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Die Expedition

Zwei Trucks, zwei Veteranen, ein Weltrekordversuch: Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) hat sich mit ihren renommierten HX-Trucks auf eine Expedition in Chile begeben, um einen neuen Höhen-Weltrekord aufzustellen.

Gemeinsam mit Expeditionsleiter Matthias Jeschke versuchen der Brite Chris Bailey und der Australier Paul Warren, den höchsten für Radfahrzeuge zugänglichen Punkt auf der Erde zu erreichen; auf dem Ojos del Salado, der mit rund 6.890 m als höchster aktiver Vulkan der Welt gilt.

Chris und Paul sind Militär-Veteranen, die in ihrem Leben schwere Hürden zu nehmen hatten und sie erfolgreich gemeistert haben. Mit der gleichen Energie und Entschlossenheit stellen sie sich der neuen Herausforderung. Rauestes Gelände und extreme Klimaverhältnisse sind auf dem Weg zu einer Höhenmarke von mindestens 6.690 m zu überwinden. Ein wagemutiges Abenteuer, das Mensch und Maschine bis zum Äußersten herausfordert.

Folgen Sie der RMMV High Altitude Truck Expedition auf dieser Seite und auf Twitter , LinkedIn und Instagram unter dem Hashtag #trucksummit.

5. Dezember 2017

Highcamp Atacama HC1 – Vorbereitungen für Fahrt zum Highcamp 4

Matthias Jeschke via Satellitentelefon:

"Wie geplant sind wir am Morgen des 03.12. wieder von Copiapó aufgebrochen und haben die Strecke zum Ojos del Salado dieses Mal problemlos zurückgelegt. Nach 8,5 Stunden waren wir im Highcamp Atacama auf 5.200 m.

Morgen früh werden wir zunächst versuchen, die Felsrinne ein zweites Mal zu durchfahren. Der HX 6x6 wird rund 2,5 Tonnen Zusatzgewicht gegenüber der letzten Fahrt haben. Wir transportieren dieses Mal zusätzlich zu der zweiten Schutzhütte mehr Ersatzreifen, mehr Trinkwasser, mehr Nahrungsmittel und eine komplette Highcamp Ausstattung. Das ist notwendig, weil wir für fünf bis acht Tage unser "High Camp 4" in einer Höhe von ca. 6.200 - 6.300 m aufschlagen wollen - rund vier bis fünf Kilometer entfernt vom Höhenlager Tejos (6.100 m) und der vor ein paar Tagen errichteten Schutzhütte Refugio Amistad.

Vom Highcamp 4 aus starten wir dann unsere Höhenfahrtversuche und den Versuch der Errichtung einer zweiten Schutzhütte. Alles muss daher schon jetzt so optimal gepackt sein, dass wir möglichst einfach unser Hochlager errichten können, ohne andere Dinge wie beispielsweise die Hüttenteile entladen zu müssen.

Den 04.12. nutzten wir daher für die erneute Beladung und finale Vorbereitung des Trucks und sonstiger Vorbereitungen für unseren zweiten Aufstieg ab dem 06.12.2017.

Heute war dann größtenteils Ruhetag und diente jedem einzelnen für die Vorbereitung auf die kommenden, schwierigen Tage in Höhen über "Refugio Amistad", also über 6.100 m.

Eine ganze Menge anderer Bergsteigergruppen erreichte gestern und heute das Lager Atacama - insgesamt sind jetzt rund 40 Bergsteiger im Camp. Der Rheinmetall MAN Truck ist derzeit mit Abstand die meistfotografierte Hauptattraktion hier oben.

Wer will, darf uns gerne die Daumen drücken, dass wir zunächst einen Weg über die letzten beiden Felsriegel am Refugio Amistad finden und dann die riesigen Büßereisfelder und den vor uns liegenden Gletscher überwinden können.

Beste Grüße vom gesamten Team, Matthias Jeschke"

05.12.2017: Ceremony for the goodwill of the mountain

4. Dezember 2017

Video: Erfolgreiche Durchfahrung der Felsrinne

Das Team nutzte den Aufenthalt in Copiapó erneut, um Videomaterial zu übermitteln.
Am 28. November 2017 ist am frühen Morgen die Durchfahrung der Felsrinne zum Platz für den Aufbau der ersten Schutzhütte auf 6.100 m gelungen. Der HX 6x6 Truck bahnte sich vollbeladen seinen Weg durch sandigen, felsigen und eisigen Untergrund, bei Steigungen von stellenweise 100 %.

30. November 2017

Versorgungsfahrt nach Copiapó – Abschied von Chris und Paul

Am späten Nachmittag ist das Team vom Highcamp Atacama nach Copiapó zurückgekehrt, um die Vorräte aufzufüllen und die weiteren Schritte vorzubereiten. Am 3. Dezember bricht die Expedition wieder zum Rekordversuch am Vulkan Ojos del Salado auf.

Der Aufenthalt in Copiapó bedeutet für das Team auch Abschiednehmen von den beiden Veteranen Chris Bailey und Paul Warren. Nachdem sie die wohl höchstgelegene Schutzhütte der Welt auf 6.100 Meter errichtet haben, beenden Chris und Paul ihre aktive Teilnahme an der Rheinmetall MAN High Altitude Truck Expedition erfolgreich. In einer Bergregion, in der Bergsteiger und Teilnehmer anderer Expeditionen immer wieder in Schwierigkeiten geraten, wird die Hütte von nun an einen sicheren Ort bei schlechten Wetterbedingungen bieten. Das Expeditionsteam, das sich aus fünf Nationen zusammensetzt, hat ihr den Namen "Refugio Amistad" – "Schutzhütte der Freundschaft" verliehen.

