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05/11/2026 | Pressemitteilung

Rheinmetall in den ersten neun Monaten 2026: Rekordwachstum mit hoher Profitabilität – Operatives Ergebnis über 1,3 MrdEUR

  • Konzernumsatz erreicht 8,4 MrdEUR – Zuwachs um 38% gegenüber dem Vorjahreswert
  • Rheinmetall Nomination bei 19,1 MrdEUR 
  • Operatives Konzernergebnis steigt um 69% oder 544 MioEUR 
  • Operative Ergebnismarge bei 16,0%
  • Jahresprognose 2026 wird angepasst
  • Konzernumsatz in den ersten neun Monaten klettert um 38% auf 8,4 MrdEUR 
  • Operatives Konzernergebnis mit 1.339 MioEUR auf neuem Höchstwert –
    Zuwachs um 544 MioEUR oder 69%
  • Operative Ergebnismarge im Konzern von 13,1% auf 16,0% gesteigert
  • Rheinmetall Nomination liegt mit 19,1 MrdEUR deutlich über Vorjahr
  • Operativer Free Cashflow bei ‑1.698 MioEUR – durch Vorratsaufbau für das angestrebte Umsatzwachstum
  • Verschiebungen in Projekten führen zu Anpassung der Gesamt­jahres­erwartung

 

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG geht mit Rekordzuwächsen bei Umsatz und Ertrag in die Zielgerade für das Geschäftsjahr 2026. In den ersten neun Monaten konnte der Konzern das Geschäftsvolumen um mehr als ein Drittel ausweiten und die Profitabilität deutlich steigern. Der Auftragsbestand des Technologiekonzerns bleibt auf sehr hohem Niveau. 

Die sicherheitspolitische Lage mit erheblich gestiegenen Verteidigungsbudgets in zahlreichen Ländern sichert weiterhin die Nachfrage der Kunden mit entsprechend wachsenden Produktionsvolumina in den fünf Segmenten des Konzerns. Trotz der erneut positiven Quartals-Entwicklung muss die Jahres­prognose für 2026 aufgrund von Verschiebungen bei Projekten angepasst werden. Sowohl Verzögerungen im Projekt Arminius der Bundeswehr, das sich in der finalen Verhandlungsphase befindet und erst im kommenden Jahr beauftragt werden kann, wie auch bei der Losabnahme von Artilleriemunition führen zu Umsatzverschiebungen. 

Rheinmetall rechnet für das Geschäftsjahr 2026 nunmehr mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 13,2 MrdEUR. Die operative Ergebnismarge wird bei rund 18,5% erwartet.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, zur Unternehmens­entwicklung: „Wir haben ein sehr gutes Wachstum bei hoher Profitabilität und sind damit im Branchenvergleich auch international führend. Die gute Auftrags­lage gibt uns die Möglichkeit, unsere Kapazitäten nachhaltig auszubauen. Zuletzt haben wir in Großbritannien und im spanischen Albacete neue Werke in Betrieb genommen. All dies geschieht im Rheinmetall-Tempo: Aus einer leerstehenden Produktions­halle im britischen Telford ist in nur acht Monaten eine voll funktionsfähige Geschützfertigung geworden. Auch operativ bleiben wir dabei auf einem sehr hohen Niveau. Unser Wachstumskurs ist solide und hat Bestand. Und nicht zuletzt: Wir sichern und schaffen Tausende Arbeitsplätze in Deutschland und auch in den Partnerländern.“ 

„Die starke Nachfrage hält an und es gelingt uns immer wieder, wichtige Großaufträge für unsere innovativen Systeme im In- und Ausland zu gewinnen“, so Armin Papperger. „Auch im Marinebereich arbeiten wir mit Hochdruck daran, in Deutschland und im internationalen Umfeld neue Bestellungen zu generieren.“

 

Rheinmetall-Konzern: Umsatzwachstum von 38% – Operatives Konzern-Ergebnis steigt um 68% 

Der Konzernumsatz kletterte in den vergangenen neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2.318 MioEUR oder 38% auf 8.376 MioEUR (Vorjahr: 6.057 MioEUR). Der Anteil des in Deutschland erzielten Umsatzes ist im genannten Zeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozentpunkte auf 41,3% gestiegen. Der Auslandsanteil beträgt somit 58,7%. 

