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29.09.2016

Rheinmetall modernisiert und erweitert das Gefechtsübungszentrum Heer der Bundeswehr

Aufträge im Gesamtwert von 24 MioEUR

Die Rheinmetall AG hat mehrere wichtige Modernisierungsaufträge der Bundeswehr im Wert von insgesamt rund 24 MioEUR erhalten. Rheinmetall wird bis 2020 die Systemtechnik des Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ), eines der weltweit modernsten militärischen Übungszentren, in der Altmark, Sachsen-Anhalt, in gestaffelten Projekten erweitern. Die im zweiten Quartal des Geschäftsjahres gebuchten Aufträge umfassen unter anderem spezielle Erweiterungen in der Software der Zentrale für die Leitung und Auswertung von Ausbildungsdurchgängen in der neuen Übungsstadt „Schnöggersburg“ auf dem Areal des GÜZ sowie die Modernisierung des Datenkommunikationssystems der Trainingseinrichtung.

Der Rheinmetall-Geschäftsbereich Simulation und Training ist mit entsprechenden Leistungen durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr beauftragt worden und bereitet das GÜZ nun insbesondere auch auf die Durchführung von MOUT-Übungen („military operations in urban terrain“) vor.

Die Erweiterung und Modernisierung des GÜZ umfasst folgende Einzelprojekte:

  • Die Hardware der vorhandenen GÜZ-Systemtechnik in der Zentrale wird auf den neuesten Stand gebracht.
  • Mit der Regeneration des Kommunikationssystems werden die Soft- und Hardware zur Anbindung des Truppensprechfunks und der Netzwerktechnik modernisiert.

Zusätzlich wird die GÜZ-Leitungszentrale um Fähigkeiten zur Leitung und Auswertung von Übungen in einem urbanen Umfeld erweitert. Militärische Operationen in bebautem Gelände (MOUT) gehören zu den anspruchsvollsten taktischen Aufgaben überhaupt. Sie werden zukünftig in der speziell dafür errichteten Stadtanlage „Schnöggersburg“ geübt, die über zahlreiche Infrastrukturelemente einer modernen Großstadt verfügen wird.

Im Gefechtsübungszentrum Heer können Truppenteile in jeder Zusammensetzung auf alle denkbaren Aufgaben umfassend vorbereitet und realitätsnah ausgebildet werden. Dazu gehören künftig auch die Ausbildung der Streitkräfte in urbanen Operationen und die Einbindung der Ausstattung „Infanterist der Zukunft“ (IdZ), für dessen erweitertes System (Gladius/ IdZ-ES) Rheinmetall ebenfalls Verantwortung trägt.

Im permanent stattfindenden Übungsbetrieb des GÜZ fällt kein einziger scharfer Schuss – alle Waffen sind mit Lasersendeeinheiten versehen, während Sensoren im potentiellen Ziel mögliche Treffer anzeigen und den Soldaten wie auch ihren Ausbildern sichtbar machen. Die Vernetzung aller Übungsteilnehmer im System macht es im Zuge der Nachbesprechung und Auswertung im Sinne eines bestmöglichen Lernerfolges möglich, einzelne Übungsabläufe zu analysieren und hinsichtlich möglicher Verbesserungen zu bewerten.

Die simulationsgestütze Ausbildung von Operationen im urbanen Umfeld ist besonders anspruchsvoll, weil die Positionsermittlung der Übungsteilnehmer zur Darstellung auf einem Lageschirm in engen Straßenschluchten oder innerhalb von Gebäuden nicht über ein GPS-basiertes System erfolgen kann. Die Simulation von Waffenwirkung auf ein Gebäude und die darin befindlichen Personen ist ausschließlich mit dem simulierten Laserschuss nicht möglich, zusätzliche Instrumentierungen innerhalb der Infrastruktur sind erforderlich. Eine weitere Herausforderung besteht in der echtzeitnahen Übertragung und Auswertung erheblicher Mengen an Übungsdaten zur Leitungszentrale.

Um die herausfordernden Szenare üben zu können, bedarf es einer adäquaten technischen Übungsinfrastruktur, welche die bisher eingesetzten Live-Simulationsprodukte um wesentliche Fähigkeiten ergänzen muss. Rheinmetall hat mit der

Legatus-Produktreihe eine hochmoderne und leistungsfähige Produktfamilie entwickelt, die sich bereits auch bei anderen Streitkräften im weltweiten Einsatz bewährt hat. Rheinmetall hatte erst kürzlich einen Auftrag eines internationalen Kunden erhalten, eine nur für Ausbildungszwecke errichtete Übungsstadt mit entsprechender Live-Simulationstechnik der Legatus-Produktreihe auszustatten.

Rheinmetall AG

Unternehmensbereich Defence
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Oliver Hoffmann
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Pressemitteilung