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23.03.2017

Rheinmetall prognostiziert auch für 2017 operatives Wachstum und Ergebnissteigerungen in beiden Sparten

Geschäftsjahr 2016

  • Konzernumsatz um 8% auf 5.602 MioEUR gestiegen – operatives Ergebnis
    vor Zinsen und Steuern um 23% auf 353 MioEUR verbessert
  • Operativer Free Cash Flow deutlich erhöht: 161 MioEUR nach 29 MioEUR
    im Vorjahr
  • Automotive steigert EBIT-Rendite auf 8,4% – neuer Höchstwert
  • Defence erhöht EBIT-Rendite von 3,5% auf 5%
  • Ergebnis je Aktie wächst um 21% – Dividendenvorschlag 1,45 EUR

Ausblick 2017

  • Umsatzsteigerung von 4% bis 5% erwartet
  • EBIT-Rendite mit 6,3% auf Vorjahresniveau
  • Automotive prognostiziert weiteres Umsatzwachstum in Höhe von
    3% bis 4% und eine operative Ergebnisrendite von mindestens 8%
  • Defence rechnet mit organischem Wachstum in Höhe von 5% bis 6%
    und einer Rendite-Verbesserung auf 5% bis 5,5%

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern rechnet auch für das Geschäftsjahr 2017 in seinen beiden Unternehmensbereichen Automotive und Defence mit anhaltendem organischem Umsatzwachstum und einer weiteren operativen Ergebnissteigerung. Der Jahresumsatz des Technologiekonzerns soll im laufenden Geschäftsjahr organisch um 4% bis 5% wachsen.

Dabei wird für den Konzern eine operative EBIT-Rendite auf dem Vorjahresniveau von 6,3% prognostiziert.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Wir bleiben weiter auf Erfolgskurs. Mit unserer Präsenz in den wichtigen Märkten und Wachstumsregionen der Welt sind wir mit beiden Sparten bestens aufgestellt. Wir werden weiter wachsen und das Ergebnis steigern. Bei Defence stehen wir vor dem Anlauf großer Programme aus unserem Auftragsbestand, die uns insbesondere ab 2018 einen deutlichen Wachstumsschub geben werden. Zusätzlich profitieren wir vom allgemeinen Trend zur verstärkten Sicherheitsvorsorge sowohl innerhalb der NATO wie auch in anderen Kundenländern.

Der Unternehmensbereich Automotive zeigt weiterhin stabiles Wachstum und hohe Ertragskraft. Wir werden die Internationalisierung der Sparte weiter vorantreiben und mit unseren zukunftsweisenden Produkten zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung von der wachsenden Nachfrage im Bereich umweltgerechter Mobilität profitieren.“

Kräftiges Umsatzwachstum in 2016

Im Geschäftsjahr 2016 hat der Rheinmetall-Konzern einen Umsatz von 5.602 MioEUR erzielt und damit – gemessen am Vorjahreswert von 5.183 MioEUR – ein kräftiges Wachstum von 8% realisiert. Um Wechselkurseffekte bereinigt beträgt der Zuwachs 9%. Zur Erlössteigerung haben erneut beide Unternehmensbereiche beigetragen. Dabei hat sich der Auslandsanteil des Konzernumsatzes mit 76% gegenüber dem Vorjahr (74%) geringfügig erhöht.

Mit einem hohen Auftragseingang konnte Rheinmetall seinen Auftragsbestand nochmals steigern. Der Konzern hatte am 31.12.2016 Aufträge im Wert von
7.114 MioEUR in den Büchern, zwölf Monate zuvor waren es 6.867 MioEUR.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 23% auf
353 MioEUR, nach 287 MioEUR im Vorjahr. Das negative Zinsergebnis lag mit -54 MioEUR unter dem Vorjahreswert (-66 MioEUR). Mit dieser Verbesserung beläuft sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Rheinmetall-Konzern auf 299 MioEUR, nach
221 MioEUR im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss im Konzern erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr
215 MioEUR, nach 160 MioEUR im Jahr 2015. Unter Berücksichtigung des auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Ergebnisses errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 4,69 EUR (2015: 3,88 EUR).

Die Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) im Konzern konnte vor dem Hintergrund dieser Ergebnisentwicklung ebenfalls gesteigert werden, sie kletterte von 10,6% (2015) auf 12,3%.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 9. Mai 2017 vor, die Dividende auf 1,45 EUR je Aktie zu erhöhen. Im Vorjahr wurde eine Dividende von 1,10 EUR je Aktie ausgeschüttet.

