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Menschen bei Rheinmetall

Wir – und das sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Rheinmetall – übernehmen Verantwortung für Freiheit und für Sicherheit. Dabei eint uns die große Begeisterung für Technologie. 

Neben diesen Gemeinsamkeiten gibt es jedoch auch Unterschiede in einem globalen Technologiekonzern. Als Arbeitgeber ist es uns wichtig, diese zu managen und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein motivierendes Miteinander zu schaffen.

 

Lisa Lüdeck, VP Service Management, Processes and IT

„Wer sich einbringt, Verantwortung übernimmt und kontinuierlich zeigt, was er oder sie kann, bekommt hier alle Chancen."

LISA LÜDECK

VP Service Management, Processes and IT

Für Lisa Luedeck, Vice President Service Management, Processes & IT am Rheinmetall-Standort Wien, ist ihre Arbeit weit mehr als ein Job. Sie gestaltet aktiv Technologien mit, die zur Sicherheit und Mobilität der Zukunft beitragen. „Die Aufgaben sind unglaublich vielseitig, und ich genieße den hohen Freiheitsgrad“, sagt sie.

Besonders schätzt sie das Vertrauen, das sie bei Rheinmetall erlebt: „Ich wurde früh und stetig gefördert – man glaubt an mich.“ Diese Haltung zeigt sich auch in ihrem internen Wechsel nach Wien, der für sie ein Zeichen großen Respekts und echter Weiterentwicklung war. Hier kann sie ihre nächsten beruflichen Schritte gehen.

Stolz ist sie auf die Innovationskraft des Unternehmens. Sie kann immer aktuelle und neue Lösungen präsentieren, die zeigen, wie breit Rheinmetall technologisch aufgestellt ist.

Die Zusammenarbeit im Team beschreibt sie als offen, wertschätzend und geprägt von unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Für Lisa Lüdeck ist das Unternehmen damit „traditionell, aber klar zukunftsorientiert - in einem der spannendsten Industriefelder der heutigen Zeit“.

Sie ist häufig eine von wenigen Frauen, denn im Maschinenbau wie auch in der Verteidigungsindustrie ist der Frauenanteil traditionell sehr niedrig. Das ist ein Ergebnis vieler Faktoren, von schulischen Weichenstellungen bis hin zu aktuellen Interessenlagen.

Doch für sie ist das kein Hindernis. Schon in der Automobilindustrie war sie ähnliche Strukturen gewohnt. Entscheidend ist für Lisa Lüdeck nicht, wie viele Frauen um sie herum arbeiten, sondern wie sie als Kollegin wahrgenommen wird: Leistung vor Geschlecht. Das gilt auch für Rheinmetall.

Sie betont, wie wichtig es ist, sich nicht selbst als „anders“ wahrzunehmen, sondern den Fokus klar auf den eigenen Job zu richten. Ihre Rolle führe sie aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfolge aus – „Frau sein“ sei eher ein zusätzliches Merkmal, nicht der Grund für ihre Position.

Für Lisa Lüdeck steht grundsätzlich fest: Sichtbarkeit und Präsenz sind wichtig. Wer sich einbringt, Verantwortung übernimmt und kontinuierlich zeigt, was er oder sie kann, wird wahrgenommen. Und genau das ist für sie der Schlüssel, damit Frauen in technischen Branchen – und insbesondere in der Verteidigungsindustrie – erfolgreich sein können.

Jan Hübenet, Senior Personalreferent HR

„Ich bin dankbar, dass Rheinmetall flexible Modelle ermöglicht – so kann ich Verantwortung im Beruf übernehmen und gleichzeitig für meine Familie da sein.“

JAN HÜBENET

Senior Personalreferent HR

Bei Rheinmetall wird Fürsorge nicht nur kommuniziert – sie wird gelebt. Ein Beispiel dafür ist Jan Hübenet, der seit über 20 Jahren Teil des Unternehmens ist. Als Betrieblicher Gesundheitskoordinator, Pflege-Guide und Arbeitsschutzbeauftragter gestaltet er heute das betriebliche Gesundheitsmanagement am Standort Düsseldorf – und verbindet dabei Professionalität mit Menschlichkeit. 

