06.11.2014

Konzernumsatz wächst um 9% - Automotive-Sparte steigert Gewinne deutlich

  • Konzernumsatz wächst in den ersten drei Quartalen 2014 um 9% auf 3.215 MioEUR
  • Defence verzeichnet Umsatzzuwachs von fast 10% auf 1.384 MioEUR
  • Automotive steigert Umsatz auf 1.831 MioEUR – Operatives Ergebnis wächst überproportional auf 139 MioEUR
  • Konzernergebnis (EBIT) verbessert sich um 25 MioEUR auf 23 MioEUR
  • Jahresprognose korrigiert: Operatives Konzern-EBIT in Höhe von 150 MioEUR erwartet

In den ersten neun Monaten 2014 hat der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern einen Konzernumsatz von 3.215 MioEUR erzielt und damit sein Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 259 MioEUR oder 9% gesteigert. Währungsbereinigt beträgt das Wachstum 12%.

Das Umsatzwachstum und die Auswirkungen des im Vorjahr gestarteten Programms zur Steigerung der Kosteneffizienz haben im Unternehmensbereich Automotive zu einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität und der Ergebnisse geführt. Dagegen hat sich das operative Ergebnis im Unternehmensbereich Defence aufgrund von externen und internen Belastungen in den ersten neun Monaten 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verschlechtert. Insgesamt ist das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) im Konzern in den ersten drei Quartalen von 58 MioEUR im Vorjahr auf 39 MioEUR im laufenden Geschäftsjahr zurückgegangen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Konzern ist aufgrund der deutlich geringeren Sondereffekte (Restrukturierungen) von einem Verlust von -2 MioEUR in den ersten neun Monaten 2013 auf einen Gewinn von 23 MioEUR im laufenden Jahr gestiegen.

Defence-Umsatz über Vorjahresniveau – Ergebnis von externen und internen Effekten belastet

Mit 1.384 MioEUR hat der Umsatz des Unternehmensbereichs Defence in den ersten neun Monaten 2014 um 121 MioEUR oder 10% gegenüber dem Vorjahreswert von 1.263 MioEUR zugelegt. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 11%.

Defence hat im Berichtszeitraum einen soliden Auftragseingang verbucht und erreicht damit erneut eine positive Book-to-Bill-Ratio von 1,2. Mit einem Auftragseingang von 1.592 MioEUR wurde der Vorjahreswert von 2.644 MioEUR zwar deutlich verfehlt; dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass im Vorjahr die Großaufträge Katar (475 MioEUR) und Australien (rund 1.100 MioEUR) gebucht werden konnten. Mit einem Wert von 6.165 MioEUR zum 30. September 2014 lag der Auftragsbestand der Sparte nur leicht unter dem Rekordniveau des Vorjahres von 6.285 MioEUR.

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 32 MioEUR auf -84 MioEUR verschlechtert. Die Ergebnisverbesserung in der Division Wheeled Vehicles konnte die Ergebnisverschlechterung in den Divisionen Electronic Solutions und Combat Systems nicht ausgleichen.

In der Division Electronic Solutions haben der Widerruf der Exportgenehmigung für das nach Russland zu liefernde Gefechtsübungszentrum sowie marktbedingte Umsatzrückgänge und außerplanmäßige Kostenüberschreitungen bei Entwicklungsprojekten einer skandinavischen Tochtergesellschaft das operative Ergebnis belastet.

In der Division Combat Systems führten neben der allgemein schwachen Marktverfassung auch Verzögerungen bei der Erteilung von Ausfuhrgenehmigungen insbesondere für Munition und bei Schutzsystemen zu unerwartet hohen Ergebniseinbußen. Darüber hinaus musste im dritten Quartal 2014 Vorsorge für mögliche Gewährleistungsansprüche aus einem Geschäft mit Marinewaffen getroffen werden.

Das EBIT in den ersten neun Monaten lag bei -100 MioEUR (Vorjahr: -90 MioEUR). Die Sondereffekte aus Restrukturierungen haben sich erwartungsgemäß deutlich von 38 MioEUR auf 6 MioEUR reduziert. Neben den Restrukturierungsaufwendungen entstand jedoch ein Einmalaufwand im Zusammenhang mit dem vertraglich letzten Schritt aus der 2012 erfolgten Veräußerung des Produktbereichs Flugsysteme.

Automotive: Umsatzwachstum und überproportionale Ergebnissteigerung

Der Unternehmensbereich Automotive hat sich erneut deutlich besser als der Markt entwickelt und konnte sein Umsatzvolumen in den ersten neun Monaten um 8% oder 138 MioEUR auf 1.831 MioEUR steigern. Um Wechselkurseffekte bereinigt beträgt das Umsatzplus 11%. Das globale Produktionswachstum der Automobilbranche belief sich im selben Zeitraum auf rund 4%, in der Triade aus Westeuropa, NAFTA und Japan betrug der Zuwachs rund 5%. Rheinmetall Automotive profitiert insbesondere von der durch gesetzliche Bestimmungen getriebenen hohen Nachfrage nach Produkten zur Kraftstoff- und Emissionsreduzierung auf allen wesentlichen Automobilmärkten.

