10/06/2026 | Pressemitteilung
Dimension Luft: Rheinmetall präsentiert zukunftsweisendes Skyranger-Flugabwehrsystem auf der ILA 2026
Keyfacts
- Rheinmetall stellt das mobile Flugabwehrsystem Skyranger auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA Berlin 2026) aus.
- Das System gewinnt im Zuge europäischer Verteidigungsinitiativen in zahlreichen NATO-Staaten massiv an Bedeutung.
- Der Skyranger verbindet hochpräzise Kanonen- und Raketenabwehr zum Schutz mobiler Verbände gegen aktuelle Bedrohungen aus der Luft.
Der Technologiekonzern Rheinmetall präsentiert sich auf der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA Berlin 2026) vom 10. bis 14. Juni 2026 als Systempartner für die nationalen und internationalen Streitkräfte. Unter dem Leitmotiv, Verantwortung in der Dimension Luft zu übernehmen, steht das mobile Flugabwehrsystem Skyranger im Zentrum des Messeauftritts am Berlin ExpoCenter Airport.
Die bodengebundene Luftverteidigung hat in Europa insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine stark an Bedeutung gewonnen. Zahlreiche EU- und NATO-Mitglieder, darunter auch Deutschland, haben sich für die mobile Flugabwehr-Lösung Skyranger 30 von Rheinmetall entschieden. Das System bietet eine optimale Kombination aus Mobilität, Schutz, Flexibilität und Präzision, um den wachsenden Anforderungen an herausfordernde Bedrohungsszenarien im Nah- und Nächstbereich gerecht zu werden. Auf der ILA 2026 zeigt Rheinmetall den Skyranger 30-Turm auf dem gepanzerten 8x8-Radfahrzeug Boxer mit integriertem Lenkflugkörper DefendAir von MBDA. Mit diesem Effektoren-Mix ist der Skyranger 30 bestens gerüstet, um heutigen und zukünftigen Bedrohungen entschieden zu begegnen.
Das System adressiert die drängende globale Nachfrage nach resilienter und mobiler Nahbereichsflugabwehr. Angesichts moderner Bedrohungsszenarien – insbesondere durch den massenhaften Einsatz von Drohnen und Loitering Munition – schließt der Skyranger eine kritische Fähigkeitslücke westlicher Streitkräfte.
Technologische Präzision und modulare Flexibilität
Der Skyranger verbindet modernste Sensorik mit enormer Feuerkraft. Das Herzstück bildet die 30mmx173 KCE-Revolverkanone, die eine effektive Reichweite von bis zu 3.000 Metern aufweist. Durch den Einsatz von programmierbarer Airburst-Munition (Ahead) erreicht das System eine extreme Trefferwahrscheinlichkeit gegen Kleinstdrohnen.
Für größere Reichweiten ist der Geschützturm modular ausgelegt und kann flexibel Kurzstrecken-Flugabwehrraketen (SHORAD) aufnehmen. Ein integriertes Suchradar sowie elektrooptische Sensoren erlauben eine lückenlose 360-Grad-Aufklärung und Zielverfolgung, sodass das System völlig autonom oder im Netzwerkverbund agieren kann.
Der Standard für europäische Luftverteidigung
Der Skyranger etabliert sich zunehmend als europäischer Standard und ist ein zentraler Baustein der European Sky Shield Initiative (ESSI).
Die internationale Nutzerfamilie des Systems wächst kontinuierlich:
Deutschland:
Die Bundeswehr hat Rheinmetall mit der Lieferung von 19 Flugabwehrpanzern des Typs Skyranger 30 auf der Boxer-Plattform beauftragt. Ein erstes Nachweismuster wurde bereits termingerecht übergeben.
Österreich:
Als Erstkunde in Europa übernimmt Österreich eine wegweisende Pionierrolle. Das Bundesheer hat im Rahmen eines Großauftrags über einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag insgesamt 36 Skyranger 30-Systeme geordert, die auf der nationalen Radpanzer-Plattform GDELS Pandur EVO integriert werden.
Niederlande:
Im Dezember 2025 folgte ein Großauftrag im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich zur Lieferung von Skyranger-Systemen für den mobilen und abgesetzten Einsatz der niederländischen Streitkräfte.
Rumänien:
Im Zuge eines historischen, umfassenden Rüstungspakets im Gesamtwert von 5,7 Milliarden Euro hat Rumänien das System in der Variante Skyranger 35 auf Basis der hochmodernen Lynx-Gefechtsfahrzeugfamilie bestellt, um seine bodengebundene Luftverteidigung nachhaltig zu modernisieren.
Dänemark und weitere Partner:
Auch Dänemark plant die Beschaffung der Skyranger 30-Lösung. Darüber hinaus ist das System für die ukrainischen Streitkräfte vorgesehen, um die dortige Luftverteidigung kurzfristig zu stärken.
Aufgrund der flexiblen Architektur kann der Turm auf verschiedenen Plattformen integriert werden. Neben dem Radpanzer Boxer zeigt Rheinmetall das System international auch auf Kettenfahrzeugen wie dem Lynx KF41 oder auf Lkw-Chassis, was die logistische Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Kundenbedürfnisse unterstreicht.
Kapazitätsausbau für den globalen Bedarf
Rheinmetall reagiert mit einem konsequenten Hochlauf der Produktion auf das immense Marktpotenzial. Die jährliche Fertigungskapazität wird schrittweise von derzeit rund 70 bis 100 Türmen auf bis zu 400 Einheiten pro Jahr ausgebaut, um den anstehenden Serienhochlauf abzusichern.
