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Lebende Vielfalt

In den Kolbenhöfen wird wieder gearbeitet

Die Rheinmetall Immobiliengesellschaft (RIG) erreicht mit der Sanierung der Halle 7 einen wichtigen Meilenstein im Immobilienprojekt Kolbenhöfe in Hamburg Ottensen. In der ehemaligen Produktionsstätte von Kolbenschmidt haben die Betriebe der Kolbenwerk eG ihre Werkstätten und Büros eingerichtet und die Arbeit aufgenommen.

Auf dem einstigen Kolbenschmidt Produktionsgelände wurde im Rahmen des Entwicklungsprojekts der RIG mit der Übergabe der Halle 7 ein erster wesentlicher Teilabschnitt vollendet. Mit dem Einzug der Betriebe ist damit die Voraussetzung erfüllt, um spätestens Mitte 2020 mit dem Bau der Wohn- und Bürogebäude im Quartier Kolbenhöfe beginnen zu können.

Das Immobilienprojekt Kolbenhöfe ist ein besonderes Bauvorhaben der RIG, das in den nächsten Jahren in Hamburg realisiert wird. Wohnraum in enger Nachbarschaft mit lokalem Kleingewerbe, das ist der Leitfaden des Entwicklungsprojekts. In den lebendigen Hamburger Stadtteil Ottensen passt es damit ideal. Bis 2027 entstehen insgesamt rund 675 Wohneinheiten, davon werden rund 225 gefördert nach dem Hamburger Drittelmix, sowie rd. 20.000m² Gewerbefläche.

Betriebe sind Eigentümer ihrer Werkstätten

Ende 2017 haben die lokalen Betriebe der Kolbenwerk eG die Halle 7 von der RIG erworben. Zwei Jahre später haben die Genossen in der sanierten Halle ihre Arbeit aufgenommen. Aus dem früheren Provisorium in der Hinterlassenschaft des Kolbenschmidt Werks im Ortsteil Ottensen ist eine respektable Dauerlösung geworden. Die Betriebe haben eigens eine Genossenschaft gegründet und sind nun gemeinsam Eigentümer wie auch Nutzer des Objekts. Kunstschmiede, Tischler und Schrauber arbeiten dort seit Mitte April einvernehmlich Tür an Tür. Nicht nur die Gewerbetreibenden als neue Eigentümer sind zufrieden mit dem Erreichten. Der Einzug ist Zeichen eines besonderen Erfolgs für alle Beteiligten des Projektes.

Erheblicher baulicher Aufwand

Holger Gradzielski, Geschäftsführer der Rheinmetall Immobilien GmbH: „Wir haben für die Handwerksbetriebe keinen Aufwand gescheut. Was ursprünglich als leichte Sanierung geplant war, hat am Ende doch erheblichen baulichen Aufwand bedeutet, bis hin zu einem komplett neuen Anbau. Das Ergebnis gibt uns recht, denn unser Engagement bei diesem Projekt wird mit einer erheblichen Unterstützung des gesamten Umfelds – insbesondere der Politik – für unsere weitere Bauplanung belohnt.“

Über das Projekt Kolbenöfe

Das Immobilienprojekt Kolbenhöfe ist ein Entwicklungs- und Bauvorhaben der Rheinmetall Immobilien GmbH (RIG), das in den nächsten Jahren in Hamburg realisiert wird. Nach der Schließung des Kolbenschmidt-Werks im Jahr 2009 hat RIG die Verantwortung für die Liegenschaft übernommen. Die Namensgebung Kolbenhöfe ergibt sich aus der dort einstigen Kolbenproduktion. Ein innovatives Konzept, welches verschiedene Nutzungsformen auf einem Areal verbindet, ist die Leitidee. 2018 gründete die RIG mit dem Bauunternehmen Otto Wulff ein Joint Venture für das Projekt Kolbenhöfe. Die Partner treiben seither gemeinsam die Entwicklung und Bebauung des Areals voran. Bis 2023 entstehen an der Friedensallee 128 rund 420 Wohneinheiten, davon sind 140 öffentlich gefördert nach Hamburger Drittelmix. Hinzu kommen rund 255 Wohnungen auf dem benachbarten Henkel-Schwarzkopf-Areal am Hohenzollernring, dessen Fertigstellung bis 2027 geplant ist. Auch dieser Teil der Kolbenhöfe wird im Hamburger Drittelmix umgesetzt.

Wofür das Projekt Kolbenhöfe steht

Das Projekt Kolbenhöfe ist über Hamburg hinaus wegweisend, denn innovative Stadtentwicklung ist eine zunehmend wichtige Thematik, der sich Städte weltweit stellen. Die Hamburger Kolbenhöfe gelten als gelungenes Beispiel für moderne innerstädtische Nachverdichtung. Die Architektur verbindet urbanes Leben mit einer gewissen Lebendigkeit, die für den Stadtteil Ottensen charakteristisch ist.

Industriegeschichte

Mit der Herstellung von Flugzeugmotoren sowie Alugussteilen begann 1935 die Norddeutsche Leichtmetall- und Kolbenwerke GmbH (Noleiko) auf dem heutigen Kolbenhöfe Areal in Hamburg. Die Noleiko wurde von der Karl Schmidt GmbH geführt. Später übernahm das Unternehmen die Kolbenschmidt GmbH. Zunächst produzierte sie Flugzeug- und Schiffkolben. Erst in den 1980er Jahren spezialisierte sich der Zulieferer auf die PKW-Kolben und Kolbenbolzen. Sechs Jahre später erfolgte die Übernahme des Zulieferers durch Rheinmetall.

Im Jahr 2009 traf die Krise die Automobilindustrie. Es war das Aus für das Hamburger Kolbenschmidt-Werk. Dadurch gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren und die gesamte Produktion wurde nach Neckarsulm verlagert.

Nach der Schließung des Standorts übernahm die Rheinmetall Immobilien GmbH 2011 die Verantwortung für die Liegenschaft. Schritt für Schritt hat die RIG eine behutsame Neuentwicklung des Standortes vorangetrieben.

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