Einen historischen Höchstwert erreichte das operative Ergebnis aus den ersten neun Monaten. Es erhöhte sich im Berichtszeitraum um 68% auf 1.339 MioEUR, nach 795 MioEUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Zuwachs 544 MioEUR. Dieser überproportionale Ergebnisanstieg resultiert im Wesentlichen aus dem gesteigerten Umsatzvolumen. Die operative Ergebnismarge des Konzerns kletterte nach neun Monaten im Geschäftsjahr auf 16,0%, nach 13,1% zuvor.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 7,83 EUR auf 14,44 EUR.

Der operative Free Cashflow sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 900 MioEUR auf ‑1.698 MioEUR (Vorjahr: ‑798 MioEUR). Der Vorjahreszeitraum war durch hohe Anzahlungen von Kunden geprägt. Darüber hinaus leitet sich der Rückgang aus dem Vorratsaufbau und der damit einhergehenden höheren Working Capital-Bindung für das angestrebte Umsatzwachstum ab.

Der Wert des Rheinmetall Nomination lag mit 19,1 MrdEUR (Vorjahr: 16,0 MrdEUR) um 19% über dem Wert des Vorjahres. Rheinmetall Nomination umfasst sowohl den klassischen Auftragseingang als auch das Volumen aus neu abgeschlossenen Rahmenverträgen.

Der Rheinmetall Backlog zum 30. September 2026 erhöhte sich deutlich auf 78,0 MrdEUR (Vorjahr: 56,7 MrdEUR). Der Backlog umfasst neben dem Auftragsbestand auch die erwarteten Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen.

 

Vehicle Systems: Rheinmetall Nomination steigt im Vorjahresvergleich weiter an

Der Umsatz bei Vehicle Systems, mit Tätigkeiten vor allem im Bereich der taktischen Rad- und Kettenfahrzeuge sowie der logistischen Fahrzeuge, lag nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 mit 3.898 MioEUR um 662 MioEUR oder 20% über dem Vorjahreswert. Die positive Entwicklung ist auf den Umsatzanstieg bei Rad- und Kettenfahrzeugen sowie Militär-Lkw für den deutschen und für europäische Kunden zurückzuführen.

Der Rheinmetall Nomination des Segments erreichte in den ersten neun Monaten das Vierfache des Vorjahreswertes und kletterte auf 7.907 MioEUR, nach 1.945 MioEUR im Vorjahr. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um 5.962 MioEUR. Die Erweiterung des deutschen Kunden­auftrags für den Schützenpanzer Puma, von dem Anfang 2026 in einem zweiten Los 200 Exemplare nachbestellt wurden, sowie die Bestellung von 298 Lynx Schützenpanzern für Rumänien – finanziert durch das europäische SAFE-Programm – haben hierzu wesentlich beigetragen. Zum 30. September 2026 lag der Rheinmetall Backlog des Segments mit einem Wert von 28.664 MioEUR um 8.951 MioEUR oder 45% deutlich über dem Vorjahreswert. 

Das operative Ergebnis verbesserte sich von 347 MioEUR im Vorjahr auf 466 MioEUR. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf den erhöhten Umsatz sowie einen veränderten Produktmix im Bereich der logistischen Fahrzeuge zurückzuführen. Die operative Marge liegt mit 12,0% über dem Vorjahreswert von 10,7%.

 

Weapon and Ammunition: Umfangreiche Investitionen für Kapazitätserweiterungen 

Weapon and Ammunition erzielte mit den Aktivitäten bei Waffensystemen, Munition und Schutzsystemen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 2.705 MioEUR und lag damit um 34% über dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 2.014 MioEUR). Umsatztreiber waren ein Munitionspaket für Ungarn sowie Artillerie- und Mittelkalibermunition für die Ukraine und andere europäische Kunden. 

Der Rheinmetall Nomination liegt mit 4.542 MioEUR nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2026 um 6% unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 4.811 MioEUR). Bedeutende Auftragseingänge beziehen sich auf einen Auftrag über Mittelkalibermunition aus Rumänien im Rahmen des EU-SAFE-Programms, ein modulares Camp für die stationäre Unterbringung für die Bundeswehr in Litauen, Panzermunitionsaufträge für Polen sowie Artilleriegeschosse und -waffenanlagen für Deutschland und mehrere osteuropäische Länder. 

