15/06/2026 | Pressemitteilung
Rheinmetall präsentiert zukunftsweisendes Skyranger-Flugabwehrsystem auf der Eurosatory 2026
Keyfacts
- Der Skyranger verbindet hochpräzise Kanonen- und Raketenabwehr zum Schutz mobiler Verbände gegen aktuelle Bedrohungen aus der Luft
- Das System gewinnt im Zuge europäischer Verteidigungsinitiativen in zahlreichen NATO-Staaten massiv an Bedeutung
- Besuchen Sie uns am Eurosatory-Stand F115/F116
Die bodengebundene Luftverteidigung hat in Europa insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine stark an Bedeutung gewonnen. Auf der diesjährigen Eurosatory 2026 in Paris (15. bis 19. Juni 2026) präsentiert Rheinmetall das mobile Flugabwehrsystem Skyranger 30 auf Basis des Gefechtsfahrzeugs Lynx KF41.
Zahlreiche EU- und NATO-Mitglieder, darunter auch Deutschland, haben sich in den letzten Jahren für die
mobile Flugabwehr-Lösung Skyranger 30 von Rheinmetall entschieden. Das System bietet eine optimale
Kombination aus Mobilität, Schutz, Flexibilität und Präzision, um den wachsenden Anforderungen an
herausfordernde Bedrohungsszenarien im Nah- und Nächstbereich gerecht zu werden.
Das System Skyranger 30 adressiert die drängende globale Nachfrage nach resilienter und mobiler Nahbereichsflugabwehr. Angesichts moderner Bedrohungsszenarien – insbesondere durch den massenhaften Einsatz von Drohnen und Loitering Munition – schließt der Skyranger eine kritische Fähigkeitslücke westlicher Streitkräfte.
Technologische Präzision und modulare Flexibilität
Der Skyranger verbindet modernste Sensorik mit enormer Feuerkraft. Das Herzstück bildet die 30mmx173 KCE-Revolverkanone, die eine effektive Reichweite von bis zu 3.000 Metern aufweist. Durch den Einsatz von
programmierbarer Airburst-Munition (Ahead) erreicht das System eine extreme Trefferwahrscheinlichkeit gegen Kleinstdrohnen.
Für größere Reichweiten ist der Geschützturm modular ausgelegt und kann flexibel Kurzstrecken-Flugabwehrraketen (SHORAD) aufnehmen. Ein integriertes Suchradar sowie elektrooptische Sensoren erlauben eine lückenlose 360-Grad-Aufklärung und Zielverfolgung, sodass das System völlig autonom oder im
Netzwerkverbund agieren kann.
Der Standard für europäische Luftverteidigung
Der Skyranger etabliert sich zunehmend als europäischer Standard und ist ein zentraler Baustein der European Sky Shield Initiative (ESSI).
Die internationale Nutzerfamilie des Systems wächst kontinuierlich:
- Deutschland:
Die Bundeswehr hat Rheinmetall mit der Lieferung von 19 Flugabwehrpanzern des Typs Skyranger 30 auf der Boxer-Plattform beauftragt. Ein erstes Nachweismuster wurde bereits termingerecht übergeben. - Österreich:
Als Erstkunde in Europa übernimmt Österreich eine wegweisende Pionierrolle. Das Bundesheer hat im Rahmen eines Großauftrags über einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag insgesamt 36 Skyranger 30-Systeme geordert, die auf der nationalen Radpanzer-Plattform GDELS Pandur EVO integriert werden. - Niederlande:
Im Dezember 2025 folgte ein Großauftrag im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich zur Lieferung von Skyranger-Systemen für den mobilen und abgesetzten Einsatz der niederländischen Streitkräfte. - Rumänien:
Im Zuge eines historischen, umfassenden Rüstungspakets im Gesamtwert von 5,7 Milliarden Euro hat Rumänien das System in der Variante Skyranger 35 auf Basis der hochmodernen Lynx-Gefechtsfahrzeugfamilie bestellt, um seine bodengebundene Luftverteidigung nachhaltig zu modernisieren. - Dänemark und weitere Partner:
Auch Dänemark plant die Beschaffung der Skyranger 30-Lösung. Darüber hinaus ist das System für die ukrainischen Streitkräfte vorgesehen, um die dortige Luftverteidigung kurzfristig zu stärken.
Aufgrund der flexiblen Architektur kann der Turm auf verschiedenen Plattformen integriert werden. Neben dem Radpanzer Boxer zeigt Rheinmetall das System international auch auf Kettenfahrzeugen wie dem Lynx KF41 oder auf Lkw-Chassis, was die logistische Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Kundenbedürfnisse unterstreicht.
Kapazitätsausbau für den globalen Bedarf
Rheinmetall reagiert mit einem konsequenten Hochlauf der Produktion auf das immense Marktpotenzial. Die jährliche Fertigungskapazität wird schrittweise von derzeit rund 70 bis 100 Türmen auf bis zu 400 Einheiten pro Jahr ausgebaut, um den anstehenden Serienhochlauf abzusichern.
