09.08.2013

Rheinmetall: Stabile Entwicklung in Automotive, hoher Auftragseingang in Defence

  • Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2013 um 8% gesunken
  • Operatives Konzern-EBIT liegt bei 29 MioEUR, aber 63 MioEUR unter Vorjahr
  • Automotive trotzt der Schwäche im europäischen Automobilbau und zeigt Ergebnisstabilität
  • Defence mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisrückgang, aber zweistelligem Plus beim Auftragseingang
  • Prognose für das Gesamtjahr 2013 aufgrund reduzierter Erwartungen bei Defence zurückgenommen

Die Geschäftsentwicklung des Rheinmetall-Konzerns zeigt im ersten Halbjahr 2013 ein gemischtes Bild: So hat sich der Unternehmensbereich Automotive trotz der rückläufigen Automobilkonjunktur in Europa, weiterhin sehr gut behauptet. Dagegen bleibt das unter Budgetkürzungen in wichtigen Kundenstaaten leidende Defence-Geschäft beim Umsatz und Ergebnis hinter den Vorjahren zurück. Allerdings hat sich die operative Performance des Defence-Bereiches im zweiten Quartal 2013 gegenüber der Entwicklung der ersten drei Monate des Geschäftsjahres deutlich erholt.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „2013 ist für uns ein Übergangsjahr, in dem wir die Weichen für profitables Wachstum in der Zukunft stellen. Bei der Umsetzung unseres Strategieprogramms ‘Rheinmetall 2015‘ kommen wir gut voran. Zudem haben wir mit Großaufträgen in strategisch wichtigen Märkten bei Automotive und Defence unsere Position als führender Anbieter untermauert.“

Rheinmetall erzielte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 einen Konzernumsatz von 2.062 MioEUR, was einem Rückgang um 8% gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 (2.253 MioEUR) entspricht. Das Geschäftsvolumen reduzierte sich insbesondere im Unternehmensbereich Defence, während sich der Umsatz des Bereichs Automotive insgesamt stabil entwickelte.

Der rückläufige Umsatz sowie erhöhte Projekt- und Akquisitionskosten im Defence-Geschäft führen dazu, dass auch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Rheinmetall-Konzerns hinter den Vergleichszahlen des Vorjahres zurück bleibt. Rheinmetall weist für die ersten sechs Monate ein operatives EBIT (EBIT vor Sondereffekten) von 29 MioEUR aus, nach 92 MioEUR im ersten Halbjahr 2012.

Im Quartalsvergleich zeigt sich jedoch eine positive Entwicklung. Das operative EBIT erhöht sich deutlich von -14 MioEUR in den ersten drei Monaten auf 43 MioEUR im zweiten Quartal 2013.

Unter Berücksichtigung der im ersten Halbjahr 2013 erfassten Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen von 47 MioEUR zeigt das EBIT im Konzern einen Verlust von -18 MioEUR, nach einem positiven EBIT von 123 MioEUR im Vorjahr.

Defence: Auftragseingang legt zweistellig zu

Der Umsatz von Rheinmetall Defence ist in den ersten sechs Monaten 2013 mit 834 MioEUR um 176 MioEUR oder 17% hinter dem Vorjahr (1.010 MioEUR) zurückgeblieben. Der Rückgang betraf die Divisionen Wheeled Vehicles und Combat Systems, in denen Budgetkürzungen wichtiger Kundenländer – insbesondere bei der Munitionsbeschaffung – spürbar wurden. Zum Vorjahresumsatz hatte der Mitte 2012 mehrheitlich veräußerte Bereich „Unbemannte Flugsysteme“ noch mit 22 MioEUR beigetragen.