Ein erfahrener Wegbegleiter mit Haltung

Jan Hübenet ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Seine berufliche Reise bei Rheinmetall begann in Bremen – zunächst als Personalreferent bei der Rheinmetall Electronics GmbH, später als Personalleiter bei der Rheinmetall Technical Publications GmbH.

Seit 2020 arbeitet er am Standort Düsseldorf für die Rheinmetall AG. Dort hat er sich auf das Themenfeld des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz spezialisiert.

„Mein Ziel ist es, eine gute Balance zu schaffen – zwischen Beruf und Familie, zwischen Job und Pflege.“

Heute trägt Hübenet gleich mehrere verantwortungsvolle Rollen: Er ist Betrieblicher Gesundheitskoordinator, Sozialberater, Pflege-Guide, Ersthelfer, Brandschutzhelfer und Mitglied im Betrieblichen Eingliederungsmanagement.

Ein breites Spektrum, das zeigt: Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden sind bei Rheinmetall kein Nebenthema – sie sind Teil der Unternehmenskultur.

Beruf, Familie und Pflege – gelebte Vereinbarkeit

Seine Arbeit ist eng mit seinem privaten Leben verbunden. Seit mehreren Jahren pendelt Jan Hübenet zwischen seinem Wohnort in Norddeutschland und Düsseldorf. Seine Mutter lebt in einem Pflegeheim und ist an Demenz erkrankt. Er will für sie sorgen können. Zudem unterstützt er den 83-jährigen Lebensgefährten seiner Mutter in alltäglichen und administrativen Angelegenheiten – von Arztterminen über Anträge bis zu Pflegekassen-Themen.

„Ich bin dankbar, dass Rheinmetall flexible Modelle ermöglicht – so kann ich Verantwortung im Beruf übernehmen und gleichzeitig für meine Familie da sein.“

Die Teilzeitregelung und das mobile Arbeiten helfen ihm, dieser Doppelrolle gerecht zu werden. Unterstützung erfährt er dabei nicht nur durch seine Familie, sondern auch durch seine Führungskraft und das Unternehmen selbst. Denn Vereinbarkeit ist bei Rheinmetall kein Schlagwort – sondern gelebte Realität.

Wissen weitergeben, Erfahrungen teilen

Aus seinen eigenen Erfahrungen heraus unterstützt Hübenet auch andere: als Betrieblicher Pflege-Guide berät er Kolleginnen und Kollegen, die sich selbst in einer Pflegesituation befinden.

Er kennt die Fragen, Sorgen und Unsicherheiten, die entstehen, wenn Angehörige Pflege brauchen – und weiß, wie wichtig frühzeitige Planung und Information sind.

„Hürden scheinen weniger hoch, wenn man aus eigener Erfahrung spricht und Kolleginnen und Kollegen begleitet.“

In dieser Rolle baut er Brücken zwischen persönlichen Lebensrealitäten und dem Arbeitsumfeld – und trägt dazu bei, dass Pflege, Familie und Beruf besser miteinander vereinbar werden.

Seine Botschaft an andere lautet: „Nicht alle haben Kinder, aber alle haben Eltern. Es ist wichtig, sich mit daraus entstehenden Themen frühzeitig zu befassen – und die Unterstützung zu nutzen, die es im Unternehmen gibt.“

Kultur mit gegenseitiger Wertschätzung

Wer mit Jan Hübenet spricht, spürt schnell, dass Wertschätzung für ihn ein zentraler Begriff ist – und bei Rheinmetall auch gelebt wird. Er hat erlebt, wie das Unternehmen in den letzten Jahren stark gewachsen ist – insbesondere am Standort Düsseldorf, wo die Zahl der Mitarbeitenden deutlich gestiegen ist.

„Rheinmetall hat es während des zunehmenden Wachstums geschafft, eine Arbeitsatmosphäre zu bewahren, die nicht nur den betrieblichen, sondern auch den familiären Aspekt berücksichtigt.“ Flexible Arbeitszeiten, moderne Modelle und eine ausgeprägte Kultur des Miteinanders prägen den Alltag.

„Hier wird – Danke - oder - Schön, dass Sie sich gekümmert haben - ehrlich gemeint“, sagt Hübenet. „Diese Haltung schafft Vertrauen – und das spüren alle Generationen.“

Bewegung, Begeisterung, Balance

Auch außerhalb des Berufs steht Jan Hübenet nicht still. Er ist leidenschaftlicher Sportler – Marathonläufer, Triathlet, Fitnessinstruktor und Zumba-Trainer. Der sportliche Ausgleich gibt ihm Energie und Klarheit, auch für seine beruflichen Aufgaben.

