06.08.2015

Rheinmetall peilt Jahresumsatz von 5 MrdEUR an

Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr und deutliches Plus beim Ergebnis

  • Konzernumsatz steigt um 12% auf 2.394 MioEUR
  • Konzern-EBIT um 49 MioEUR auf 79 MioEUR verbessert
  • Defence mit Umsatzzuwachs von 18% auf 1.054 MioEUR, operatives Ergebnis um 25 MioEUR auf -27 MioEUR verbessert
  • Automotive erhöht Umsatz um 8% auf 1.340 MioEUR und steigert EBIT überproportional auf 114 MioEUR
  • Auftragsbestand weiter über 7 MrdEUR

Mit Umsatzzuwächsen in beiden Sparten und mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung schließt der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern das erste Halbjahr 2015 ab. Im zweiten Quartal 2015 konnte der Unternehmensbereich Automotive seine Profitabilität erneut steigern und erzielte eine EBIT-Rendite von 8,7%.

Der Defence-Bereich hat im zweiten Quartal 2015, nach einem Verlust im entsprechenden Vorjahresquartal, wieder ein leicht positives Ergebnis erwirtschaftet.

Für das Gesamtjahr 2015 präzisiert Rheinmetall seine Umsatzprognose, die bisher bei einer Bandbreite zwischen 4,8 und 5,0 MrdEUR lag. Das Unternehmen peilt nunmehr einen Konzernumsatz von 5,0 MrdEUR an, bei einer operativen Ergebnismarge von unverändert rund 5%.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Rheinmetall ist auf Kurs. Nach den Zahlen des ersten Halbjahres sind wir zuversichtlich, unsere Jahresziele zu erreichen. Wir wollen auf 5 MrdEUR wachsen und die Rentabilität in beiden Sparten deutlich steigern.“

Drei Viertel vom Umsatz auf Auslandsmärkten

Im ersten Halbjahr 2015 erzielte Rheinmetall einen Konzernumsatz von 2.394 MioEUR, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg des Geschäftsvolumens um 263 MioEUR oder 12% bedeutet. Währungsbereinigt liegt das Umsatzwachstum bei 9%.

Der Auslandsanteil im Konzern bleibt auf unverändert hohem Niveau: Drei Viertel des Umsatzes (75%) wurden in ausländischen Märkten erzielt, regionale Absatzschwerpunkte waren dort vor allem das europäische Ausland (36%), Asien (21%) und Nordamerika (11%).

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) auf Konzernebene wurde mehr als verdoppelt und liegt mit 79 MioEUR um 47 MioEUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Da im Vorjahr im Unternehmensbereich Defence Sondereffekte (Restrukturierungen) in Höhe von 2 MioEUR angefallen waren, ergibt sich für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Halbjahr 2015 eine Verbesserung um 49 MioEUR auf 79 MioEUR.

In beiden Unternehmensbereichen haben das Umsatzwachstum und die Auswirkungen des 2013 gestarteten Programms zur Steigerung der Kosteneffizienz zur Verbesserung der Ergebnissituation beigetragen.

Der Halbjahresüberschuss im Konzern steigt auf 34 MioEUR, nach -6 MioEUR im ersten Halbjahr 2014. Daraus leitet sich auch ein deutlicher Zuwachs beim Ergebnis pro Aktie ab: Es erhöht sich im ersten Halbjahr 2015 auf 1,03 EUR nach 0,01 EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Auftragsbestand im Rheinmetall-Konzern erhöhte sich zum 30. Juni 2015 im Vergleich zum Vorjahresstichtag (6,5 MrdEUR) signifikant und erreicht mit 7,1 MrdEUR ein Rekordniveau.

Defence steigert Umsatz und verbessert Ergebnis

Rheinmetall Defence hat im zweiten Quartal 2015 den Break-Even erreicht und erzielte ein leicht positives Quartals-EBIT von 1 MioEUR, nach einem Verlust von -11 MioEUR im zweiten Quartal des Vorjahres.

