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Sicherheit im Luftraum: Wie Rheinmetall der hybriden Drohnenbedrohung begegnet – Skyspotter auf zivilem Flugfeld

01/09/2026 | Story

Sicherheit im Luftraum: Wie Rheinmetall der hybriden Drohnenbedrohung begegnet

Der Himmel über Deutschland ist Schauplatz einer hybriden Bedrohung. Nicht erst seit dem Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle, bei dem eine mit dem militärischen Plastiksprengstoff Semtex bestückte Drohne in der Nähe einer Frachtmaschine entdeckt wurde, ist klar: Der Schutz des Luftraums ist für Sicherheitsbehörden und Betreiber kritischer Infrastruktur eine existenzielle Aufgabe. Eine punktuelle Abwehr reicht nicht mehr aus; gefragt sind vernetzte und systemübergreifende Ansätze. Als führendes internationales Systemhaus für Sicherheit und Verteidigung ist Rheinmetall bestens aufgestellt, um diesen Herausforderungen technologisch und operativ verlässlich zu begegnen. Wir sind ausgewiesene Experten für Flugabwehr und Drohnenschutz. Unsere Drohnenabwehrsysteme bewähren sich im Einsatz – in der Ukraine, im arabischen Raum und beim Schutz kritischer Infrastruktur in Deutschland.  

Für die Drohnenabwehr an sensiblen Einrichtungen wie Flughäfen ist ein Mix aus leistungsfähiger Sensorik und lageangepasster Wirkung erforderlich. Rheinmetall verfolgt einen Ansatz, der verschiedene physikalische Erkennungsprinzipien verbindet. Hierzu zählen 3D-Radarlösungen, Funkpeiler sowie akustische und skalierbare Systeme. Sie detektieren Personen, Fahrzeuge und Drohnen passiv und unabhängig von Sichtverbindungen. Relevante Ereignisse werden KI-gestützt identifiziert und nahezu in Echtzeit für ein belastbares Lagebild bereitgestellt. Diese Sensoren können je nach Bedarf und Lage zusammengestellt werden. 

Sicherheit im Luftraum: Wie Rheinmetall der hybriden Drohnenbedrohung begegnet

Ein Baustein ist das elektro-optische Detektions- und Tracking-System Skyspotter: Es scannt kontinuierlich den Luftraum und liefert eine 360-Grad-Abdeckung. Durch die Kombination von Wärmebild- und Tageslichtkameras sowie KI-Bildverarbeitung verifiziert und verfolgt das System selbst kleinste, tief fliegende oder funkstille Drohnen. An Flughäfen hat Skyspotter unter Realbedingungen seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Dieser Sensormix garantiert eine lückenlose Luftraumüberwachung, ohne den Flugbetrieb zu stören.

Das Herzstück bilden missionsangepasste digitale Führungssysteme. Diese führen die Sensordaten in Echtzeit zusammen und geben der Einsatzleitung ein aktuelles Luftlagebild. Dadurch lassen sich Gefahren präzise erkennen und es ist sofort sichtbar, wann die Gefahr gebannt ist und sich keine Drohne mehr in der Luft befindet. Das hilft zivilen Flughäfen, Zeit zu sparen und den Betrieb wieder aufzunehmen. Um diesen Schutz im zivilen Raum weiter auszubauen, gehen wir gemeinsam mit der Telekom den nächsten Schritt zu einem flächendeckenden Drohnenabwehrsystem. Die Infrastruktur von T-Systems, insbesondere die Mobilfunktürme, können genutzt werden, um eine Funkpeilung flächendeckend zu installieren. Damit können sowohl funk-, also auch mobilfunkgesteuerte Drohnen detektiert werden.

Sobald eine Bedrohung identifiziert ist, müssen maßgeschneiderte Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Zur Bekämpfung setzen wir im sogenannten Soft-Kill-Bereich in erster Linie auf gezielte Jammer (elektronische Abwehrmethoden, die Funk- oder GPS-Signale der Drohne blockieren, ohne sie physisch zu zerstören) oder auf autonome Rammdrohnen, sogenannte Interceptor, die feindliche Systeme im Flug abfangen. Im modularen Baukastenprinzip können weitere Effektoren zum Einsatz kommen, darunter auch hochenergetische Lasersysteme. Ein weiteres Beispiel ist das Skynex-System, das in der Ukraine mithilfe von programmierbarer Ahead-Munition kritische Infrastruktur schützt.

Hierbei gilt es zu differenzieren: Skyspotter ist primär für den Schutz kritischer Infrastruktur in Friedenszeiten ausgelegt. Bei einer Verschärfung des Konflikts oder einer massiv steigenden Bedrohungslage kann das System flexibel mit Hard-Kill-Fähigkeiten (kinetische Abwehrmethoden zur physischen Zerstörung oder zum Abschuss des Ziels) aufgerüstet werden. Eine Vernetzung mit dem mobilen Flugabwehrsystem Skyranger ist grundsätzlich möglich, für den Schutz ziviler Flughäfen jedoch derzeit nicht vorgesehen.

Sicherheit im Luftraum: Wie Rheinmetall der hybriden Drohnenbedrohung begegnet – Skyspotter auf zivilem Flugfeld
Sicherheit im Luftraum: Wie Rheinmetall der hybriden Drohnenbedrohung begegnet – Skyspotter auf zivilem Flugfeld

Der Einsatz dieser Technologie erfordert einen klaren gesetzlichen Rahmen. Der Vorfall in Leipzig hat die Debatte über Kompetenzen neu entfacht. Die Zuständigkeiten sind klar getrennt: Die Bundeswehr ist im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung für den militärischen Schutz des Luftraums zuständig. Im Inland liegt die Gefahrenabwehr primär bei den Ländern und den Bundesbehörden. Die Bundespolizei spielt beim Schutz der Grenzen und der Flughäfen eine zentrale Rolle. Während die Bundespolizei im Rahmen der Gefahrenabwehr hoheitliche Maßnahmen wie das Stören von Funksignalen oder das Abfangen einleiten darf, sind die Eingriffsbefugnisse der Bundeswehr im Inland durch das Grundgesetz streng reglementiert und auf Amtshilfe beschränkt. Um Sicherheitslücken zu schließen, bedarf es angesichts aktueller Bedrohungen einer weiteren Harmonisierung.

Sicherheit im Luftraum: Wie Rheinmetall der hybriden Drohnenbedrohung begegnet

Rheinmetall steht als strategischer Partner bereit, diesen Prozess technologisch zu unterstützen. Mit unserer modularen „Drone Defence Toolbox” bieten wir skalierbare Lösungen, die auf die jeweiligen gesetzlichen Befugnisse zugeschnitten sind – von passiver Detektion und Soft-Kill-Mitteln für Behörden bis zur militärischen Flugabwehr, die sich nach Reichweiten gestaffelt in verschiedene Schichten aufteilt. Als systemübergreifendes Technologiehaus schließt Rheinmetall die technologische Lücke, damit Politik und Behörden die rechtliche Lücke schließen können.

Kontakt
Patrick Rohmann, Senior Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Sprecher Digital Systems

Senior Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Sprecher Digital Systems

David Ginster, Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Sprecher Air Defence

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Sprecher Air Defence

Telefon: +49 211 473-4054

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