Obwohl sie seit einiger Zeit mit ihren Kriegsverwundungen zu kämpfen hatten, trieben sich Chris und Paul unermüdlich an, um die Mission zu erfüllen, die sie sich selbst gesetzt hatten. Als unverzichtbarer Teil des Teams gingen beide jeden Tag bis an ihre Belastungsgrenze – und bestanden darauf, zum Abschluss ihrer aktiven Phase noch dabei zu helfen, die Schutzhütte zu errichten. Sie kehren nun mit einer unglaublichen Leistung und einmaligen Eindrücken zu ihren Familien in England und Australien zurück.

Foto: Wolfgang Weigl

29. November 2017

Erster großer Meilenstein erreicht: Team errichtet die wohl höchstgelegene Schutzhütte der Welt auf 6.100 Meter – "Refugio Amistad" ("Schutzhütte der Freundschaft")

Matthias Jeschke via Satellitentelefon:

"Das erste große Ziel der RMMV High Altitude Truck Expedition ist erreicht: die Errichtung einer Schutzhütte in 6.100 m Höhe – der damit unseres Wissens nach höchsten Schutzhütte der Welt. Kälte - in unserem Fall bis -25°C - Wind, feinster Sand und die Druckunterschiede waren dabei für uns eine enorme Belastung.

Das gesamte Team hat diese große Aufgabe mit einer Geschlossenheit und einer Bravour gelöst, die selten zu finden ist. Willensstark und jederzeit für einander da, hat jeder alles für den anderen gegeben um die Rettungshütte in zwei Tagen errichten zu können. Am späten Abend sind wir ins Highcamp Atacama zurückgekehrt."

28. November 2017

Erfolgreiche Durchfahrung der Felsrinne – Aufbau der Schutzhütte

Matthias Jeschke via Satellitentelefon:

"Heute ist uns am frühen Morgen endlich die Durchfahrung der Felsrinne zum Platz für den Aufbau der ersten Schutzhütte auf 6.100 m gelungen. Aufgrund der schwierigen Geländesituation hat es uns mehrere Tage gekostet, Eis und Geröll aus dem Weg zu räumen. Unglaublich, was der HX 6x6 Truck vollbeladen mit Expeditionsequipment, Ersatzreifen, Trinkwasser und natürlich der Rettungshütte geleistet hat; insbesondere, da die Steigung stellenweise 100 % bei sandigem, felsigem und eisigem Untergrund beträgt.

Es war circa 11 Uhr vormittags, als wir in unmittelbare Nähe des zuvor ausgesuchten Hüttenplatzes kamen. Direkt vor dem kleinen Hochplateau verhinderten zwei riesige Felsen und ein großes Büßereisfeld die Anfahrt bis zum Errichtungsplatz. Also trugen wir sämtliche Hütten-Bauteile, das benötigte Werkzeug, das gesamte Expeditionsequipment und alles, was wir für unseren zweitägigen Aufenthalt in der Höhe benötigten, noch über eine Zwischenanhöhe.

Ein schwieriges und absolut kräftezehrendes Unterfangen: Zu den enormen Anstrengungen kam ein stetiger, eisiger, alles zermürbender Wind und Unmengen Sand in der Luft. Wenn man keinen Gesichtsschutz trug, flog der Sand in Mund und Nase. Oder in die Augen, wenn auch nur ein kleiner Spalt zwischen Schutzbrille und Gesicht offen war. Dann hieß es wieder Augen mit Wasser spülen und hoffen, dass es nicht so schnell wieder passiert."

27. November 2017

Highcamp Atacama HC1 – Vorbereitungen für Aufbruch und erneuter Hilferuf eines Bergsteigerteams

Der Tag begann mit Vorbereitungsarbeiten, Beladung und dem Check der persönlichen Ausrüstung. Am Nachmittag erreichte das Team ein weiterer Hilferuf.

Matthias Jeschke:
"Ein fünfköpfiges russisches Bergsteigerteam hatte einige Stunden zuvor das Camp Atacama passiert und versucht mit einem 4x4 Pick-up ins Höhenlager Tejos vorzudringen. Was sie nicht wussten – weil der Fahrer nicht stoppte, um sich bei uns zu erkundigen – dass der Weg durch Sandfelder und Büßereisfelder versperrt ist. Der Fahrer versuchte dennoch mit voll besetztem Fahrzeug ein schwieriges Sandfeld zu überfahren, an dessen rechten Seite es rund 150 m steil bergab geht. Da er die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, rutschte dieses Richtung Abhang und blieb kurz vor einem Überschlag quer zur Fahrrinne mit dem rechten Vorderrad über dem Abgrund liegen. Mit dem HX 6x6 bargen wir am frühen Abend den Wagen und halfen den Männern aus einer für sie schwierigen und für das Fahrzeug auswegslosen Situation. Beste Grüße vom gesamten Team, Matthias Jeschke"

26. November 2017

Highcamp Atacama HC1 – Freiräumung der Felsrinne

Das ganze Team bearbeitet in 6.000 m Höhe weiter die Felsrinne. Es wurde ein 8-stündiger Einsatz, der von jedem alles abverlangte, insbesondere bei der Ausgrabung und Enteisung großer Felsbrocken, die die geplante Fahrroute versperrten. Am Abend war die schwierigste Passage freigeräumt und Matthias Jeschke berichtet: "Nun können wir einen ersten Versuch unternehmen, die Rinne zu durchfahren."