Der Rheinmetall Backlog erreichte zum Ende des dritten Quartals (30. September 2026) 25.557 MioEUR. Gegenüber dem Vorjahreswert (30. September 2025: 23.231 MioEUR) betrug der Zuwachs 2.326 MioEUR oder 10%. 

Das operative Ergebnis lag mit Ablauf von neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 mit 634 MioEUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 440 MioEUR). Wesentlicher Treiber hierfür war das deutlich gestiegene Umsatzvolumen. Die operative Ergebnismarge erhöhte sich in der Folge auf 23,4% (Vorjahr: 21,9%).

Flankiert wurden die Geschäftsaktivitäten des Segments auch in diesem Jahr wieder von umfangreichen Investitionsmaßnahmen, die mit einem Volumen von 338 MioEUR über dem Niveau des Vorjahres lagen (Vorjahr: 284 MioEUR). Im Mittelpunkt standen dabei Transformations- und Kapazitätserweiterungsprojekte in mehreren Gesellschaften. Dazu zählen die Kapazitätserweiterung für die Rohrfertigung in Großbritannien, der Aufbau eines neuen Artillerie-Werks in Litauen und eines  neue Mittelkaliber-Werks im spanischen Albacete wie auch der Ausbau der Pulverfertigung bei der Nitrochemie Aschau.

 

Air Defence: Rheinmetall Nomination steigt überproportional

Air Defence, mit den Produkten im Bereich der bodengebundenen Luftverteidigung und komplexer Systeme auch zur Drohnenabwehr, steigerte den Umsatz nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 um 283 MioEUR auf 731 MioEUR (Vorjahr: 448 MioEUR). Dies entspricht einem Zuwachs von 63%. Der erhebliche Umsatzzuwachs ist vor allem auf den Projektfortschritt bei der Fertigung von Skynex- und Skyranger-Flugabwehrsystemen für europäische Kunden sowie Munitionslieferungen an internationale Kunden zurückzuführen. 

Große Einzelaufträge trieben den Rheinmetall Nomination auf das Fünffache des Vorjahreswerts. 
Er erreichte 1.734 MioEUR, nach 322 MioEUR im Vorjahreszeitraum. Hier fielen insbesondere die Bestellungen weiterer Skyranger- und Skynex Flugabwehrsysteme für einen europäischen und einen internationalen Kunden ins Gewicht. Der Rheinmetall Backlog lag am 30. September 2026 bei 4.099 MioEUR und damit um 81% deutlich über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 2.264 MioEUR). 

Das operative Ergebnis hat sich umsatzgetrieben bis zum Ende des Septembers 2026 von 59 MioEUR im Vorjahr auf 135 MioEUR mehr als verdoppelt. Damit verbesserte sich die operative Ergebnismarge auf 18,5% (Vorjahr: 13,2%). 

 

Digital Systems: Rheinmetall Backlog um über 39% gesteigert

Digital Systems, mit den Produkten im Bereich der Digitalisierung der Streitkräfte, der Satellitentechnologie, der bemannten und unbemannten Flugsysteme sowie der Simulation, steigerte den Umsatz nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 um 297 MioEUR auf 1.328 MioEUR (Vorjahr: 1.031 MioEUR); dies entspricht einem Zuwachs von 29%. Der Umsatzzuwachs ist im Wesentlichen auf die Digitalisierungsprojekte TaWAN und D-LBO sowie auf den Hochlauf der Projekte Nah- und Nächstbereichsschutz zurückzuführen. 