„Nur wer auf sich selbst achtet, kann auch für andere da sein“, sagt er.

Sein Lebensmotto bringt das treffend auf den Punkt:

„Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden – und: So lange wir wild sind, liebt uns das Leben!“

Wachsen, Weitergeben, Verbinden

In über zwei Jahrzehnten bei Rheinmetall hat Jan Hübenet viele Veränderungen begleitet – neue Standorte, neue Strukturen, neue Generationen. Das Unternehmen hat ihn dabei in seiner Entwicklung stetig unterstützt – durch zahlreiche Weiterbildungen, etwa zum Betrieblichen Sozialberater, im Eingliederungsmanagement oder in der Arbeitssicherheit.

Diese Investition in Weiterbildung und persönliche Entwicklung zahlt sich aus: Heute gibt Hübenet sein Wissen weiter, begleitet neue Kolleginnen und Kollegen, vernetzt Generationen – und lebt vor, was bei Rheinmetall zählt: gegenseitige Unterstützung, Respekt und Freude am gemeinsamen Erfolg.

Jan Hübenet steht für eine Unternehmenskultur, die Menschen in ihrer Ganzheit sieht – als Mitarbeitende, Eltern, Kinder, Pflegende, Sportler und Vieles mehr. Seine Geschichte zeigt, dass Vereinbarkeit, Vertrauen und persönliche Entwicklung bei Rheinmetall kein Zufall sind, sondern Teil der DNA des Unternehmens.

Unterstützung, die verbindet – auch das ist Rheinmetall.

Tatjana Hauner

„Vereinbarkeit ist kein Sonderfall, sondern Teil einer leistungsorientierten Arbeitskultur. Ich habe immer Verantwortung übernommen – und das Unternehmen hat mir den nötigen Rahmen gegeben, das auch mit Familie zu tun.“

TATJANA HAUNER
Wie eine Führungskraft bei Rheinmetall zeigt, dass Working Parents mehr als nur ein Kompromiss sind. Tatjana Hauner ist EVP Internal Audit bei Rheinmetall – und Mutter von zwei kleinen Kindern. Ihre Geschichte ist keine Erfolgsgeschichte trotz Familie. Sondern wegen Familie. Und weil sie sich – gemeinsam mit ihrem Partner – für ein Modell entschieden hat, das moderne Elternschaft ernst nimmt. „Karriere und Familie schließen sich nicht aus – sie stärken sich gegenseitig.“

Working Parents: Beide verantwortlich, beide präsent

Die Idee der „Working Mom“ greift für Tatjana zu kurz. Denn sie beschreibt nur einen Teil der Verantwortung – und suggeriert, dass Vereinbarkeit vor allem Frauensache sei. Dabei lebt Tatjana etwas anderes vor: Working Parents – beide in Vollzeit, beide verantwortlich, beide mit Ambitionen und mit echter Fürsorge.

Verantwortung teilen – beruflich wie privat

Tatjana gibt ein Beispiel: „Mein Mann bringt die Kinder in die Kita, ich hole sie ab. Das klingt simpel – ist aber das Ergebnis vieler Gespräche und viel gemeinsamer Planung.“

Diese Aufteilung schafft nicht nur Fairness, sondern auch Flexibilität: Tatjana kann dadurch früher in den Arbeitstag starten – und ist am Nachmittag wieder verfügbar, wenn ihre Kinder sie brauchen. So entsteht ein Tagesrhythmus, der sowohl den beruflichen Anforderungen als auch dem Familienleben gerecht wird. Wenn beide Eltern Verantwortung übernehmen, entsteht ein echtes Gleichgewicht – mit mehr Handlungsspielraum für alle. Die Familie als Team – nicht als Ein-Frau-Projekt.

Auch ihr Wiedereinstieg nach der Elternzeit verlief nicht „von null auf hundert“, sondern war ein Prozess: Von 25 Stunden über 35 bis hin zur heutigen Vollzeitstelle in Führungsverantwortung.

