03.11.2016

Kräftiger Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis

Prognose: Umsatz 2016 soll auf 5,6 MrdEUR steigen

  • Konzernumsatz steigt währungsbereinigt um 10% auf 3.904 MioEUR
  • Operatives Konzernergebnis erhöht sich um 30% oder 42 MioEUR auf
    182 MioEUR
  • Defence mit starkem Umsatzwachstum von 18% auf 1.912 MioEUR und deutlich verbessertem operativen Ergebnis von 32 MioEUR
  • Automotive steigert Umsatz nach gutem 3. Quartal 2016 auf 1.992 MioEUR, operative Marge mit 8,2% auf hohem Niveau
  • Auftragsbestand weiterhin über 7 MrdEUR

Mit deutlichem Wachstum bei Umsatz und Ertrag geht die Düsseldorfer Rheinmetall AG auf die Zielgerade für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016. In den ersten neun Monaten konnten beide Sparten ihr Geschäftsvolumen steigern, wobei Defence beim Umsatz besonders kräftig wächst und auf der Ertragsseite deutlich zulegt. Automotive zeichnet sich durch eine stabile Geschäftsentwicklung bei unverändert hoher Rentabilität aus.

Der erfolgreiche Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen veranlasst den Technologiekonzern dazu, seine Jahresprognose für 2016 anzupassen. Rheinmetall peilt nun einen Konzernumsatz von 5,6 MrdEUR (bisherige Prognose: 5,5 MrdEUR) sowie eine operative Ergebnismarge von unverändert rund 6% an.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG:

„Wir freuen uns über eine anhaltend positive Entwicklung im Konzern. Das kräftige Wachstum zeigt, dass wir als global agierender Technologiekonzern in den wichtigen Märkten sehr gut positioniert sind. Wir profitieren mit unserer Defence-Sparte vom wachsenden Bedarf vieler Länder an Lösungen zur Sicherheitsvorsorge, sowohl in zivilen wie in militärischen Bereichen. Mit unserer breitgefächerten Produktpalette sind wir bestens aufgestellt, unsere Marktpositionen auszubauen und organisch weiter zu wachsen. Im Automotive-Bereich widmen wir uns nicht nur den hochaktuellen Themen der Treibstoff- und Emissionsreduzierung, sondern erweitern unsere Kompetenzen auch auf alternative Antriebstechniken. Zusätzlich profitieren wir vom Wachstum in den wichtigen Automobilmärkten rund um den Globus.“

In den ersten neun Monaten 2016 erzielte Rheinmetall einen Konzernumsatz von 3.904 MioEUR; gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Anstieg des Geschäftsvolumens um 322 MioEUR oder 9%. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 10%.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten neun Monaten 2016 erhöhte sich deutlich um 42 MioEUR oder 30% auf 182 MioEUR. Das Vorsteuerergebnis (EBT) stieg von 96 MioEUR auf 140 MioEUR (+46%), das Konzernergebnis erreichte 99 MioEUR nach 64 MioEUR im Vorjahreszeitraum (+55%).

Damit steigt das Ergebnis je Aktie im Berichtszeitraum von 1,89 EUR (2015) auf 2,22 EUR.

Der Auftragsbestand des Rheinmetall-Konzerns erhöhte sich ebenfalls und lag am 30.09.2016 mit 7.359 MioEUR um 371 MioEUR über dem entsprechenden Vorjahreswert (6.988 MioEUR).

Der Auslandsanteil des Umsatzes blieb mit 77% auf unverändert hohem Niveau. Regionale Absatzschwerpunkte waren neben dem deutschen Markt (23%) das europäische Ausland (33%), gefolgt von Asien (22%) und Nord- und Südamerika (13%).

Defence: Starkes Wachstum bei Umsatz, Ertrag und Auftragseingang

Mit 1.912 MioEUR hat der Umsatz des Unternehmensbereichs Defence in den ersten neun Monaten 2016 um 287 MioEUR oder 18% deutlich gegenüber dem Vorjahreswert von 1.625 MioEUR zugelegt. Währungsbereinigt beträgt das Wachstum 20%.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Sparte hat sich gegenüber dem Vorjahr um 43 MioEUR auf 32 MioEUR verbessert und war damit erstmals nach 2012 in den ersten neun Monaten eines Jahres positiv.

Einen positiven Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatte insbesondere die deutliche Umsatzsteigerung in der Division Weapon and Ammunition, die ein Umsatzplus von rund 50% auf 720 MioEUR erzielte.

