10/06/2026 | Pressemitteilung
ILA 2026: Loitering Munition System FV-014
Keyfacts
- FV-014 schließt die Lücke zwischen Aufklärung und Artillerie
- 70 Minuten Flugdauer, 100 km Reichweite
- In der EU entwickelt und produziert, für Massenfertigung ausgelegt
Im Rahmen der ILA Berlin 2026 präsentiert die Rheinmetall am Stand G/300 das innovative Loitering-Munition-System FV-014. Die tragbare Recce- und Strike-Drohne schließt die taktische Lücke zwischen Aufklärung und konventioneller Artillerie direkt auf Truppenebene. Die rund 20 kg schwere Kamikaze-Drohne verfügt über ein aerodynamisches Flügelkonzept mit leisem, elektrischem Antrieb. Ein um 360 Grad schwenkbarer Gimbal am Bug ermöglicht die Beobachtung potenzieller Ziele über längere Zeiträume.
Mit einer Flugdauer von bis zu 70 Minuten und einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern (60 Kilometer Datenlink-Reichweite) kann das System sicher aus der Distanz agieren. Zur präzisen Zielbekämpfung ist die Drohne mit einer hocheffektiven HEDP-Nutzlast (High-Explosive Dual Purpose) ausgestattet. Dieser Gefechtskopf stammt ebenfalls aus dem Hause Rheinmetall und weist eine Durchschlagsleistung von über 600 mm gegen gepanzerte Ziele auf.
Die fortschrittliche Softwarearchitektur der FV-014 ermöglicht die Steuerung mehrerer Drohnen im Schwarmverbund durch einen einzigen Bediener. Automatisierte Routinen unterstützen bei der Navigation und Zielerkennung, bei permanenter Human-in-the-Loop-Kontrolle. Zudem operiert die Drohne zuverlässig in signalgestörten Szenarien.
Gesteuert über eine intuitive Bodenkontrollstation, integriert sich die FV-014 als zentrales Wirkelement in den Rheinmetall-Aufklärungswirkverbund (AWV). In Kombination mit Systemen wie der taktischen Aufklärungsdrohne „Luna NG” wird ein durchgängiges Lagebild zur schnellen Bekämpfung etabliert.
Die vollständig in der EU entwickelte und produzierte Drohne ist gezielt für die industrielle Massenfertigung in hohen Stückzahlen ausgelegt. Nach der erfolgreichen Demonstration vor einem NATO-Kunden im Februar 2026 untermauert ein im April 2026 geschlossener Rahmenvertrag im Milliarden-Euro-Bereich mit der Bundeswehr die Relevanz des Systems.