Insbesondere der Umsatzrückgang wirkte sich negativ auf die Ergebnisentwicklung aus. Nachdem im Vorjahr ein positives operatives EBIT (EBIT vor Sondereffekten) von 25 MioEUR erwirtschaftet wurde, in dem noch ein Ergebnisbeitrag von 2 MioEUR des veräußerten Bereichs „Unbemannter Flugsysteme“ enthalten war, wird für das erste Halbjahr 2013 ein operatives Ergebnis von -48 MioEUR ausgewiesen. Allerdings war das operative EBIT im zweiten Quartal mit -5 MioEUR nur noch leicht negativ.

Für die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen wurden im ersten Halbjahr 2013 Belastungen in Höhe von 26 MioEUR verbucht. Insgesamt rechnet der Unternehmensbereich Defence für 2013 mit Restrukturierungsaufwendungen von 40 bis 50 MioEUR.

Mit einer Reihe wichtiger neuer Aufträge hat Rheinmetall Defence im ersten Halbjahr seine Präsenz in den internationalen Märkten gestärkt, neue Kundenländer gewonnen und gleichzeitig den Auftragsbestand nochmals erhöht. Zum 30. Juni 2013 hatte der Unternehmensbereich Aufträge im Wert von 5.383 MioEUR in den Büchern, nach 4.589 MioEUR zwölf Monate zuvor.

Der Auftragseingang der Defence-Sparte ist im ersten Halbjahr auf 1.282 MioEUR gestiegen, das ist ein Plus von 144 MioEUR oder 13% gemessen am Vorjahreswert von 1.138 MioEUR. Davon entfallen 475 MioEUR auf einen Großauftrag, den Rheinmetall im Zusammenhang mit der Lieferung von Panzern und Panzerhaubitzen nach Katar erhalten hat. Ebenfalls im zweiten Quartal wurde ein Auftrag über Militär-LKWs im Wert von 70 MioEUR für Neuseeland gebucht.

Der im Juli 2013 erteilte Großauftrag über 2.500 militärische Transportfahrzeuge für die australischen Streitkräfte mit einem Gesamtwert von rund 1,1 MrdEUR wird sich erst in den Zahlen des dritten Quartals 2013 niederschlagen.

Rund zwei Drittel der Bestellungen von Rheinmetall Defence stammen mittlerweile aus Kundenländern außerhalb Europas: Der Anteil am Auftragseingang, der in außereuropäischen Ländern erzielt wurde, erhöhte sich von 46% im Vergleichszeitraum 2012 auf 66% im ersten Halbjahr 2013.

Automotive mit stabiler Umsatzentwicklung

Dem Automotive-Bereich ist es mit seiner zunehmenden Orientierung auf außereuropäische Wachstumsmärkte gelungen, negative Einflüsse der in Europa rückläufigen Automobilkonjunktur abzuwenden.

Mit einem Umsatz von 1.228 MioEUR erreicht die Sparte in den ersten sechs Monaten das hohe Niveau des Vorjahreszeitraums, in dem ein Umsatz von 1.243 MioEUR erzielt wurde. Mit dem marginalen Rückgang von 1% oder 15 MioEUR behauptete sich der Unternehmensbereich Automotive in einem schwachen europäischen Automobilmarkt, der im selben Zeitraum um knapp 6% schrumpfte.

Auch das Ergebnis von Automotive knüpft an das hohe Vorjahresniveau an. Das operative EBIT (EBIT vor Sondereffekten) im ersten Halbjahr 2013 beträgt 77 MioEUR und liegt damit nur 4 MioEUR unter dem Rekordwert des Vorjahres (81 MioEUR).

Hierzu hat insbesondere das gute 2. Quartal beigetragen. Mit einem operativen Ergebnis von 46 MioEUR konnte eine deutliche Steigerung gegenüber dem 1. Quartal (31 MioEUR) verzeichnet werden.

Die Restrukturierungsmaßnahmen zur Optimierung von Fertigungsabläufen und zur Anpassung von Kapazitäten verlaufen planmäßig. Hierfür wurden im ersten Halbjahr Aufwendungen in Höhe von 21 MioEUR verbucht, das Volumen im Gesamtjahr soll 35 MioEUR betragen.