„Ich musste mich nie rechtfertigen – weil klar war: Vereinbarkeit ist kein Sonderfall, sondern Teil einer leistungsorientierten Arbeitskultur. Ich habe immer Verantwortung übernommen – und das Unternehmen hat mir den nötigen Rahmen gegeben, das auch mit Familie zu tun.“

Führung heißt auch: Verantwortung im Team teilen

„Empowerment ist kein Nice-to-have – es ist eine Führungsaufgabe.“

Auch im beruflichen Kontext setzt Tatjana auf geteilte Verantwortung: Delegation und Empowerment sind für sie zentrale Führungsprinzipien. Schon früh hat sie ihr Team ermutigt, Verantwortung zu übernehmen, Aufgaben zu dokumentieren und Vertretungsregelungen aufzubauen – nicht nur als Absicherung für Fehlzeiten, sondern als aktiven Teil der Weiterentwicklung. So blieb Revision als zentrales Thema stabil und leistungsfähig – auch in Zeiten von Abwesenheiten.

„Indem wir Zusatzaufgaben bewusst verteilt haben, konnten Kolleginnen und Kollegen wachsen – und das Team wurde insgesamt resilienter.“

Entscheidend ist für Tatjana: transparente Kommunikation. Alle Themen werden offen besprochen, dokumentiert und im Team gestaltet.

Die richtige Umgebung macht den Unterschied

Rheinmetall unterstützt diesen Weg – mit Vertrauen, Flexibilität, gezielten Entwicklungsprogrammen und kleinen, aber entscheidenden Angeboten wie zum Beispiel:

  • einem Eltern-Kind-Raum am Standort Düsseldorf
  • Pilotprojekten zum Thema Jobsharing in der Führung


Warum Unternehmen von Working Parents profitieren

Eltern bringen mehr als nur Fachwissen mit. Sie leben Pragmatismus, Klarheit, Effizienz.

„Man lernt, ständig zu priorisieren – das ist nicht nur zu Hause nützlich, sondern auch im Business-Alltag.“

Diese Skills – gepaart mit der Loyalität gegenüber einem Unternehmen, das Vereinbarkeit ernst nimmt – machen Working Parents zu wertvollen Teamplayern und Führungspersönlichkeiten.

Die wichtigste Botschaft?

Es muss nicht perfekt sein.

„Erfolg als Working Parent ist kein Sprint – es ist ein Prozess. Und das darf es auch sein.“

Sich Zeit geben. Flexibel bleiben. Sich selbst und anderen etwas zutrauen. Das ist Tatjanas Weg – und ein Aufruf an alle, die ähnliche Fragen bewegen. Denn am Ende geht es nicht darum, sich zwischen Karriere und Familie zu entscheiden. Sondern darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem beides möglich ist.

„Es geht nicht darum, wer welches Geschlecht hat, sondern darum, was jeder und jede Einzelne an Fachwissen, Kreativität und Persönlichkeit mitbringt. Unterschiedliche Perspektiven machen uns alle stärker und sorgen dafür, dass wir gemeinsam besser werden."

CARINA JÄCKEL

Referentin für Online-Marketing

Carina Jäckel, Referentin für Online-Marketing
Als Referentin für Online-Marketing bei Rheinmetall arbeitet Carina Jäckel in einem Umfeld, das oft als technisch und damit eher männerdominiert wahrgenommen wird. Themen wie Website-Management, Google Analytics, Community-Management und technisches Verständnis für Internetseiten gehören zu ihrem Arbeitsalltag. Doch für sie war das nie eine Herausforderung, sondern eine spannende Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.

Schon in ihrem vorherigen Job war sie Teil eines Teams mit starkem IT-Fokus, und auch in ihrer Familie wurde sie von einer männerdominierten Umgebung geprägt: Sie kommt aus einer Feuerwehrfamilie, einem Bereich, in dem überwiegend Männer arbeiten. Diese Erfahrungen haben ihr gezeigt, dass der Umgang mit männlichen Kollegen oft unkompliziert, herzlich und von einem humorvollen, familiären Zusammenhalt geprägt ist. Diese positive Dynamik hat sie immer sehr geschätzt.

Gleichzeitig haben ihr diese Erfahrungen geholfen, selbstbewusst aufzutreten und ihren Platz in solchen Umfeldern zu behaupten. Sie hat gelernt, ihren Standpunkt klar zu vertreten und als gleichberechtigtes Teammitglied aufzutreten.