Bezogen auf das gesamte erste Halbjahr 2015 weist die Defence-Sparte zwar noch einen Verlust aus: Mit -27 MioEUR ist das Ergebnis aber um 27 MioEUR besser als im ersten Halbjahr 2014 (-54 MioEUR) ausgefallen. Traditionell werden im Defence-Geschäft die wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträge erst in der zweiten Jahreshälfte erwirtschaftet.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Defence stieg im ersten Halbjahr 2015 um 159 MioEUR oder 18% auf 1.054 MioEUR (erstes Halbjahr 2014: 895 MioEUR). Währungsbereinigt betrug das Wachstum 15%.

Rheinmetall Defence war im ersten Halbjahr erfolgreich in den Märkten unterwegs und konnte den Auftragseingang auf 1.235 MioEUR steigern, nach 1.074 MioEUR im ersten Halbjahr 2014. Dies entspricht einem Zuwachs um 15%.

Die Book-to-Bill-Ratio lag weiterhin über 1. Der Auftragsbestand des Unternehmens-bereichs beziffert sich zum Halbjahr auf 6.728 MioEUR – ebenfalls ein neuer Höchstwert.

Automotive: Umsatz-Rendite klettert auf 8,5%

Rheinmetall Automotive knüpft mit einer ausgezeichneten Ergebnisentwicklung nahtlos an das erfolgreiche Vorjahr an. Automotive profitiert nach der abgeschlossenen Restrukturierung von einer nachhaltigen Effizienzsteigerung und zeigt sich mit einem zukunftsweisenden Produktmix bestens aufgestellt für den aktuellen und den künftigen Bedarf der Märkte.

Automotive erzielte im ersten Halbjahr 2015 einen Umsatz von 1.340 MioEUR. Mit einem Zuwachs von 104 MioEUR oder 8% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum hat der Bereich das globale Produktionswachstum von 1% wiederum deutlich übertroffen. Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum des Unternehmensbereichs Automotive immer noch bei 5%.

Überproportional ist der Zuwachs beim EBIT ausgefallen. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres erwirtschaftete die Automotive-Sparte von Rheinmetall ein um 21 MioEUR oder 23% verbessertes operatives Ergebnis von 114 MioEUR. Damit stieg die Rendite auf 8,5%, nach 7,5% im Vorjahr.

Besonders stark wachsen weiterhin die in den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs Automotive nicht enthaltenen chinesischen Joint Venture-Gesellschaften. Sie erzielten im ersten Halbjahr 2015 – auf 100%-Basis gerechnet – ein Wachstum von 40% auf 421 MioEUR gegenüber 300 MioEUR im Vorjahr. Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum der Joint Venture immer noch 16%, während die chinesische Automobilproduktion im ersten Halbjahr gemessen am Vergleichszeitraum des Vorjahres um 8% gestiegen ist.

Auch wenn die prognostizierten Zuwachsraten für die Automobilproduktion in China zuletzt nach unten korrigiert wurden, erwarten Experten für das zweite Halbjahr 2015 dort ein Wachstum von rund 5%, was nach wie vor deutlich über dem der traditionellen Automobilmärkte liegt.

Konzernprognose präzisiert

Umsatz – Rheinmetall präzisiert seine Prognose und rechnet für das laufende Geschäftsjahr im Konzern mit einem Jahresumsatz von 5,0 MrdEUR, dem oberen Ende der bisherigen Zielspanne von 4,8 bis 5,0 MrdEUR.

Auch für die beiden Unternehmensbereiche rechnet Rheinmetall mit Umsatzerlösen am oberen Ende der bisherigen Erwartungen, die für Automotive bei 2,5 bis 2,6 MrdEUR und für Defence bei 2,3 bis 2,4 MrdEUR lagen.

Operatives Ergebnis und EBIT – Im Unternehmensbereich Defence erwartet Rheinmetall eine Rendite bezogen auf das operative Ergebnis von 3%. Für den Unternehmensbereich Automotive wird damit gerechnet, das Renditeziel von 8% zu erreichen. Unter Berücksichtigung von Holdingkosten, die mit rund 20 MioEUR prognostiziert werden, ergibt sich für den Konzern im laufenden Geschäftsjahr eine Renditeerwartung von rund 5%.

Die Prognosen basieren auf der Annahme einer weiterhin stabilen Entwicklung der weltweiten Automobilkonjunktur und setzen voraus, dass alle Großprojekte im Defence-Bereich wie vorgesehen realisiert werden können.

Rheinmetall AG

Dr. Philipp von Brandenstein
Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-01
Fax: +49 211 473-4158

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