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09/01/2026 | Pressemitteilung

Rheinmetall liefert neun hochmoderne Puma-Ausbildungssimulatoren an die Bundeswehr – Auftrag im Wert von 118,5 MioEUR

  • Bundeswehr bestellt neun Ausbildungssysteme „Ausbildungsgerät Schieß- und Gefechtsausbildung Schützenpanzer Puma“ 
  • Auftragswert für Rheinmetall rund 118,5 MioEUR
  • Auslieferung ab Mitte 2027 als Unterauftragnehmer der PSM GmbH
  • Flexibles Hardware-Konzept: Mobil, modular, wartungsfreundlich

Die deutschen Panzergrenadiere erhalten demnächst neun Ausbildungsgeräte Schieß- und Gefechtsausbildung (AGSP) für den Schützenpanzern Puma. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat die PSM Projekt System & Management GmbH (PSM), ein Joint Venture von KNDS Deutschland und Rheinmetall, am 19. Dezember 2025 einen entsprechenden Lieferauftrag erteilt. Die Beschaffung hat ein Gesamtvolumen von 119,5 MioEUR brutto. Davon entfallen 118,5 MioEUR auf Rheinmetall. Die Rheinmetall Electronics GmbH setzt das Projekt als Unterauftrag­nehmer maßgeblich um. Die ersten Ausbildungsgeräte Schieß- und Gefechts­ausbildung sollen ab Mitte 2027 ausgeliefert werden. Darüber hinaus wird das bereits bestehende Entwicklungsmuster AGSP auf den neuen Serienstand hochgerüstet und es werden für alle Systeme die dazugehörigen Transportbehälter geliefert.

Rheinmetall hat den AGSP als vollständig neues Trainingssystem für die Ausbildung mechanisierter Infanteriekräfte entwickelt.  Erst im September 2025 hatte das Amt für Heeresentwicklung die Bereitschaft zur Übernahme für das neue Ausbildungssystem AGSP erklärt. 

Das AGSP bildet als hochrealistischer Simulator das Gefechtsfeld eines Panzergrenadierzuges ab. Durch die präzise Nachbildung wesentlicher Elemente wie Fahrzeuglogik, Ballistik, Haptik und Richtverhalten wird eine besonders realitätsnahe Ausbildung ermöglicht – „Train as you fight“ steht im Zentrum der Konzeption.

Ein System besteht jeweils aus einer Leitungs-, Auswerte- und Kontrollstation (LAKS) sowie vier originalgetreu nachgebildeten Fahrzeugkabinen, die in zwölf 20-Fuß-Containern untergebracht sind. Die Anlage ist vollständig verlegbar. Die modulare Architektur erlaubt höchste Flexibilität: Alle zentralen Komponenten – etwa Serverracks und Fahrerkabinen – sind auf Schienensystemen montiert und können bei Bedarf schnell ersetzt oder aktualisiert werden. Auch Wartungs- und Reparaturmaßnahmen wurden stark vereinfacht, da zentrale Systeme nun von außen zugänglich sind. Dadurch entfallen aufwändige Rücktransporte in das Werk; Ausfallzeiten und Logistikaufwand. 

Das AGSP ermöglicht eine umfassende taktische Ausbildung in der Panzergrenadiertruppe, ohne einen Schützenpanzer bewegen zu müssen und trägt damit maßgeblich dazu bei, mehr Panzergrenadiere in kürzerer Zeit mit geringerem Aufwand am SPz PUMA auszubilden. Die AGSP wurden so konzipiert, dass eine Vernetzung mit einem anderen AGSP möglich ist. So können die Panzergrenadiere auch mit zwei AGSP, also zwei Zügen SPz Puma gemeinsam üben oder sogar einen kompatiblen Simulator für Kampfpanzer mit in die Ausbildung einbeziehen. So können die Panzergrenadiere dann sogar mit Kampfpanzern gemeinsam auf Kompanieebene üben.

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