Für sie zeigt sich bei Rheinmetall, wie Fairness im Arbeitsalltag gelebt werden kann: „Es geht nicht darum, wer welches Geschlecht hat, sondern darum, was jeder und jede Einzelne an Fachwissen, Kreativität und Persönlichkeit mitbringt. Unterschiedliche Perspektiven machen uns alle stärker und sorgen dafür, dass wir gemeinsam besser werden.“

Grundsätzlich ergänzt Sie: „Ich möchte andere Frauen ermutigen, sich in männergeprägte Bereiche zu wagen und dort ihre Stärken einzubringen. Man kann viel lernen, nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Es lohnt sich, alte Rollenmuster zu hinterfragen und neue Wege zu gehen - für jede und jeden Einzelnen von uns."

Bei Rheinmetall soll sich jeder und jede entwickeln können. Heute gibt es Programme zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie spezielle Entwicklungsprogramme, Mentoring und Trainings, die bei der persönlichen und fachlichen Entwicklung unterstützen können.

Einander zu fördern, zu fordern und zu unterstützen, gehört zu unserer Kultur.

Larissa Förster, VP HR Projects
Julia Albrecht & Larissa Förster, Co Leadership
Julia Albrecht, VP HR Projects

„Bei Rheinmetall hat die Offenheit für neue Arbeitsweisen in den vergangenen 12 Jahren deutlich zugenommen. Das eröffnet uns die Möglichkeit, eine intensive Stelle mit Führungsverantwortung gemeinsam wahrzunehmen.“

Larissa Förster und Julia Albrecht

VP HR Projects

Innerhalb des Personalwesens bei Rheinmetall fungiert der Zentralbereich Projects und Solutions als Partner der Transformation für Wachstum und als nachhaltiger Treiber für eine fortschrittliche HR-Organisation. Auch moderne Führungsmodelle werden unter der Leitung von Thorben Reinhardt auf ihren Nutzen für Rheinmetall hin überprüft. Ein Shared Job and CoLeadership Team etabliert sich hier seit 2023 in der Praxis...

Die Führung der Abteilung HR Projects, die Corporate HR Projekte sowie strategische HR-Projekte weltweit leitet, unterstützt und verwaltet sowie ein Kompetenzzentrum für Projektmanagementmethoden innerhalb der Personalabteilung aufbaut, haben in gemeinsamer Verantwortung Julia Albrecht und Larissa Förster seit Gründung der Abteilung inne.

Die Abteilungsleiterinnen bauen im Rahmen ihres Shared Job and CoLeadership Modells die Abteilung „from the scratch“ auf. Sie formen ein Abteilungsteam, das die richtigen HR Projekte richtig angeht, um das Unternehmenswachstum effektiv und effizient zu meistern und innerhalb von HR für die Kolleginnen und Kollegen als wertvolle Dienstleistende da zu sein. Sie haben jeweils eine Teilzeitvereinbarung mit Rheinmetall getroffen.

 

Welche Vorteile ergeben sich aus diesem Modell für das Unternehmen?

Die beiden Managerinnen sehen bessere Ergebnisse und Entscheidungen auf der Basis ihrer gemeinsamen Stärken und Perspektiven als positive Effekte dieses Wegs. Daraus resultiert auch die Entlastung ihrer Führungskraft.

Darüber hinaus wird die Abhängigkeit von einer Person als Wissensträger reduziert, Vertretungsregelungen werden schneller organisiert und spontane Abwesenheiten und Krankheitsfälle abgefedert. Dass beide in unterschiedlichen Bundesländern leben, erweist sich bei der Urlaubsplanung als günstig, da eine Führungskraft zu den vereinbarten Arbeitszeiten 52 Wochen im Jahr zur Verfügung steht.

Auf diese Weise wird Führung in Teilzeit um ein weiteres Arbeitsmodell ergänzt, was für Rheinmetall wiederum einen größeren Pool an Führungspersönlichkeiten erschließen könnte. Das wäre in Zeiten des demografischen Wandels und gleichzeitigen Wachstums des Unternehmens ein wichtiges Argument. Dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Arbeitsmarkt weiterhin an Bedeutung gewinnt, spricht heute schon für das Modell.

