartal 2012.

Erwartungsgemäß blieb die Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2012 hinter dem Vorjahr zurück: Das ausgewiesene Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt bei 4 MioEUR und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 38 MioEUR. Im EBIT des Vorjahresquartals war allerdings ein positiver Sondereffekt von 11 MioEUR enthalten, der sich aus dem Übergang vom Equity-Ansatz zur Vollkonsolidierung bei der erstmals nach dem Mehrheitserwerb einbezogenen ADS Gesellschaft für aktive Schutzsysteme mbH ergab.

Die erstmals einbezogenen logistischen Fahrzeuge der RMMV verzeichneten im Quartalsergebnis 2012 erwartungsgemäß noch einen geringen Verlust. Darüber hinaus haben die Minderumsätze von 40 MioEUR aus Produktbereichen mit hohen Ergebnisbeiträgen zu einer Reduzierung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr geführt.

Aufholeffekte in der weiteren Ergebnisentwicklung werden im zweiten Halbjahr 2012 erwartet.

Erwartungen für das Gesamtjahr 2012 bestätigt

Rheinmetall erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von rund 4,9 MrdEUR, nach 4,5 MrdEUR im vergangenen Jahr. Zu diesem Wachstum werden beide Unternehmensbereiche Automotive und Defence beitragen.

Gestützt durch die globale Automobilkonjunktur geht Rheinmetall für den Unternehmensbereich Automotive in 2012 von einem Umsatzwachstum von rund 5 % aus. Für den Bereich wird im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatz von leicht über 2,4 MrdEUR erwartet.

Für den Unternehmensbereich Defence geht Rheinmetall bei teilweise leicht rückläufigen Verteidigungsausgaben in Europa und in den USA davon aus, im Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 2,5 MrdEUR zu erreichen, nach 2,1 MrdEUR im Vorjahr. In diesem Prognosewert sind die erstmals ab dem Geschäftsjahr 2012 einzubeziehenden Umsatzanteile der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH, die die logistischen Fahrzeuge von MAN betreffen, enthalten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2012 erwartet Rheinmetall im Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf dem Niveau des Vorjahres. Dieser Erwartung liegt eine etwas schwächere Ergebnisentwicklung im Defence-Bereich zu Grunde; dagegen wird für den Unternehmensbereich Automotive mit einem leicht verbesserten Ergebnis gerechnet.

Rheinmetall AG

Dr. Philipp von Brandenstein
Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-01
Fax: +49 211 473-4158

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