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ABC-Spürfuchs ist international geschätzt

Radpanzer Fuchs ist ein äußerst zuverlässiges "Arbeitstier" der Bundeswehr

Der Fuchs ist schlau und schnell. Beide Attribute des legendären Reineke treffen auch auf den vielseitigen und bewährten Transportpanzer gleichen Namens zu. Sein schlaues Konzept erlaubt zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten, und mit seinem leistungsfähigen Fahrwerk (Antriebsformel 6x6) ist er nicht nur bis zu 100 Kilometer pro Stunde schnell, sondern auch in schwerem Gelände äußerst mobil. Bereits in den 1970er Jahren eingeführt, zählt der Radpanzer Fuchs noch heute zu den zuverlässigsten „Arbeitstieren“ der Bundeswehr.

Rund 900 Fahrzeuge in mehr als 30 verschiedenen Varianten (davon 16 Varian-ten 1A8) werden die deutschen Streitkräfte weiter nutzen – ein großer Teil davon auf dem derzeit modernsten Konstruktionsstand Fuchs 1A8. In dessen Design flossen die Erfahrungen aus den zahlreichen Auslandseinsätzen ein. Dies äußert sich durch verstärktes Fahrgestell und Antriebsstrang, höheres Schutzniveau, neues Staukastenkonzept sowie Integration einer fernlenkbaren Waffenstation. Das alles steigert das Gewicht zwar auf rund 20 Tonnen, aber an Agilität geht nichts verloren.

Weltweit erlangte vor allem eine besondere Variante des Fuchses Berühmtheit: der zur Aufklärung atomarer, biologischer und chemischer Kampfstoffe ausgelegte „ABC-Spürfuchs.“ 102 befinden sich im Bestand der deutschen ABC-Abwehrtruppe, davon bislang acht in der 1A8-Version. Großbritannien hat derzeit elf Spürfüchse im Bestand, Norwegen nutzt sechs, ebenso die Niederlande, Saudi-Arabien zehn und die Vereinigten Arabischen Emirate 32. Von Rheinmetall stammt nicht nur das Trägerfahrzeug; vor allem für die umfassende Integration und Vernetzung der an Bord befindlichen Vielzahl unterschiedlichster Einzelsensoren zeichnet das wehrtechnische Systemhaus verantwortlich. Vier Mann bedienen in der Regel das System: Fahrer, Kommandant, Spürer 1 und Spürer 2.

Von Rheinmetalls Kompetenz im Bereich der ABC-Abwehr - oder wie es heute neudeutsch heißt - CBRNE-Defence (Chemical, Biological, Radiological, Nuclear, Explosives) profitieren aber auch zivile Einsatzkräfte. So setzt beispielsweise die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen zivile ABC-Spürfahrzeuge mit Rheinmetall-Technologie ein.

Der produktive „Fuchsbau“ befindet sich in Kassel: In den ehemaligen Henschel-Werken unterhält Rheinmetall MAN Military Vehicles bis heute alle notwendigen Voraussetzungen für Instandsetzung, Modernisierung – und Neufertigung von integrierten Systemen inkl. der zugehörigen Trägerfahrzeuge. So konnte durch den Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Jahr 2005 zur Lieferung von 32 modernen, vollintegrierten ABC-Spürsystemen das neue Trägerfahrzeug Fuchs 2 entwickelt werden. Der weitere Erfolg dieses Produkts ist ein eindrucksvoller Beweis für die Richtigkeit dieser Strategie. So laufen aktuell in der documenta-Stadt die ersten Exemplare für Algerien von den Bändern; das nordafrikanische Land wird freilich demnächst die Endmontage seiner Fahrzeuge in eigens dafür eingerichteten heimischen Produktionsstätten vornehmen.

1 Doppelradspürgerät – zwei silikonummantelte Räder zur lückenlosen, automatischen Erkennung sesshafter Kampf- und Gefahrstoffe am Boden während der Fahrt

2 Standoff-Infrarot-Detektor – er erkennt flüchtige chemische Gefahrstoffe in der Luft auf große Entfernung

3 „ABC-Heck“ mit u.a. Röhrenmagazin zum Probentransport, Markerschleuse, Handschuhausgriff und Zange zur manuellen Probennahme

4 Massenspektrometer (hinter dem Bedienerplatz) zur chemischen Analyse der gesammelten Proben

5 Bedienerplatz mit der Rheinmetall-Software „NBC-Inspector“ – das Herzstück des ABC-Rüstsatzes im Spürfuchs

6 Zentrales Computersystem

7 Fernbedienbare Waffenstation FLW 200 – unter Schutz bedienbar, dient sie zur Selbstverteidigung

  • Rheinmetall AG

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