 

Welche Schwierigkeiten wurden erwartet und wo wird es tatsächlich anspruchsvoll?

  • Da Schule und Kinderbetreuung in Deutschland von morgens bis nachmittags stattfindet, arbeiten beide zu den gleichen Zeiten. Die Erreichbarkeit an späten Nachmittagen und abends ist über klare Kommunikationsregeln im Team, rechtzeitige Vorausplanung und Ausnahmeregelungen gewährleistet. Das Konzept funktioniert.
  • Die möglichen Bedenken von Kolleginnen und Kollegen bezüglich des Modells zweier Mütter in Teilzeit auf einer Führungsposition hätten ein limitierender Faktor sein können. Das Feedback von Mitarbeitenden sowie anderen Führungskräften ist aber heute positiv.
  • Zu Ferienzeiten kommt es nur zu minimalen Überschneidungen von Urlaubstagen, da beide in unterschiedlichen Bundesländern leben.
  • Gleichzeitige Krankheiten des Führungstandems oder deren Kinder kommen bislang nicht vor. Dass sich die Virenlast in Deutschland zeitlich/regional zu verteilen scheint, ist günstig.
  • Ein Ausspielen im Team gibt es nicht. Wenn eine Entscheidung von einer der beiden getroffen wird, wird die andere dazu in Kenntnis gesetzt.
  • Die Mitarbeitenden berichten an beide Führungskräfte, das Modell funktioniert in dem die beiden Managerinnen entsprechend gut synchron aber vor allem asynchron kommunizieren und Zielrichtung, grundlegende Werte, Erfahrungswissen bei Rheinmetall übereinstimmen.
  • Neben der bereits anfänglichen Verwendung von OneNote als „Wissenstool“ sind tatsächlich Sprachnachrichten innerhalb der Rheinmetall IT-Infrastruktur ein Schlüssel der beiden, um das Modell effizient und effektiv zusammen zu leben. Technisch/IT-seitig gibt es jedoch auch noch Optimierungspunkte. Urlaubsanträge, Reiseanträge, Reisekostenabrechnungen erreichen immer nur eine der beiden und sie haben zwei Postfächer zu managen. Hier überprüfen sie regelmäßig, ob sich etwas verbessern ließe, um die Zusammenarbeit noch effizienter zu machen.

 

Was macht die Zusammenarbeit der beiden Managerinnen aus?

Für Julia Albrecht und Larissa Förster ist klar, dass Sie Führungspositionen wahrnehmen wollen. Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen als Mütter, die auch miterleben möchten, wie ihre Kinder aufwachsen, braucht es aber ein Arbeitsmodell, das Beruf und Familie ermöglicht. In dieses bringen sie ihre individuellen und gemeinsamen Erfahrungen bei Rheinmetall ebenso ein wie ihre unterschiedlichen Lebensläufe.

Julia Albrecht ist Bachelor of Business Psychology. Ihre verschiedenen Stationen innerhalb des Rheinmetall Konzerns führten sie sowohl in die Rheinmetall Holding als auch in die Division Electronic Solutions in Bremen. Sie hat im Bereich Information-, Knowledge- und Processmanagement in Projekten gearbeitet und war innerhalb der Personalentwicklung als Management Development Generalistin tätig. In Projekten und Teamleitungsfunktion war sie in der HR-Digitalisierungsabteilung eHR beschäftigt.

Larissa Förster ist BA International Management with Engineering (BWL und IT) und hat einen Master in Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich in Ihrer Zeit bei Rheinmetall innerhalb der HR-Digitalisierungsabteilung eHR von der Spezialistin bis zur Abteilungsleiterin weiterentwickelt.

Ihren gemeinsamen Weg in HR Projekten in verschiedenen Rollen (in den Projekten aber auch im Verhältnis zueinander) beschreiten sie seit 2012. Dabei haben sie den Fokus immer darauf gerichtet, am gleichen Strang zu ziehen.

Als Abteilungsleiterin HR Projects profitieren sie besonders von Ihrem Vertrauen zueinander, gegenseitigem Respekt und Zusammenhalt. Sie haben ein gleiches Führungs- und Werteverständnis, die grundlegend gleiche Auffassungsgabe und pflegen offene und ehrliche Kommunikation.