25. November 2017

Chris Bailey and Paul Warren:

"Nach einer langen und ereignisreichen Reise kamen wir alle wohlbehalten im Basislager Atacama 5.300 m an. Wir brauchten alle etwas Ruhe, so verbrachten wir den 24. November damit, uns im Basislager einzurichten und die persönliche Ausrüstung zu sortieren. Außerdem mussten wir in das Hochlager Tejos gehen, da wir aufgrund der Tatsache, dass zwei Bergsteiger im Berg vermisst wurden, beunruhigt waren. Glücklicherweise waren sie fit und wohlauf und haben früh an diesem Morgen den Gipfel erreicht. Mit Ferngläsern waren sie deutlich zu sehen, und es wurde beschlossen, auf sie zu warten und sie zum Basislager Atacama zu bringen. Paul erreichte 5.900 m, und wir fühlten uns beide fit und wohl, aber der ständige Wind und die Kälte von minus elf Grad im Zelt in der letzten Nacht forderten ihren Tribut von uns beiden – kein Schlaf, starke Schmerzen und Unbehagen.

Wir sind beide in Hochstimmung und senden unseren Familien viel Liebe und danken ihnen für ihre konstante Unterstützung.
Chris und Paul"

Ungeplante Rettungsaktion einer Bergsteigergruppe

Matthias Jeschke berichtet via Satellitentelefon:
"Gestern war der Vormittag notwendig, um sich etwas von der Pannenserie zu erholen, und auch davon, dass wir am Vortag einen Höhensprung um 4.800 m hinter uns gebracht hatten. Diejenigen im Team, die sich stark fühlten, begannen mit Vorbereitungen für den ersten Hüttentransport in Richtung des nächsten Highcamps "Tejos" (6.150 m). Dazu musste der HX 6x6 weiter entladen und umgebaut werden.

Uns erreichte die Nachricht, dass zwei Bergsteiger in der Nähe seit rund 24 Stunden überfällig waren. Daher trafen wir die Entscheidung, uns am Nachmittag auf die Suche nach ihnen zu machen. Die Route, welche sie hatten nehmen wollen, war uns in etwa bekannt. Wir unterbrachen unsere Vorbereitungen und brachen um 14.30 Uhr mit einem siebenköpfigen Suchtrupp und dem HX 6x6 zum Highcamp Tejos auf. Wir fanden das Lager verlassen, aber mit einer Nachricht der beiden Bergsteiger vor. Einige Zeit später konnten wir sie per Fernglas ausmachen, und sehen, wie sie auf uns zukamen. Nachdem wir ca. 1,5 Stunden in 5.900 m Höhe auf sie gewartet hatten, nahmen wir beide unversehrt auf und mit dem HX 6x6 zurück ins Highcamp Atacama. Somit war aus dem ursprünglich geplanten Erholungstag dann doch ein anstrengender Einsatztag mit rund sechs Stunden Bergungsaktion geworden.

Heute dann, am 25.11.2017 trafen acht Bergretter aus Copiapó bei uns im Highcamp ein. Sie hatten sich am Tag zuvor auf den langen Weg nach Atacama gemacht, um die beiden Vermissten zu suchen. Sie transportierten die Bergsteiger ins Tal.

Für uns als Team stand dann die finale Beladung des HX 6x6 mit der ersten Schutzhütte, den Werkzeugen und allen benötigten Materialien an. Zusätzlich wurden die Fahrzeuge betankt und ein weiteres Begleitfahrzeug vorbereitet. Leider wurde dann heute erstmals für mehrere Stunden der Einsatz von Sauerstoff für eines unserer Teammitglieder notwendig – auch in der kommenden Nacht wird dies notwendig sein. Am Spätnachmittag haben wir dann noch das havarierte Begleitfahrzeug außerhalb des Camps provisorisch instandgesetzt und ins Highcamp gebracht. Somit endet auch heute ein ereignisreicher und kräftezehrender Tag.

Der morgige Tag, 26.11.2017, wird dann wieder mindestens genauso anstrengend – wir werden mit allen, die die Kraft haben, einen weiteren Tag in der Felsrinne arbeiten und versuchen, große Steine aus dem Weg zu räumen.

Beste Grüße, vom ganzen – hervorragend zusammenhaltenden – Team,
Matthias Jeschke"

24. November 2017

Herausfordernder Weg zum Highcamp Atacama

Gestern war ein schwieriger Tag für das Team. Von der Abfahrt in Copiapó (390 m) bis zum High Camp Atacama (5.300 m) benötigte der Expeditionskonvoi 17 Stunden.

Matthias Jeschke via Satellitentelefon:
"Auf dem Weg zum High Camp Atacama hatten wir nach 150 km zunächst einen Reifenschaden an einem unserer Begleitfahrzeuge. Kurze Zeit später zerstörte ein Unfall eine unserer Filmkameras. Ein herber Verlust.