Der Rheinmetall Nomination erreichte 4.899 MioEUR, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen signifikanten Rückgang um 5.072 MioEUR oder 51% bedeutet. Der Vorjahreszeitraum war durch milliardenschwere Großaufträge geprägt, namentlich die großen Beauftragungen der Rahmen­verträge für das Digitalisierungsprogramm TaWAN sowie die Nachbeschaffung der Soldatensysteme IdZ-ES. Im abgelaufenen Dreivierteljahr des Geschäftsjahres 2026 wurde Digital Systems mit dem Rahmenvertrag in Milliardenhöhe zur Lieferung von Loitering-Munition-Systemen (FV-014) sowie mit der Lieferung von Anteilen für Spähfahrzeuge, jeweils für die Bundeswehr, beauftragt. Darüber hinaus hat Digital Systems – als Mitglied eines internationalen Konsortiums – einen Auftrag zur Digitalisierung der Gefechtsausbildung bei den britischen Streitkräften erhalten. Der Rheinmetall Backlog lag am 30. September 2026 bei 20.396 MioEUR und damit um 39% merklich über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 14.642 MioEUR). 

Das operative Ergebnis legte bis zum Ende des Septembers 2026 deutlich auf 118 MioEUR zu, nach 69 MioEUR im Vorjahr. Die operative Ergebnismarge stieg in der Folge auf 8,9% (Vorjahr: 6,7%). 

 

Naval Systems: Rheinmetall Nomination steigt weiter

Naval Systems, zuständig für maritime Lösungen im bemannten und unbemannten Überwasserschiffbau, wurde zum Ende des ersten Quartals 2026 erstmals als eigenständiges Segment in die Berichterstattung einbezogen. 

Naval Systems erzielte im Zeitraum der ersten sieben Monate nach der Übernahme Ende Februar 2026 einen Umsatz von 679 MioEUR. Der Umsatz resultierte im Wesentlichen aus den laufenden Schiff-Neubauprogrammen: dem Bau von Flottendienstbooten (FDB424), Korvetten der Braunschweig-Klasse (K130), Marinebetriebsstoffversorgern (MBV707) sowie aus dem bulgarischen Multipurpose Modular Patrol Vessel-Programm (MMPV90). Im Bereich Reparatur, Instandsetzung und Wartung wurden seit der Übernahme Ende Februar 2026 Serviceumsätze in Höhe von 96 MioEUR erwirtschaftet, geprägt durch den laufenden Instandsetzungsauftrag an den Fregatten „Rheinland-Pfalz“ und „Bayern“.

Für den Rheinmetall Nomination wurden in den sieben Monaten nach der Übernahme Ende Februar 2026 Auftragseingänge in Höhe von 1.161 MioEUR erfasst. Der durch das europäische SAFE-Programm finanzierte Auftrag der rumänischen Regierung über den Bau von vier Marineschiffen im Wert von 920 MioEUR lieferte den größten Beitrag hierzu. Weitere 125 MioEUR steuerten der Bereich der Schiffsreparatur sowie Kleinstaufträge bei. Der Rheinmetall Backlog zum 30. September 2026 lag bei 3.896 MioEUR. 

Das operative Ergebnis belief sich auf 71 MioEUR, womit die operative Ergebnismarge 10,5% erreichte.

 

Ausblick: Angepasste Jahresprognose 

Rheinmetall passt die Jahresprognose für 2026 aufgrund von Projektverschiebungen an. Sie resultieren aus Verzögerungen im Projekt Arminius der Bundeswehr, das sich in der finalen Verhandlungsphase befindet und erst im kommenden Jahr beauftragt werden kann, wie auch aus absehbaren Verzögerungen bei der Abnahme von Produktionslosen von Artilleriemunition.

Für den Umsatz erwartet Rheinmetall nunmehr rund 13,2 MrdEUR statt der bisher avisierten 
13,7 –14,2 MrdEUR (Umsatz Vorjahr: 9.935 MioEUR). Ausgehend von dieser Umsatzprognose rechnet Rheinmetall für den Konzern inklusive Akquisitionen im laufenden Geschäftsjahr 2026 – unter Einrechnung der Holding-Kosten – mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses und einer stabilen Ergebnismarge von rund 18,5% (operative Ergebnismarge Vorjahr: 18,5%). Die Margenerwartung lag bisher bei rund 19%.

 

Weitere Informationen

 

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen der Rheinmetall AG sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Diese sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Rheinmetall übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

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Dr. Philipp von Brandenstein, Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation

Zentralbereichsleiter Unternehmenskommunikation

Telefon: +49 211 473-4320

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