19.02.2015

Rheinmetall mit vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2014

Umsatz wächst, Auftragsbestand erreicht Rekordniveau

  • Konzernumsatz um 6% auf 4.688 MioEUR gestiegen
  • Operatives Konzernergebnis mit 160 MioEUR über letzter Prognose
  • Automotive steigert Ertragskraft weiter und erzielt EBIT von 184 MioEUR
  • Defence steigert Auftragsbestand auf über 6,5 MrdEUR

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG erreichte im Geschäftsjahr 2014 einen Konzernumsatz von 4.688 MioEUR. Gemessen am Vorjahreswert von 4.417 MioEUR ist der Umsatz damit um 6% gestiegen, wechselkursbereinigt liegt das Wachstum bei 7%. Zur Erlössteigerung im Konzern haben beide Unternehmensbereiche beigetragen.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt im Geschäftsjahr 2014 bei 160 MioEUR, nach 213 MioEUR im Vorjahr. Zuletzt wurde ein operatives Ergebnis im Konzern von 150 MioEUR prognostiziert. Aufgrund hoher negativer Einmaleffekte im Unternehmensbereich Defence wird ein Konzern-EBIT (nach Sondereffekten) von 102 MioEUR ausgewiesen.

In den Konzernzahlen nicht mehr enthalten sind die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der deutschen Aktivitäten des Bereichs Aluminiumtechnologie der Automotive-Sparte, die in ein Joint-Venture mit einem chinesischen Partner eingebracht wurden und deshalb nicht weiter konsolidiert werden. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Der Bereich erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 220 MioEUR (Vorjahr: 209 MioEUR) und ein operatives EBIT von 6 MioEUR (Vorjahr: 2 MioEUR).

Defence erneut mit hohem Auftragseingang

Der Unternehmensbereich Defence erzielte 2014 einen Umsatz von 2.240 MioEUR (Vorjahr: 2.155 MioEUR), was – in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld – einem Zuwachs um rund 4% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wechselkursbereinigt ist der Umsatz um 5% gestiegen.

Der Auftragseingang lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 2.812 MioEUR erneut deutlich über dem Umsatz, auch wenn der hohe und durch einen Großauftrag für militärische LKW von über einer Milliarde EUR geprägte Vorjahreswert von 3.339 MioEUR nicht erreicht wurde.

Der Auftragsbestand des Unternehmensbereichs Defence, aus dem das erwartete organische Wachstum des Bereichs in den kommenden Jahren generiert wird, lag zum Jahresende 2014 mit 6.516 MioEUR um 466 MioEUR über dem Niveau des Vorjahres von 6.050 MioEUR.

Das operative Ergebnis im Unternehmensbereich Defence liegt bei -9 MioEUR. Darin sind u.a. negative Ergebniseffekte enthalten, die auf den Widerruf der Exportgenehmigung für ein Trainingszentrum in Russland und auf Vorsorgemaßnahmen für mögliche Gewährleistungsansprüche aus einem Marinewaffenprojekt in der MENA-Region zurückzuführen sind.

Die belastenden Sondereffekte im Unternehmensbereich Defence, die nicht dem operativen Ergebnis zugeordnet werden, belaufen sich auf 58 MioEUR. Damit wird für das Geschäftsjahr 2014 ein EBIT (nach Sondereffekten) von -67 MioEUR ausgewiesen. Die Sondereffekte umfassen die im Dezember 2014 gemeldete Gewinnabschöpfung aus der abschließenden Regelung eines Compliance-Falls bei einer Bremer Tochtergesellschaft, notwendige Kaufpreisanpassungen aus dem Verkauf eines Produktbereichs im Jahr 2012 sowie die geplanten Kosten für nachlaufende Maßnahmen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms des Jahres 2013.

Automotive mit Umsatzwachstum und Rekordergebnis

Der Unternehmensbereich Automotive hat sich im Geschäftsjahr 2014 erneut sehr positiv entwickelt und bei allen wesentlichen Kennzahlen die Vorjahreswerte übertroffen: Beim Umsatz legte der Bereich um 8% auf 2.448 MioEUR zu (Vorjahr vergleichbar: 2.262 MioEUR). Wechselkursbereinigt liegt das Umsatzwachstum sogar bei 10%. Damit wächst der Bereich stärker als die Automobilproduktion, die im vergangenen Jahr weltweit um 3% gestiegen ist.

Einen überproportionalen Wachstumsbeitrag leistete erneut die Division Mechatronics, die mit ihren Produkten zur Schadstoff- und Emissionsreduzierung ein Wachstum von über 10% erreichen konnte.

In den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs sind die Beiträge der Joint-Ventures in China nicht enthalten, die ihre Erlöse um 129 MioEUR oder um 26% auf 628 MioEUR steigern konnten (Vorjahr: 499 MioEUR). Damit lag das Wachstum der chinesischen Aktivitäten insbesondere im Hardparts-Bereich wiederum deutlich über dem lokalen Produktionswachstum. In China stieg die Automobilproduktion 2014 um 9%.

Das operative Ergebnis des Automotive-Bereichs erreichte im vergangenen Geschäftsjahr einen Wert von 184 MioEUR und lag damit auf einem Rekordniveau. Gemessen am entsprechenden Vorjahreswert von 158 MioEUR wurde eine Ergebnisverbesserung um 17% erzielt. Die operative Rendite im Jahr 2014 stieg damit auf 7,5%, nach 7,0% im Vorjahr.

Wie im Rheinmetall-Konzern sind auch in den Umsatz- und Ergebniszahlen des Unternehmensbereichs Automotive die entsprechenden Werte des Bereichs Aluminium-Technologie nicht mehr enthalten; die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 wird Rheinmetall am 19. März 2015 veröffentlichen.

Rheinmetall AG

Dr. Philipp von Brandenstein
Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-01
Fax: +49 211 473-4158

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