Stolz schauen sie auf die Entwicklung einiger Teammitglieder und positive Veränderungen des HR Bereichs zurück, die sie geschafft haben.
 

Welche Hinweise würden die beiden Führungskräfte einem anderen Führungstandem geben?

  • Genügend Zeit nehmen, um sich gegenseitig kennen zu lernen und die gemeinsame Richtung festzulegen.
  • Klare Regeln für Kommunikation. Sprachnachrichten, Chats und Telefonate sind deutlich effizienter als die Mailkommunikation generell.
  • Termine werden nur dann gemeinsam wahrgenommen, wenn das wirklich notwendig ist.  Das sind Ausnahmefälle. Sich aufteilen, einander vertrauen und informieren ist effizienter.
  • Zeit- und Selbstmanagement beherrschen.
  • Führungsunterstützung in der Set-Up-Phase einfordern und erhalten.
  • Arbeitszeitbudget klar definieren und einhalten.

 

Welche Veränderungen in der Rheinmetall Kultur nehmen sie wahr?

Bei Rheinmetall hat die Offenheit für „neue“ Arbeitsweisen in den vergangenen 12 Jahren deutlich zugenommen. Das gilt zum Beispiel für mobiles Arbeiten, Shared Leadership oder Arbeiten in Teilzeit. Es gibt mehr Frauen in Führungspositionen, legerere Bürokleidung und mehr „per Du“.

Zudem hat sich das Eigenverständnis von Rheinmetall ebenso verändert wie das Auftreten des Konzerns in der Öffentlichkeit.

„Als Mitglied des Kernteams der women@rheinmetall Community möchte ich dazu beitragen, dass unser Unternehmen ein attraktiver Arbeitgeber für alle ist. Gleichberechtigung jeder Art steht allen zu, damit sie ihr volles Potential ausschöpfen können.“

TABEA TAUER

Project Purchaser Division Power Systems

Tabea Tauer, Project Purchaser Division Power Systems

Bei women@rheinmetall wollen wir etwas bewegen, voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und die Wirksamkeit aller in unserem globalen Unternehmen stärken.

Dafür bieten wir ein Forum für die Beratung in allen beruflichen Fragen und unterstützen auf jeder Hierarchiestufe bei der beruflichen Weiterentwicklung.  Zusätzlich sind wir Markenbotschafterinnen und -Botschafter.

Letztlich leben wir unsere Unternehmenswerte: Respekt, Vertrauen, Offenheit. Unser Handeln ist zusätzlich geprägt von Toleranz, Teamgeist, Innovation und Empathie.

Wissenstransfer, Austausch und Beratung – all das finden Sie im internationalen Netzwerk women@rheinmetall.

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„Ich habe mich dem internationalen women@rheinmetall Netzwerk angeschlossen, um Kolleg:innen außerhalb meines Teams kennenzulernen. Durch women@rheinmetall bekomme ich Einladungen zu talk&learn Veranstaltungen und einen Einblick in andere Divisionen."

ANGELIKA BAUER

Entwicklungsplanerin

Angelika Bauer, Entwicklungsplanerin
Delia Vossen, Specialist Supply Chain Processes

„Ich bin seit 2020 Mitglied im internationalen women@rheinmetall Netzwerk, da ich Initiativen und Gruppen schätze, die etwas bewegen und verändern möchten und das unterstütze ich aus Überzeugung. Der wesentliche Vorteil, den ich aus dem Netzwerk ziehe, ist der offene Austausch über Herausforderungen im Business Umfeld und das gegenseitige voneinander Lernen."

DELIA VOSSEN

Specialist Supply Chain Processes

"Ich möchte die Frauen daran erinnern, dass sie dazu geboren sind, Dinge zu mehren. Eine Frau hat eine fördernde Natur. Lasst uns unsere Fähigkeiten positiv nutzen und die Vision und die Mission unseres Unternehmens umsetzen. Dazu sollten wir alle verfügbaren Gelegenheiten nutzen."