Mit innovativer Technologie hat der Unternehmensbereich Automotive im ersten Halbjahr 2013 eine Reihe wichtiger Aufträge gewinnen können, darunter mehrere Großaufträge von namhaften amerikanischen Automobilherstellern für die Lieferung von hochmodernen Öl- und Vakuumpumpen sowie Abgasrückführmodulen, Magnetventilen und Drosselklappen. Das Umsatzvolumen dieser langfristigen Aufträge beträgt mehr als 400 MioEUR; der Produktionsstart ist für Anfang 2015 geplant.

Die in den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs Automotive nicht enthaltenen chinesischen Joint Ventures erzielten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 – auf einer 100%-Basis gerechnet – ein Wachstum von 26% auf 246 MioEUR gegenüber 196 MioEUR im Vorjahr. Das EBIT stieg überproportional um 5 MioEUR oder 33% auf 20 MioEUR an.

Jahresprognose für Defence reduziert; Ausblick für Automotive bestätigt

Trotz eines im zweiten Quartal 2013 gegenüber dem ersten Quartal deutlich verbesserten operativen Ergebnisses rechnet Rheinmetall nicht mehr damit, das ursprünglich für den Defence-Bereich erwartete operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT vor Sondereffekten) von 130 MioEUR zu erreichen. Die Prognose für das operative EBIT der Verteidigungssparte wird auf 60 MioEUR bis 70 MioEUR reduziert. Ausschlaggebend ist die um rund 100 MioEUR von 2,4 MrdEUR auf 2,3 MrdEUR reduzierte Jahresumsatzprognose für den Unternehmensbereich Defence. Wesentliche Ursache dafür sind Budgetkürzungen in wichtigen Kundenländern, die insbesondere das Munitionsgeschäft betreffen, in dem der kurzfristige Bedarf hinter den Erwartungen zurückbleibt. Daneben rechnet Rheinmetall mit zusätzlichen Akquisitionskosten für volumenstarke Programme sowie mit erhöhten Abwicklungskosten bei einzelnen Aufträgen.

Für den Unternehmensbereich Automotive geht Rheinmetall – nach einer guten Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2013 – unverändert von der Erreichung der ursprünglichen Ziele aus. Bei einem erwarteten Umsatz im Gesamtjahr 2013 von 2,4 MrdEUR bis 2,5 MrdEUR soll ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT vor Sondereffekten) von rund 140 MioEUR erreicht werden.

Für den Konzern erwartet Rheinmetall bei einem Jahresumsatz zwischen 4,7 MrdEUR und 4,8 MrdEUR nunmehr ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT vor Sondereffekten) zwischen 180 MioEUR und 200 MioEUR. Die ursprüngliche Prognose lag bei 240 MioEUR bis 260 MioEUR.

Strategieprogramm „Rheinmetall 2015“

Das Geschäftsjahr 2013 ist für Rheinmetall ein Jahr des Übergangs zu einer verbesserten Profitabilität. Durch die Umsetzung des Strategieprogramms „Rheinmetall 2015“, das vor allem die Themen Internationalisierung, Produktinnovationen und Kosten in den Fokus rückt, will das Unternehmen nachhaltig seine führende Stellung in einer Reihe von Märkten ausbauen und die Profitabilität stärken. Die hierzu notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen werden planmäßig und konsequent umgesetzt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Rheinmetall mit Restrukturierungsaufwendungen in einem Gesamtvolumen zwischen 75 MioEUR und 85 MioEUR. Sie sollen ab 2015 zu jährlichen Einsparungen von 60 MioEUR bis 75 MioEUR führen.

Rheinmetall AG

Dr. Philipp von Brandenstein
Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-01
Fax: +49 211 473-4158

Pressemitteilung Zwischenbericht (H1)

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