Rheinmetall in Südafrika

Mehr Energie

Strom aus Wind, aus Wasserkraft und Sonnenenergie sowie grüner, sprich CO2-neutral produzierter Wasserstoff: Das sind die Ressourcen, mit denen die Welt unabhängig wird von fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas und Kohle. Soweit die Theorie. In Südafrika nutzt das Rheinmetall Joint Venture RDM (Rheinmetall Denel Munition) sein Know-how in Chemie und im Industrieanlagenbau und lässt aus Theorie Wirklichkeit werden, um die Energiewende in Südafrika zu unterstützen und die Rheinmetall eigenen Klimaziele zu erreichen. Jenseits des Kerngeschäfts Großkalibermunition entsteht an den fünf Standorten in Südafrika viel Neues in Sachen erneuerbare Energien.

Das energiehungrige Südafrika gewinnt 90 Prozent seines Stroms immer noch aus zumeist veralteten Kohlekraftwerken. Die meisten von ihnen sind technisch überholt, schlecht gewartet und marode. Regelmäßig schaltet der Energieversorger Eskom den Strom komplett ab. Ganze Stadtteile und Regionen sind dann für Stunden von der Stromzufuhr getrennt. Bis 2050 sollen aber erneuerbare Energien diese fossilen Energien in Südafrika ersetzen. Auch deshalb arbeitet RDM daran, nicht nur für den Eigenbedarf grüne Energie zu erzeugen. Getrie-ben vom Rheinmetall-typischen Innovations-Gen nutzen die 2550 Beschäftigen ihr Know-how für neue Wege in der Energieerzeugung.

Wie das alles funktioniert und wie aus dem Anspruch, bis 2035 CO2-Neutralität zu erreichen, neue Geschäftsfelder entstehen, beschreibt der 42jährige RDM-Chef Jan-Patrick Helmsen. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er nichts von wohlfeilen Ankündigungen und umso mehr von intelligenten Lösungen hält: Nicht reden – Machen!

In Lösungen denken

Die RDM-Strategie in Sachen Energie und CO2-Bilanz erklärt sich zunächst aus der Notwen-digkeit, eine aus externen Quellen gespeiste, chronisch unzuverlässige Stromversorgung durch eigene Ressourcen zu ergänzen und letztlich zu ersetzen. Weniger CO2 entsteht bei RDM durch viele verschiedene Maßnahmen. Dazu zählt die Umstellung der gesamten Fahrzeugflotte für den innerbetrieblichen Warentransport – 350 Fahrzeuge – auf Elektroantrieb sowie deren Versorgung mit eigens designten charging-stations aus hauseigenen Solarfarmen. Zwei neue Elektrobusse für den innerbetrieblichen Personenverkehr, weitere Kleinfahrzeuge und ein eScooter-System, ähnlich denen, die in Europa Teil städtischer Mobilitätskonzepte sind, sind der erste Schritt und ergänzen den RDM-Fuhrpark. Auch der unternehmenseigene Kindergarten "Bundle Of Joy" produziert per Solar-Panels seinen eigenen Strom und ist bereits CO2-neutral. In diesem Kindergarten wird nicht nur der Rheinmetall-Nachwuchs, sondern auch die Kinder der benachbarten Viertel aber auch und ganz besonders die Kinder des angrenzenden Townships für eine bildungsorientierte Zukunft vorbereitet. Was passt da besser als eine unabhängige und grüne Energiebereitstellung der Zukunft – und zwar schon heute.

Vorhandenes Wissen neu nutzen

Container 1 enthält Solarpanels.

Container 2 die Elektrolyse-Anlage zur Produktion von Wasserstoff.

Container 3 dient als Lager.

In Container 4 steckt die Brennstoffzelle.

Grüne Energie vom Himmel

Solaranlagen können in Südafrika aufgrund der intensiveren Sonneneinstrahlung etwa vier Mal so viel Strom erzeugen wie in Deutschland. Das ist eine Steilvorlage in Richtung „Grüner Wasserstoff“, der mit Strom aus großen Solarfarmen CO2-neutral produziert werden kann. Schon unter Kanzlerin Angela Merkel wurden zu diesem Thema zwischen Deutschland und Südafrika Kooperationsabkommen geschlossen. Sie sollen zur Lösung der Energieprobleme beider Länder beitragen und auch auf das Ziel der CO2-Neutralität einzahlen. Ende Mai 2022 wurde das Thema von Bundeskanzler Olaf Scholz bei seinem Besuch in Südafrika in Gesprächen mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa weiter vorangetrieben. Ähnliche Gespräche der deutschen Seite gibt es unter anderem mit Australien.

Zukunft passiert jetzt

Wie passt das Thema grüner Wasserstoff mit dem Kerngeschäft von RDM zusammen? Als Unternehmen der Chemieindustrie arbeitet RDM an Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Großkalibermunition für die Artillerie, an Gefechtsköpfen und Antrieben für Raketen und auch an der Herstellung von Sprengstoff für die Minenindustrie, aber auch in der Produktion von Aluminiumsulfat für die Trinkwasseraufbereitung der Region Western Cape. Hinzu kommen Konstruktion und Bau von Industrieanlagen (Plant Engineering).

Die vertikale Integration bei RDM liegt bei nahezu 100 Prozent. Anders formuliert heißt das, RDM macht praktisch alles selbst und ist fast in keinem Bereich auf fremdes Know-how angewiesen. Natürlich gibt es Zulieferer, allein in Südafrika sind das etwa 1500, doch es geht in keinem Fall um den Zukauf von Wissen. Der Bereich Plant Engineering vereint deshalb Chemie-Expertise mit umfassendem Wissen im Anlagenbau. Das sind die perfekten Vorausset-zungen für Projekte im Bereich Grüner Wasserstoff.

Rheinmetall Green H2-System - Beispiel für eine mobile Anwendung

Daily Green H2 für nachhaltige Energie

Null Kohlenstoff-Emissionen

O2 für medizinische Zwecke

24 Stunden stabiler, unabhängiger Strom aus Solarenergie

Mobil, modular und skalierbar für einsatzfähige Anforderungen

Die Rechnung geht auf

RDM besitzt 5500 Hektar unternehmenseigenen Grund, das sind 55 Millionen Quadratmeter. Genug Platz für den Bau von Solarfarmen. Selbst bei konservativer Rechnung ist damit die Produktion von mehreren Gigawattstunden Strom pro Jahr möglich.

Nutzt RDM diese Kapazitäten in vollem Umfang, kann das Unternehmen nicht nur den Ei-genbedarf an Strom CO2-neutral decken, sondern wird umweltfreundlich produzierten Strom, bzw. den in eigenen Anlagen damit erzeugten Wasserstoff, in großem Stil verkaufen. Und der bei der Elektrolyse ebenfalls entstehende Sauerstoff ist in Krankenhäusern ein begehrtes Gut.

„Wir stehen am Anfang einer großen und schnell voranschreitenden und sich neu zu definierenden Energieindustrie. Wir wollen bei dieser Entwicklung von Anfang an dabei sein und Rheinmetall als grünen Energiezulieferer in Südafrika etablieren!“, so Jan-Patrick Helmsen.

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