NOLITHA MBELE

NQ Betriebsleiterin

Nolitha Mbele, NQ Betriebsleiterin
Dem Team das Gesamtbild zeigen

Mein Weg bei Rheinmetall Denel Munition in Wellington begann im Januar 2013 mit einem befristeten Vertrag, und im Juni 2013 wechselte ich in eine Festanstellung als Produktionsleiterin im OCBM (Ortho-Chlorbenzyliden-Malonitril)-Werk. Im Laufe der Jahre habe ich vielfältige Erfahrungen gesammelt, unter anderem im NC (Nitrozellulose), in der Neutralisierungsanlage, in der Verfahrenstechnik (FOI (Facility Operating Instruction/PMI (Product Manufacturing Instruction)-Update) und in der SHE (Safety Health and Environment)-Abteilung (Implementierung von HIRA - Hazard Identification and Risk Assessment - für den Standort).

Im Januar 2019 begann ich am Standort Somerset West als Betriebsleiterin bei Pyro und 40mm. Im Jahr 2022 fungierte ich drei Monate lang als Betriebsleiterin in der Produktionswerkstatt 40mm. Im Jahr 2023 suchte ich andere Wege, kehrte aber im Januar 2024 zu Rheinmetall zurück, um die Rolle der Werksleiterin im Werk NQ (Nitroguanidine) zu übernehmen. Meine Hauptaufgabe als Werksleiterin ist es, dafür zu sorgen, dass die Sicherheitsverfahren eingehalten werden, dass das Team die Anlage kompetent bedienen kann und dass die Produktqualität den weltweit geltenden Standards und den Kundenspezifikationen entspricht. Außerdem muss ich dafür sorgen, dass die Produktionsziele gemäß dem Hauptproduktionsplan erreicht werden.

Meine Rolle als Betriebsleiterin ist sowohl spannend als auch anspruchsvoll. Die Herstellung von NQ für Ladegeräte ist an sich schon ein spannendes Projekt, während das Alter der NQ-Anlage von 41 Jahren eine große Herausforderung darstellt. Die geringe Effizienz und Zuverlässigkeit der Anlagen tragen zusätzlich zur Komplexität bei. Diese Herausforderungen machen mir jedoch viel Spaß und sorgen dafür, dass ich mich für meine Arbeit interessiere und engagiere. Ich arbeite proaktiv mit den Abteilungen für Instandhaltung und Verfahrenstechnik zusammen, um einen strategischen Plan für die erfolgreiche Durchführung unseres Charge-Plan-Projekts zu entwickeln, wobei ich meine proaktiven Problemlösungsfähigkeiten und mein Engagement hin zu hervorragenden Leistungen unter Beweis stelle.

In meiner Rolle als Betriebsleiterin geht es nicht nur um die Leitung des Betriebs, sondern auch um die Förderung der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen. Ich glaube fest an die Kraft der Teamarbeit und arbeite eng mit den Abteilungen für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt, Verfahrenstechnik, Instandhaltung und Qualität zusammen, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu gewährleisten und die Gesamteffizienz der Anlagen zu verbessern, um den Verkaufsplan zu unterstützen. Die ständige Kommunikation mit der Abteilung Supply Chain über das Bestandsmanagement ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, denn ohne Rohstoffe kann das Werk nicht arbeiten.

Ich bin der Meinung, dass sich jeder an den Unternehmenszielen orientieren und das große Ganze im Blick haben sollte. Um sicherzustellen, dass mein Team die Erwartungen erfüllt, kommuniziere ich die Anforderungen und Bedürfnisse und beziehe das Team in den Prozess der Umsetzung der Pläne ein. Zu Beginn des Jahres organisierte ich eine Werksbesichtigung für das NQ-Team. Die Vision hinter dieser Besichtigung war es, dem Team das Gesamtbild des Unternehmens zu vermitteln und zu zeigen, wie die Arbeit des NQ-Teams direkt zum Erfolg des Unternehmens beiträgt.

Was meinen Führungsstil betrifft, so betrachte ich mich als eine Führungspersönlichkeit, die hart zu den Standards und weich zu den Menschen ist. 

Abschließend möchte ich Steve Jobs zitieren. „Deine Arbeit wird einen großen Teil deines Lebens ausfüllen, und der einzige Weg, wirklich zufrieden zu sein, ist, das zu tun, was du für großartige Arbeit hältst. Und die einzige Möglichkeit, großartige Arbeit zu leisten, besteht darin, zu lieben, was man tut. Wenn Sie es noch nicht gefunden haben, suchen Sie weiter. Geben Sie sich nicht zufrieden.“

 

 

Rheinmetall Platz 1

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