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Das Team

Um einen neuen Weltrekord zu verzeichnen, müssen Expeditionsleiter Matthias Jeschke und die beiden Militär-Veteranen Paul Warren (Australien) und Chris Bailey (Großbritannien) mindestens eine Höhenmarke von 6690m erreichen. Nach über einjähriger Planungsphase sind sie bestens auf die unkalkulierbaren Wetterbedingungen, Temperaturschwankungen und die dünne Höhenluft, die sie gesundheitlich hart auf die Probe stellen werden, vorbereitet.

Chris Bailey, 35, war bis 2007 Soldat des Royal Air Force Regiments und wurde im Einsatz verwundet. Die Ärzte bescheinigten Chris, dass er nie wieder laufen oder Kinder zeugen könne. Wie durch ein Wunder kam einige Jahre später sein erster Sohn zur Welt und kurz darauf gelang es Chris, wieder ohne Krücken zu gehen. Heute unterstützt der dreifache Vater die Veteranenorganisationen Royal British Legion und Walking With The Wounded und engagiert sich sehr bei der Betreuung ehemaliger Soldaten. Zusätzlich leitet er ehrenamtlich die Herefordshire Veterans Support Group, die sich ebenfalls um das Wohlbefinden von Veteranen im Raum Herefordshire kümmert. „Für mich ist die Expedition der Höhepunkt eines 14-jährigen Kampfes, mich wieder an einen Punkt zu bringen, an dem ich wieder so eigenständig wie nur irgend möglich sein kann. Sie ist eine große Chance, den Veteranen Gehör zu verschaffen. In unserer Veteranengemeinschaft gibt es viele Mitglieder und deren Familien, die Unterstützung brauchen. Deshalb nehme ich an der Expedition teil.“
„Wir wollen die Leistungsfähigkeit und den Ehrgeiz zeigen, durch die sich die allermeisten unserer Kameradinnen und Kameraden auszeichnen. Und wir werben natürlich für eine intensive Unterstützung wie auch finanzielle Zuwendung für die Organisationen, die sich um die Belange der Veteranen kümmern und ihnen eine Stimme in der Gesellschaft geben.“

Paul Warren, 38, für ihn ist es eine Lebenseinstellung, sich an Herausforderungen zu messen und ein positives Vorbild für andere zu sein. Sechs Jahre diente der ehemalige Muay-Thai-Champion in der Australian Defence Force, dann verlor er im Einsatz sein rechtes Bein. Doch Paul gab nicht auf: In nur fünf Monaten absolvierte er sein Rehabilitationsprogramm - sieben Monate schneller, als geplant. Er wandte sich wieder dem Sport zu und belegte den fünften Platz im 100m-Lauf bei den Invictus Games in London 2014, war 2016 Team-Kapitän der australischen Mannschaft, und schrieb die Autobiografie „The Fighter“. „Dieses Jahr beschloss ich, nicht an den Invictus Games teilzunehmen, und schaute mich nach neuen Herausforderungen um. Rheinmetall bot mir die Möglichkeit, Teil der Höhenexpedition zu sein. Ich freue mich auf die Herausforderung, die auf uns in Chile wartet.“
“Bei dieser Expedition geht es um Leistungsfähigkeit – Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge, des Teams, und auch von Chris und mir als Veteranen. Unsere Verwundung soll uns nie davon abhalten, ehrgeizige Ziele anzustreben. Wir werden Mut, Entschlossenheit und große Belastbarkeit zeigen, um gemeinsam mit dem ganzen Rheinmetall-Team erfolgreich zu sein. Mir ist wichtig, dass unsere Leistungen im Vordergrund stehen, nicht unsere Einschränkungen.“

Matthias Jeschke, 46, Leiter der Truck-Höhenexpedition, ist weltweit expeditionserfahren und hat über Jahre befahrbare Berghöhen für LKWs recherchiert. Auf dem Ojos del Salado stellte er bereits 2014 mit seinem Team einen Truck Weltrekord auf: Mit einem 11 Tonnen Dieselmotor-LKW fuhr er auf eine nie zuvor erreichte Höhe von 6675m. Seit mehr als fünfzehn Jahren entwickelt und projektiert Matthias Jeschke mit seiner Firma Extrem Events weltweit automobile Rekordfahrten, außergewöhnliche Events und ist Partner u.a. der Automobil- und Zulieferindustrie im Bereich „Produkttests unter extremsten Bedingungen“.