Auf 4.500 m parkten wir den HX 4x4 Rheinmetall MAN Truck beladen mit Reserveequipment planmäßig in einem unserer Zwischenlager. Als Unterstützungsfahrzeug für den Höhenrekordversuch des HX 6x6 hatte der 4x4 während der Akklimatisationsphase die Schutzhütten, Wasser und Reservereifen ins Highcamp Atacama gebracht. Der Reifendruck des HX 6x6 wurde den geographischen Bedingungen entsprechend von 3,5 auf 1,5 bar reduziert und die Weiterfahrt gestartet. Nach einigen Kilometern Fahrt durch extrem steiniges Gelände kam es zu einem zweiten Reifenschaden an einem weiteren Begleitfahrzeug, leider kombiniert mit einem Lenkungsbruch. Während der anschließenden Abschleppaktion riss dann noch einer unserer PKW-Bergegurte ganze vier Mal hintereinander an scharfkantigen Steinen. Etwas, dass ich in all den Jahren meiner Expeditionen so noch nie erlebt habe.

Aufgrund der fortgeschrittenen Dämmerung und der zunehmenden Erschöpfung jedes Einzelnen waren wir schlussendlich gezwungen, das Begleitfahrzeug mit dem Lenkungsbruch ca. zwei Kilometer vor dem Highcamp Atacama abzustellen. Lediglich das wichtigste Gepäck nahmen wir mit. Vorausschauenderweise hatten wir unsere Zelte beim Verlassen des Highcamps vor einigen Tagen nicht abgebaut. So konnten wir unser Camp innerhalb von etwa einer Stunde wieder herrichten. Ein Teil des Teams bereitete parallel eine warme Mahlzeit im Schutzcontainer des Camps zu.

Alles in allem war es ein ernüchternder Tag, der enorm an den gerade zurück gewonnenen Kräften gezehrt hat."

23. November 2017

Von Copiapó auf zum Ojos

Matthias Jeschke:
"Am frühen Morgen des heutigen Tages, brechen wir nun wieder zum Ojos auf. Jetzt wird es ernst. Die größten Herausforderungen liegen vor uns. Hoffen wir, dass wir stark genug sind und als Team so zusammenhalten und füreinander einstehen, dass wir die Aufgaben bewältigen können."

Video: Fahrt hoch zum Highcamp Atacama (HC1)

Das Team nutzte die Ruhepause in Copiapó, um das Videomaterial der ersten Fahrt zum Highcamp Atacama in 5.300 Meter Höhe zu schneiden und zu übermitteln. Eine anspruchsvolle Fahrt durch Büßereisfelder und Gletscherflussbetten.

22. November 2017

Ruhetage in Copiapó – Chris und Paul bereiten sich auf die nächsten Etappen vor

Chris Bailey:

"Die Zeit in Copiapó haben wir damit verbracht, uns auszuruhen und unser Gepäck für die nächste Phase der Expedition vorzubereiten. Wir konnten unsere Wäsche waschen und die Schlafmatten und Taschen vom Sand befreien, und haben gecheckt, dass wir nichts mitnehmen, das wir nicht brauchen. Paul und ich sind guten Mutes, ausgeruht und bereit, alles zu geben für die nächsten Etappen Richtung neuer Weltrekord. Danke an euch alle für die großartige Unterstützung.

Alles Gute, Chris."

17. - 21. November 2017

Highcamp Atacama HC1 – Arbeitsteams kommen voran
Ruhepause in Copiapó

Matthias Jeschke meldet sich aus Copiapó und berichtet von den vergangenen Tagen:

"Dass auch in unserem Team die Strapazen ihren Tribut fordern, zeigt sich an der Tatsache, dass wir am Nachmittag des 16.11. zwei Teammitglieder medizinisch indiziert mit Anzeichen von Erschöpfung vom Highcamp Atacama in die rund 4.800 m tiefergelegene Ausgangsstadt unserer Expedition, Copiapó, gebracht haben. Beide sind mittlerweile wieder wohl auf und werden heute zusammen mit dem restlichen Team wieder aufsteigen.

Für alle, die sich gerade nicht an einem unwirtlichen Ort der Erde befinden, ist es schwer vorstellbar, welchen Kraftakt es bedeutet, bei Windstärke 9 Bft, einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis 90 km/h und Unmengen feinsten Pulversandes in der Luft, noch dazu bei eisigen Temperaturen, einen LKW in einer Höhe von 5.200 m zu entladen. Genau dies aber hat das Team u.a. in den zurückliegenden Tagen neben der Fortsetzung der Arbeit in der Felsrinne geleistet.

Nachdem wir am 17. und 18.11. weiter eine der Schlüsselstellen auf 6.000 m bearbeitet – also von Schnee, Eis und zu großen Felsbrocken befreit hatten –, war es notwendig, die Einzelbauteile der massiven Holzschutzhütten vom 40M – unserem 4x4 Rheinmetall MAN Truck - abzuladen und für die Montage auf über 6.000 m vorzubereiten. Der 40M hatte u.a. die beiden Schutzhütten, Ersatzreifen und einen 1.000 Liter Frischwassertank ins Highcamp 1 – Atacama auf über 5.200 m transportiert.

Dabei trieb uns der Sturm durch alle Vermummung hindurch den feinen Sand ins Gesicht und durch die Kleidung bis in die kleinste Pore. Zusätzlich kroch uns die Kälte trotz aller körperlicher Anstrengung in die Knochen. Kommandos musste man sich entgegenschreien, um bei dem Wind und der notwendigen Vermummung überhaupt noch verstanden zu werden. Das allerdings ist bei grundsätzlicher Atemlosigkeit schon eine Sache für sich.