Die Division Electronic Solutions steigerte ihren Umsatz nur leicht von 488 MioEUR auf 501 MioEUR. Ein deutliches Wachstum in Höhe von 16% weist der Bereich Vehicle Systems aus. In erster Linie resultierend aus einem LKW-Auftrag für Australien erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten von 787 MioEUR auf 909 MioEUR.

Auch beim Auftragseingang verzeichnet der Unternehmensbereich Defence einen kräftigen Zuwachs in Höhe von rund einem Drittel. In den ersten neun Monaten 2016 wurden Order in Höhe von 2.325 MioEUR in die Bücher genommen, was gegenüber dem Vorjahr (1.774 MioEUR) einem Zuwachs von 31% oder 551 MioEUR entspricht.

Den größten Einzelauftrag im dritten Quartal 2016 verbuchte die Division Vehicle Systems. Von einer industriellen Kooperation werden insgesamt 88 geschützte Transport-Kraftfahrzeuge GTK Boxer an die Streitkräfte Litauens ausliefert. Der auf Rheinmetall entfallende Umsatzanteil dieses Auftrags, der 2017 bis 2021 ausgeführt wird, umfasst 166 MioEUR.

Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 1,2. Der Auftragsbestand des Unternehmensbereichs belief sich zum 30.09.2016 auf 6.891 MioEUR und lag damit um 344 MioEUR über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Automotive: Zielmarge mit 8,2% übertroffen

Rheinmetall Automotive erzielte – getrieben durch ein Umsatzwachstum von 4% im dritten Quartal – in den ersten neun Monaten 2016 einen Umsatz von 1.992 MioEUR und lag damit um 2% über dem Vorjahreswert. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 163 MioEUR und einer operativen Marge von 8,2% wurde die Zielmarge von 8% leicht übertroffen.

Das Umsatzwachstum wird von den Bereichen Mechatronics und Aftermarket getragen. Die Division Mechatronics setzte ihren Wachstumskurs fort und steigerte den Umsatz auf 1.141 MioEUR (+5%).

Die Division Aftermarket konnte ebenfalls zulegen. Sie erzielte einen Umsatz von 225 MioEUR, was einem Zuwachs von 4% entspricht.

Die aktuelle Schwäche im Markt für Großkolben, ausgelöst durch Nachfragerückgänge z.B. bei schweren Allrad-Nutzfahrzeugen, sowie der fortdauernde starke Rückgang der Automobilproduktion in Brasilien haben zu einem Umsatzrückgang in der Division Hardparts auf 699 MioEUR geführt, nach 727 MioEUR im Vorjahr.

Joint Ventures mit chinesischen Partnern legen weiter zu

Die in den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs Automotive nicht enthaltenen Joint Venture-Gesellschaften in China konnten den Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 von 587 MioEUR auf 620 MioEUR um 6% steigern.

Die 100%-Tochtergesellschaften in China legten beim Umsatz um 16% auf 74 MioEUR zu.

Ausblick

Umsatzprognose für den Konzern angepasst

Für das Gesamtjahr 2016 passt Rheinmetall die bisherige Umsatzprognose von 5,5 MrdEUR auf 5,6 MrdEUR an. Dies resultiert aus einem aktuell höher prognostizierten Umsatz im Unternehmensbereich Defence, der jetzt bei rund 2,9 MrdEUR erwartet wird, nach zuletzt geschätzten 2,8 MrdEUR. Für den Bereich Automotive wird die Umsatzprognose von rund 2,7 MrdEUR für das Gesamtjahr bestätigt.

Ergebnisverbesserung und weiter steigende Profitabilität bei Defence

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet Rheinmetall im Konzern unverändert mit weiteren Ergebnisverbesserungen. Für den Unternehmensbereich Defence wird in Verbindung mit dem Umsatzwachstum 2016 mit einem weiteren Anstieg der Profitabilität gerechnet und eine Umsatzrendite zwischen 4,5 und 5,0% bezogen auf das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern prognostiziert. Für Rheinmetall Automotive wird für 2016 mit einer stabilen Entwicklung der Profitabilität gerechnet, also mit einer Rendite von rund 8%. Für den Rheinmetall-Konzern errechnet sich – unter Berücksichtigung von Holdingkosten in Höhe von rund 20 MioEUR – eine erwartete Rendite von rund 6%.

Rheinmetall AG

Dr. Philipp von Brandenstein
Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-01
Fax: +49 211 473-4158

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