Im Vergleich zum Umsatzwachstum legt Rheinmetall Automotive beim operativen Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) deutlich überproportional zu. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erwirtschaftete die Sparte ein um 25 MioEUR oder 22% verbessertes operatives Ergebnis von 139 MioEUR. Damit stieg die operative Ergebnis-Rendite auf 7,6%, nach 6,7% im Vorjahr.

Neben dem Umsatzzuwachs und einer verbesserten operativen Performance ist der Ergebnisanstieg vor allem auf Einspareffekte aus dem erfolgreich umgesetzten Restrukturierungsprogramm des vergangenen Jahres zurückzuführen.

Die in den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs Automotive nicht enthaltenen chinesischen Joint Venture-Gesellschaften erzielten in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 – auf 100% Basis gerechnet – ein Wachstum von 23% auf 461 MioEUR gegenüber 374 MioEUR im Vorjahr. Die chinesische Automobilproduktion ist bis zum Ende des dritten Quartals 2014 gemessen am Vergleichszeitraum des Vorjahres um 11% gestiegen.

Rheinmetall passt Konzernprognosen 2014 an: Automotive stärker, Defence schwächer

Die Rheinmetall AG reduziert die Konzernjahresprognose 2014 für das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) auf 150 MioEUR. Die bisherige Prognose für das operative Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr lag zwischen 200 und 220 MioEUR. Dieser Prognoseänderung liegt eine deutlich schwächere Ergebniserwartung für den Defence-Bereich und eine Anhebung der bisherigen Prognose für den Automotive-Bereich zugrunde.

Im Unternehmensbereich Automotive wird jetzt für 2014 ein operatives Ergebnis von 180 MioEUR bei den fortzuführenden Aktivitäten erwartet, d.h. ohne Einbeziehung des Geschäftsbereichs Aluminium-Technologie, der in ein Joint-Venture eingebracht wird. Bisher lag der entsprechende Prognosewert zwischen 155 und 165 MioEUR. Bei der neuen Prognose für den Bereich Automotive geht Rheinmetall davon aus, einen Jahresumsatz von rund 2,4 MrdEUR und damit das obere Ende der bisherigen Umsatzprognose von 2,3 bis 2,4 MrdEUR zu erreichen. Der Unternehmensbereich Automotive, der damit erneut mehr als die Hälfte zum Konzernumsatz der Rheinmetall AG beisteuert, wächst auch im laufenden Geschäftsjahr stärker als die Weltautomobilproduktion. Zudem profitiert er von einer steigenden Profitabilität als Folge der im vergangenen Jahr erfolgreich durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen.

Für den Unternehmensbereich Defence senkt Rheinmetall – verursacht im Wesentlichen durch Verzögerungen im Exportgeschäft und die allgemein schwache Marktentwicklung – die bisherige Umsatzprognose für 2014 von 2,3 MrdEUR auf rund 2,2 MrdEUR. Beim operativen Ergebnis im Defence-Bereich erwartet Rheinmetall jetzt – vor Sondereffekten – einen leichten Verlust von -10 MioEUR. Bisher hat Rheinmetall für die Defence-Sparte ein positives operatives Ergebnis von 65 bis 75 MioEUR prognostiziert. Die Korrektur in der Ergebnisprognose ist etwa zur Hälfte durch Umsatzeinbußen begründet, die auf die allgemein schwächere Marktverfassung und auf nicht oder nur mit Verzögerung erteilte Exportgenehmigungen zurückzuführen sind. Daneben führen außerplanmäßige Kostenüberschreitungen bei Entwicklungsprojekten, die Vorsorge für mögliche Gewährleistungsansprüche aus einem Geschäft mit Marinewaffen sowie ein verschlechterter Produktmix zur Korrektur der operativen Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2014.

Zusätzlich erwartet Rheinmetall für 2014 nicht-operative Sondereffekte, die sich aktuell auf 20 MioEUR beziffern, bisher hat Rheinmetall mit negativen Sondereffekten von 10 MioEUR gerechnet. Neben nachlaufenden Kosten aus dem Restrukturierungsprogramm des Vorjahres ist in diesen Sondereffekten auch ein Aufwand im Zusammenhang mit der Veräußerung des Produktbereichs Flugsysteme im Jahr 2012 enthalten. Noch nicht berücksichtigt sind die möglichen finanziellen Belastungen infolge eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens gegen eine Rheinmetall-Tochtergesellschaft in Bremen.

Rheinmetall AG

Dr. Philipp von Brandenstein
Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-01
Fax: +49 211 473-4158

Pressemitteilung Zwischenbericht (Q3)

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