Nachdem wir die mehrere 100 kg schweren Schutzhütten-Elemente zur Weiterverarbeitung abgeladen hatten – diese werden nun in einem nächsten Schritt auf rund 6.100 m transportiert – haben wir uns mit allen Teammitgliedern am 19.11. auf den langen Rückweg nach Copiapó gemacht. Hier haben wir u.a. unsere Vorräte an Essen, Wasser etc. aufgefüllt und einige weitere Organisationsarbeit geleistet. Natürlich hat sich jeder im Team auch auf eine Dusche und die Bequemlichkeit eines soliden Bettes gefreut, und auch auf die bereits zweite, kleine Geburtstagsfeier eines Teammitgliedes.

Beste Grüße vom ganzen Team, Matthias Jeschke"

Vorbereiten der Holzschutzhütten für die Montage auf über 6.000 m

16. November 2017

Highcamp Atacama HC1 – Vorbereitungsarbeiten für Passage der Felsrinne

Ein erstes Arbeitsteam bestehend aus 7 Männern und einer Frau ist von 5.200 Meter aus wieder in die Felsrinne aufgestiegen, um dort in ca. 6.000 Meter Höhe Vorbereitungsarbeiten für die Passage der Trucks zu leisten. Diese Arbeiten sind notwendig, weil das Team am Vortag große Eisfelder entdeckt hat, die teilweise passiert werden müssen. Die Natur hat durch Eis- und Sand- Erosion auch große Felsbrocken in eine mögliche Fahrtrasse verschoben. Dies kann unter Umständen mehrere Tage beanspruchen. Die Passage von 5.900 Meter auf 6.150 Meter wird mit den Trucks ein extrem schwieriger Einstieg, ist aber unabdingbar für das Erreichen der weiteren Höhen. Die teils mehrere hundert Kilogramm schweren Felsbrocken zu beseitigen und zu versuchen, eine Fahrtrasse in das bis zu 2 Meter hohe und meterdicke Büßereis zu brechen, bedeutet eine enorme Kraftanstrengung.

Aber nicht nur diese Herausforderungen setzen dem Team zu – ganz allgemein der starke Wind, der allgegenwärtige Sand, die Kälte, die Höhe … alles belastet jedes beteiligte Teammitglied extrem. „Hier zu bestehen ist für jeden eine riesige Herausforderung“, so Matthias Jeschke. „Nochmals schwieriger ist es für unsere beiden Veteranen. Ihnen zollen wir allergrößten Respekt für die Überwindung ihrer Verletzungen und den stetigen Kampf. Beste Grüße sendet das gesamte Team”.

Chris und Paul über die ersten Erfahrungen im HC1

Chris Bailey:

"Man, was war das eine emotionale und körperliche Achterbahnfahrt in den letzten zwei Tagen. Paul und ich haben das Höhencamp Atacama erreicht und die ständige Kälte und der Wind haben ihren Tribut von uns beiden gefordert. Meine Blase und mein Knöchel brauchen eine Pause und Pauls Bein kommt mit der ständigen Kälte und dem Wind auch nicht gut klar. Wir haben uns beide erfolgreich akklimatisiert, und freuen uns auf ein paar Tage Erholung in Copiapó, damit wir mit der Expedition weiter machen können.

Chris & Paul"

15. November 2017

Highcamp Atacama HC1 – Erkundungstour bis auf 6.200 Meter

Nach einer ersten kalten Nacht auf Atacama ist ein Scout Team aus 6 Männern bis auf rund 6.200 Meter aufgestiegen. Ziele der mehrstündigen Erkundung waren:

  • Scouten und Festlegen möglicher Fahrrouten für die Trucks im Bereich der Felsrinne
  • Inaugenscheinnahme des Zwischenplateaus
  • Festlegung des Standortes der ersten Schutzhütte
  • Inaugenscheinnahme des eigentlichen Hochplateaus für die Festlegung der weiteren Fahrroute über 6.200 Meter

Nach 8 Stunden kehrte das Scout Team am Abend sicher zum Highcamp Atacama zurück, wo sich die andere Hälfte des Teams mit der Fortsetzung des Akklimatisationstrainings aufgehalten hatte.

14. November 2017

Ankunft Highcamp Atacama HC1 und Aufbau des Camps

Nach erneut schwieriger Fahrt hat das ganze Team das Lager Atacama (HC1) erreicht und bei eisigem Wind das Camp aufgebaut. Matthias Jeschke: "Der extrem feine Sand hier kriecht schon jetzt in sämtliche Poren, Ohren, Nase, Zelte, Schlafsack u.s.w. Außentemperatur bei Sonnenuntergang: 4°C. Wir senden die besten Grüße!"

13. November 2017

Vorbereitung der Trucks und Umzug vom Basis Camp Laguna Verde zum
Highcamp Atacama HC1

Chris Bailey:

"Hallo zusammen, man was für tolle Tage hier in den Anden. Das Wetter war einigermaßen freundlich zu uns, das schlimmste ist der unerbittliche Wind und die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Wir sind seit drei Tagen in unserer Basis in Laguna Verde auf 4.345 Meter Höhe stationiert, haben zwei Akklimatisationswanderungen gemacht und waren bereits im Atacama Camp auf 5.200 Meter.
Die LKWs und das Team bringen ihre Leistung und ich finde persönlich, dass wir alle stark genug sind und bereit für das erste Ziel, den Aufbau eines Schutzcamps in einer Höhe von ca. 6.100 Meter. Ich danke euch allen für eure Unterstützung und dass ihr uns auf dieser unglaublichen Expedition verfolgt.
Roman, Clover, Noah, euer Vater liebt euch und ich denke jede Sekunde an euch. Ihr seid einfach klasse."

