15.06.2026 | Pressemitteilung
Eurosatory 2026: MV-8 KOMODO Unmanned Breaching System – unbemannte Mobilität und Minenräumung für das moderne Gefechtsfeld
Keyfacts
- Besatzungsloses Minenräumsystem
- Zukunftsweisende Kooperation von Rheinmetall, DOK.ING und Pearson Engineering
- Mechanische und sprengstoffgestützte Minenräumung möglich
- Besuchen Sie uns an unserem Eurosatory-Stand F115/F116
Sperren, Minenfelder und komplexe Hindernisse zählen zu den größten Herausforderungen moderner Landoperationen. Der Kampf mit und um Sperren zählt zu den gefährlichsten Aufträgen auf dem heutigen Gefechtsfeld. Auf der Euroatory 2026 stellt Rheinmetall das besatzungslose MV-8 KOMODO Unmanned Breaching System (UBS) vor. Entwickelt für den Einsatz in modernen Bedrohungsszenarien, ermöglicht das besatzungslose Bodenfahrzeug das fernbedienbare Räumen bei gleichzeitiger signifikanter Reduzierung der Gefährdung eigener Kräfte. Hierdurch erhöht der MV-8 KOMODO die Mobilität und Durchsetzungsfähigkeit eigener Kräfte und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung von Schutz, Mobilität und Durchsetzungsfähigkeit auf dem Gefechtsfeld der Zukunft.
Wegweisende Kooperation
Das Fahrzeug vereint Rheinmetalls umfassende Kompetenz im Bereich Pioniertechnik mit den bewährten besatzungslosen Plattformtechnologien von DOK.ING sowie den hochspezialisierten Räumfähigkeiten von Pearson Engineering.
Das fernbedienbare besatzungslose Minenräumsystem basiert auf dem DOK-ING KOMODO MV-8. Dieser ist darauf ausgelegt, verschiedene militärische Fähigkeiten auf einer einzigen besatzungslosen Plattform zu integrieren. Somit verringert er das Risiko für Soldaten, die in hochgefährlichen Umgebungen operieren, erheblich. Die modulare besatzungslose Plattform zeichnet sich durch einen vollintegrierten dieselelektrischen Hybridantrieb mit 350 kW aus. Das Fahrzeug hat ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 15,5 Tonnen, eine Nutzlast von 8,5 Tonnen und kann bis zu 55 km/h schnell fahren.
Als robustes, geländegängiges und allwettertaugliches System vereint es mechanische Leistungsfähigkeit, Modularität, digitale Steuerungstechnologie und eine offene Architektur für zukünftige autonome Erweiterungen. Mit der geplanten Integration von Rheinmetalls PATH-A-Kit wird das System zusätzliche autonome und teilautonome Funktionen erhalten. Damit entwickelt sich der der MV-8 KOMODO zu einer zukunftsfähigen Plattform für hochdynamische und digitalisierte Einsatzszenarien.
Mechanische und sprengstoffgestützte Minenräumung möglich
Durch die Kombination mechanischer und sprenggestützter Räumverfahren kann der MV-8 KOMODO unterschiedlichste Hindernis- und Minensperren überwinden und sichere Bewegungsachsen für nachfolgende Kräfte schaffen. Für Minenräumeinsätze ist der MV-8 KOMODO mit dem Minenpflug von Pearson Engineering ausgestattet. Dieser macht Minen durch mechanische Bodenverdrängung unschädlich. Die so geschaffene freie und sichere Fahrgasse wird durch ein Minengassen-Markierungssystem (Lane Marking System, LMS) gekennzeichnet. Die Überlebensfähigkeit kann durch den Einsatz eines Magnetfeldduplikators weiter erhöht werden, der magnetisch ausgelöste Minen vorzeitig zur Detonation bringt.
Optional lässt sich das raketenunterstützte Sprengschnursystem Plofadder auf dem UBS einrüsten. Dieses verschießt eine Minenräumleiter über das Minenfeld und sprengt die im Wirkungsbereich verlegten Minen. Plofadder kann auf diese Weise eine 160 Meter lange und neun Meter breite Minengasse schaffen.
Zukünftige autonome Fähigkeiten
Der MV-8 KOMODO ermöglicht die Integration unbemannter Fähigkeiten in den Gefechtsverband und unterstützt Streitkräfte dabei, Aufträge schneller, sichererer und mit geringerem Risiko für eigenes Personal durchzuführen.
In der nächsten Phase der Systementwicklung wird der MV-8 KOMODO mit dem PATH A-Kit von Rheinmetall ausgestattet, das fortschrittliche autonome und halbautonome Funktionen bietet.
Nach der Integration ermöglicht diese Fähigkeit autonome Wegpunktnavigation mit Hindernisvermeidung in Echtzeit,, den Follow-Me- und Nachschubmodi für den Konvoibetrieb,, die Leader-Follower-Funktionen mit kooperativer Steuerung von bis zu 10 Fahrzeugen sowie KI-gestützte Sensorfusion und Lagewahrnehmung. Hierdurch werden Missionssicherheit und Zuverlässigkeit unter allen Bedingungen, einschließlich Umgebungen ohne GNSS-Empfang, gewährleistet. Dieser Upgrade-Pfad stellt sicher, dass das UBS eine zukunftsfähige Plattform bleibt, die sich an sich weiterentwickelnde Auftragserfordernisse anpassen lässt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Eurosatory-Messestand F115/F116.