Paul Warren:

"Wir machen als Team unter schwierigen Bedingungen wirklich gute Fortschritte, wie man von den Fotos sehen kann. Chris Bailey aus Großbritannien und ich arbeiten prima zusammen. Die Höhe des Camp Atacama auf 5.200 Meter und die nächtlichen eiskalten Temperaturen haben der Batterielebensdauer meines Beins ziemlich zugesetzt. Ich muss immer eine Batterie geladen haben und sie alle paar Tage austauschen. Soweit ist alles gut und wir freuen uns, die Akklimatisationsphase in den nächsten Tagen abzuschließen. Chris und ich freuen uns auch darauf, mit unseren Familien zu sprechen und uns einige Tage auszuruhen, bevor wir zurückkommen und den Rekord angehen."

12. November 2017

Basislager Laguna Verde - Erkundungstour zum HC1 Atacama

Heute brach das Team um 8.00 Uhr vom Basislager Laguna Verde zu einer Erkundungstour zum HC1 Atacama auf, welches nach rund sechsstündiger, schwieriger Fahrt um ca. 14 Uhr erreicht wurde. Dabei versperrten unzählige Büßereisfelder den Weg - immer wieder mussten Umfahrungen teils durch Gletscherflussbetten gesucht werden.

Unmittelbar nach Erreichen des Camps Atacama wurde das Team in drei Gruppen aufgeteilt: Ein Teil des Teams absolvierte ein Akklimatisationstraining auf Höhe des Highcamps HC1. Ein zweiter Teil des Teams absolvierte ein Akklimatisationstraining mit doppelten Aufstiegen bis knapp 5.350m.

"Mit dem dritten Teil des Teams fuhr ich bis auf 5.950 m und stieg noch etwas über 6.000 m auf um Highcamp HC2 und die Gegebenheiten oberhalb des HC2 in Augenschein zu nehmen", berichtet Matthias Jeschke. "Als Ergebnis dieser ersten Inaugenscheinnahme bringen wir nach einem anstrengenden 16 Stunden Tag in großer Höhe u.a. sehr schwierige Eis- und Schneeverhältnisse oberhalb von HC2 mit. Abschließend dürfen wir im Vorgriff auf Morgen im Namen von Wolfgang und Florian Weigl und natürlich dem ganzen Team Herrn Franz Xaver Weigl ganz herzlich aus größter Ferne zum 89. Geburtstag gratulieren und hiermit die besten Glückwünsche aus der Atacama Wüste übermitteln."

11. November 2017

Basislager Laguna Verde

Auf Grund der sehr guten Teamverfassung hat das Team den heutigen Tag sowohl als Ruhetag (da keine Wanderungen etc.), als auch als Vorbereitungstag für eine Testfahrt auf 5.300 m genutzt. Alle Fahrzeuge wurden dazu nochmals durchgecheckt, teilweise entladen bzw. umgeladen, vollgetankt und die Luftdrücke bei dem Amaroks auf 1,5 bar, sowie bei den Trucks auf 2,5 bar gesenkt.

Parallel gab es von Wolfang Weigl für das gesamte Team die erste, rund einstündige theoretische Unterweisung im Aufbau der Schutzhütten, damit beim eigentlichen Aufbau alle wissen, wie was funktioniert. Diese Form der Unterweisung wird noch zwei Mal stattfinden.

Chris und Paul über die ersten Tage der Akklimatisationphase

Paul Warren:
"Unser nächstes Camp ist Laguna Verde auf einer Höhe von 4.345 Meter. Die Landschaft hier ist wirklich beeindruckend aber die Bedingungen sind herausfordernd. Es ist sehr windig und die Temperaturen sinken in der Nacht auf -7°C. In der Nacht sind wir aufgrund von Kopfschmerzen mehrfach aufgewacht aber unsere Körper passen sich langsam an. Das Team misst jeden Morgen unseren Blutdruck und den Sauerstoffgehalt, um sicherzustellen, dass wir in Ordnung sind und morgen auf 5.000 Meter Höhe weiter können. Das sind viel mehr Tests, als ich mir vorgestellt hatte aber meine Familie bleibt meine Motivation weiterzumachen."

Chris Bailey:
"Jetzt befinden wir uns seit fünf Tagen in der Akklimatisationsphase und sind aktuell auf einer Höhe von 4.345 Meter in unserem Basis Camp für die Expedition Laguna Verde. Die Bedingungen sind extrem und das Wetter wechselt in der Nacht erheblich. Das war bisher wirklich nicht einfach und morgen gehen wir auf 5.300 Meter Höhe. Der kalte Wind und die Temperaturen werden dann permanent unter dem Gefrierpunkt liegen. Das ist echt ein Test für Mensch und Maschine aber bisher ist das Team guten Mutes, die LKWs bringen ihre Leistung und Paul und ich geben alles um erfolgreich zu sein. Dicke Umarmung an meine tollen Kinder, Dad liebt euch."

10. November 2017

Basis Camp Laguna Verde und 4. Akklimatisationswanderung

Am heutigen Tag stand neben der Camp-Organisation eine rund dreistündige Akklimatisationswanderung des Teams auf dem Plan.

links: Hiking tour Laguna Verde I rechts: Basis Camp Laguna Verde (Foto: M. Bosetti)

HX Expeditionstrucks in Aktion

Zwei Rheinmetall MAN HX-Trucks sollen den Höhen-Weltrekord für Fahrzeuge auf den maximal möglichen Wert bringen: "Altitude 6.690+X". Ziel ist der Kraterrand des "Ojos del Salado" (6890m). Die Trucks basieren auf der Rheinmetall MAN Serie und sind für die Expedition in wenigen Bereichen mit Spezialteilen ausgerüstet worden, die für die Höhe, die extremen Umweltbedingungen und für die grenzwertig steilen Vulkanhänge mit meist sehr gerölligem Untergrund erforderlich sind.

9. November 2017

Ankunft in Laguna Verde und Aufbau des Basis-Camps

Der 08.11.2017 brachte nach einer kalten Nacht zunächst eine Teilung des Teams in zwei Gruppen während des Höhentrainings. Grund hierfür waren u. a. die schon erwähnten akuten Anzeichen für die Höhenkrankheit, welche einigen Teammitgliedern zu schaffen machten. Die Gruppe mit Symptomen blieb im Camp, um dort nur ein leichtes Höhentraining durchzuführen, während die andere Gruppe eine fünfstündige Wanderung bis auf rund 4.200m absolvierte.

Nachdem alle betroffenen Teammitglieder am Morgen des 09.11. die Symptome überwunden hatten und eine Sauerstoffsättigungen von 94-96 % festgestellt wurde, konnte an diesem Tag wie geplant der Umzug von 3.800m auf das nächste Höhenlevel, Basis-Lager Laguna Verde auf 4.300m, vorgenommen werden.

Natürlich braucht es seine Zeit, um ein vollständiges Outdoor-Camp für 14 Personen inkl. Einzelzelten, Teamzelt, Toilette etc. abzubauen, zu verladen und an anderer Stelle neu aufzubauen. Rund 5 Stunden braucht das Team dafür derzeit und jeder packt mit an. Jeder hilft jedem und alle bringen sich optimal ein. Ein TOP mit * für das Team.

Die Kraftanstrengungen, die man hierfür aufbringen muss, sind jedoch nicht zu vergleichen mit denen in normalen Höhenlagen. Wenn man bedenkt, dass ein Gang zur Toilette, in „normaler“ Geschwindigkeit unmöglich ist, weil einem schon nach 10 Schritten die Puste ausgeht, kann man sich ausmalen, was es bedeutet Zelte abzubauen, Kisten zu verladen, Ladung zu sichern, Dieselfässer zu entlüften, 20 Mal auf Trucks und wieder runter zu steigen usw. Matthias Jeschke berichtet: "Nicht selten lässt einen in diesen Höhen bereits das Aufstehen aus der Hocke schwindelig werden. Auch das Einsteigen in einen Truck wird selbst ohne starken Wind schon zu einem kleinen Kraftakt. Was normalste Dinge wie z.B. Toilettengänge angeht, sollte man nicht vergessen, dass diese bei mehreren Litern Trinkwasserzufuhr tagsüber nahezu stündlich stattfinden – nachts nicht selten viermal und mehr. Bei aktuell -5 bis -7 Grad Celsius des nachts, mit gefrierendem Kondenswasser im Innern der Zelteingänge, welches bei jeder Öffnung der Zeltluke auf Schlafsack und Luftmatratze rieselt, ist das nächtliche Aufstehen kein echtes Vergnügen.

Chris und Paul berichten über ihre Erlebnisse per Satellitentelefon

Chris Bailey:
"Hallo zusammen, was ein erstaunliches Abenteuer bisher. Die Landschaft ist brutal, aber überwältigend und die Temperaturunterschiede sind echt verrückt. Bisher geht die Akklimatisierung sehr gut, aber die Bedingungen sind immer wieder sehr unterschiedlich. Ich musste mich gelegentlich sehr zusammenreißen, aber der Zusammenhalt und die Gesinnung in unserem Team hat mich immer durchgebracht. Am Mittwoch fand ein Akklimatisierungslauf auf 3.800 Meter Höhe statt. Das Gelände war sehr uneben und ich bin immer mal wieder umgeknickt. Das Atmen fiel schwerer und die Schmerzen in meinen Fußknöcheln und im Rücken haben zugenommen. Ich musste vom Berg geborgen werden, aber kann heute sagen, dass es mir durch eine Erholungsphase und die Unterstützung des Teams wieder viel besser geht. Ich würde gerne eine riesige Umarmung an meine drei tollen Kinder schicken und kann es fast nicht erwarten euch wiederzusehen. Einen ganz großen Dank an alle für ihre ununterbrochene Unterstützung."

Paul Warren:
"Die ersten paar Tage hier in Chile waren faszinierend aber auch sehr hart. Unser Team hat sehr viel Erfahrung und arbeitet wirklich prima zusammen. Der erste Gipfel auf 3.800 Meter Höhe, den wir zu Fuß bestiegen haben, war so steil, dass ich mir wirklich nicht sicher war, ob ich das packe. Aber als Team haben wir es trotzdem gemeinsam geschafft. Die Höhe lässt einen atemlos werden und führt gelegentlich auch zu Kopfschmerzen, aber mein Körper scheint sich nach einiger Zeit daran zu gewöhnen. Ich vermisse meine Familie, aber ich möchte ihnen auch zeigen, dass diese Sache nicht unmöglich für mich ist. Weiter zu den nächsten paar Tagen und einer Höhe von 4.200 Metern."

8. November 2017

Laguna Santa Rosa - Erste Phase der Höhen-Akklimatisation hat begonnen

Derzeit befindet sich das Team rund 200 km von Copiapó entfernt in Laguna Santa Rosa in einer Höhe von rund 3.800m und hat die zweite mehrstündige Wanderung zur Akklimatisation gestartet. Akklimatisation bedeutet, den Körper auf die kommenden Höhen von über 6.000m vorzubereiten und anzupassen. Dazu hat das Team bereits am Dienstag eine mehrstündige Wanderung im Zwischenlager Vegas Las Juntas auf 3.000m Höhe absolviert. Die Bewegung in der Höhe, kombiniert mit einer Flüssigkeitszufuhr von Minimum 3-4 Litern pro Tag, ist unabdingbar für die Höhenanpassung; insbesondere, weil diese Expedition den Anspruch hat, die Ziele der Expedition völlig ohne den Einsatz von Sauerstoffbeatmungsgeräten zu erreichen.

Aktuell kämpfen die ersten Teammitglieder mit den vorübergehenden Symptomen der Umstellung ihres Körpers auf die Höhe: Kopfschmerzen, Unwohlsein, Magenbeschwerden, Abgeschlagenheit und auch Schüttelfrost gehören u.a. dazu. Nach rund 1,5-jähriger Projektierung hat damit nicht nur die spannendste Phase des Projekts, sondern auch die anstrengendste begonnen.

"Für die außerordentlich gute, vertrauensvolle und in jeder Hinsicht positive bisherige Zusammenarbeit mit allen Partnern bedanke ich mich im Namen aller involvierten Personen ganz herzlich", so Expeditionsleiter Matthias Jeschke.

Matthias Jeschke lässt vom ganzen Team grüßen. In Kürze melden sich sich mit einem weiteren Update – zuerst jedoch will das Team das nächste Höhenlevel erreichen: das Basislager Laguna Verde in rund 4.300m Höhe.

JP & Die Höhenechallenge (Folge 2)

PS-Profi Jean Pierre Kraemer trifft Matthias Jeschke und stellt die zwei Rheinmetall MAN Trucks für den Höhenweltrekord vor.

7. November 2017

Vegas des las Juntas

Die erste mehrstündige Höhen-Akklimatisationswanderung wird im Zwischenlager Vegas de las Juntas auf 3.800m Höhe absolviert. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Laguna Santa Rosa und Einrichtung des Camps auf rund 3.800m.

JP & Die Höhenechallenge (Folge 1)

PS-Profi Jean Pierre Kraemer trifft Matthias Jeschke und stellt die zwei Rheinmetall MAN Trucks für den Höhenweltrekord vor.

6. November 2017

Von Copiapó nach Vegas de las Juntas

Es ist soweit! Nach den letzten Vorbereitungen, die bis spät in die Nacht reichten, ist das 14-köpfige Expeditionsteam aus 5 Nationen am Vormittag mit den beiden Rheinmetall MAN Trucks und drei Begleitfahrzeugen in die trockenste Wüste der Erde - die Atacama - aufgebrochen, in Richtung Ojos del Salado. Begleitet wurde der Konvoi auf der ersten Etappe von lokalen Journalisten. Bereits nach kurzer Fahrt mussten befestigte Straßen verlassen werden und die Fahrzeuge bahnten sich bei 35 Grad Außentemperatur entlang ausgewaschener Bachläufe ihren Weg zu der etwa 3000m hoch gelegenen verfallenen Hirtenhütte von Vegas des las Juntas.
Nach mehreren Zwischenstopps zur Entlüftung der mitgeführten Dieselfässer traf das Team am späten Nachmittag beim ersten Etappenziel ein. Sogleich wurde gemeinsam mit dem Aufbau des Camps begonnen. Anschließend stand eine kurze Akklimatisierungswanderung auf der Tagesordnung, die den Anfang der sich nun anschließenden zweiwöchigen Akklimatisierungsphase bildet.

Von Santiago nach Copiapó

Die beiden Rheinmetall MAN Trucks sowie die drei Begleitfahrzeugen (MAN TGM und VW Amaroks) wurden von Santiago de Chile weiter in den Norden Chiles nach Copiapó überführt, und im Anschluss dann final beladen. An Bord der Top-Trucks befinden sich neben jeder Menge Expeditionsequipment, Kraftstoff und Nahrungsmitteln, auch rund 1.600 Liter Trinkwasser.

5. November 2017

Die Trucks sind sicher in Chile angekommen und wurden vom Hafen San Antonio nach Santiago de Chile überführt. Nun werden die letzten Vorbereitungen getroffen und die Fahrzeuge mit Expeditionsausrüstung, Treibstoff und Nahrungsmittel beladen. Nicht nur die Trucks und Begleitfahrzeuge sind optimal vorbereitet und ausgerüstet. Auch jedes einzelne Teammitglied ist hochmotiviert und maximal auf den gemeinsamen Erfolg der Expedition fokussiert. Das Gemeinschaftsgefühl – basierend auf gegenseitiger Rücksichtnahme, Respekt und Fairness untereinander - das sich schon in den vergangenen Tagen innerhalb des Teams aufgebaut hat, ist für jeden deutlich spürbar und bringt das Team eng zusammen.

Das gesamte Team freut sich nun auf den Start der Expedition.