Automotive mit stabilem Wachstum und anhaltend hoher Profitabilität

Der Umsatz von Rheinmetall Automotive wuchs im Geschäftsjahr 2016 um
64 MioEUR oder 2,5% auf 2.656 MioEUR. Damit fiel das Umsatzwachstum des gesamten Unternehmensbereichs etwas geringer aus als das der weltweiten Produktion von Light Vehicles (+4,9%). Dies ist vor allem auf rückläufige Umsätze im Nicht-Automobil-Geschäft zurückzuführen, insbesondere bedingt durch die weltweit schwächere Nachfrage nach Großkolben für Spezialfahrzeuge. Im eigentlichen Automobilgeschäft liegt der Umsatzzuwachs von Rheinmetall Automotive mit 5,0% auf dem Niveau des Marktwachstums.

Dabei war Mechatronics mit einem Anteil von 56% (Vorjahr: 54%) innerhalb des Unternehmensbereichs Automotive auch im Geschäftsjahr 2016 die umsatzstärkste der drei Divisionen. Der Umsatzanteil des Bereichs Hardparts belief sich auf 33% (Vorjahr: 35%), Aftermarket trug wie im Vorjahr 11% zum Umsatz bei.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Unternehmensbereichs Automotive wuchs 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7 MioEUR auf 223 MioEUR. Damit wurde die Ziel-Ergebnismarge von rund 8% übertroffen, mit 8,4% lag sie über der Marge des Vorjahres (8,3%).

Die chinesischen 50/50-Joint-Ventures des Unternehmensbereichs Automotive, deren Umsatz nicht bei Rheinmetall konsolidiert wird, haben sich im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich weiter entwickelt. Die Erlöse der Joint-Ventures sind in lokaler Währung um 10% auf 6.037 MioCNY gestiegen (2015: 5.488 MioCNY). Die in die Konsolidierung einbezogenen 100%-Tochtergesellschaften in China sind noch dynamischer gewachsen, ihr Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2016 um 37% auf
798 MioCNY (2015: 582 MioCNY). In EUR haben sich die Erlöse der chinesischen Joint-Ventures um 5% von 785 MioEUR auf 825 MioEUR erhöht. Die 100%-Tochtergesellschaften konnten ihren Umsatz um 27% von 86 MioEUR auf
109 MioEUR steigern.

Defence wächst erneut zweistellig und erhöht Profitabilität

Der Unternehmensbereich Defence befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs und hat wie im Vorjahr auch 2016 beim Umsatz zweistellig zugelegt. Der Bereich erzielte im Geschäftsjahr 2016 Erlöse von 2.946 MioEUR, was einem Zuwachs von 14% entspricht (2015: 2.591 MioEUR).

Der Auftragseingang im Unternehmensbereich Defence zeigt einen anhaltenden Aufwärtstrend und hat mit einem Umfang von 3.050 MioEUR erstmals die Marke von 3 MrdEUR überschritten. Gegenüber dem Vorjahreswert von 2.693 MioEUR entspricht dies einer Steigerung von 357 MioEUR bzw. 13%. Wesentlich beeinflusst wurde der Auftragseingang durch die Akquisition von mehreren Großprojekten.

Mit dem hohen Auftragseingang, der den im Berichtszeitraum erzielten Jahresumsatz übertraf, wurde 2016 – wie auch im Vorjahr – eine Book-to-Bill-Ratio von
über 1 erzielt.

Der Auftragsbestand erreichte Ende 2016 mit 6.656 MioEUR einen neuen Höchstwert und übertraf den Vergleichswert des Vorjahres (6.422 MioEUR) um 234 MioEUR oder 4%. Der hohe Auftragsbestand sichert wesentliche Teile des geplanten organischen Wachstums im Defence-Bereich für 2017 und in den Folgejahren ab.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat der Unternehmensbereich Defence kräftig zugelegt. Er erzielte im vergangenen Geschäftsjahr ein EBIT von 147 MioEUR, was gegenüber dem Vorjahr (EBIT 2015: 90 MioEUR) einer Steigerung um
57 MioEUR oder 63% entspricht. Die deutliche Ergebnisverbesserung resultiert insbesondere aus der positiven Entwicklung in den Divisionen Weapon and Ammunition und Vehicle Systems. Hervorzuheben sind hierbei unter anderem margenstarke Munitionsumsätze sowie die gestiegene Auslastung im Bereich Vehicle Systems vor allem durch den Serienanlauf in einem großvolumigen Lkw-Auftrag für Australien.

Die Profitabilität der Sparte ist weiter gestiegen. Die operative Ergebnisrendite erhöhte sich um 1,5 Prozentpunkte von 3,5% auf 5%.

Ausblick 2017: Fortsetzung des Umsatzwachstums in beiden Unternehmensbereichen

Rheinmetall erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine Fortsetzung des Wachstumskurses im Konzern. Der Jahresumsatz im Konzern soll organisch – ausgehend von 5,6 MrdEUR im Jahr 2016 – im laufenden Geschäftsjahr um 4% bis 5% ansteigen. Dabei wird in beiden Unternehmensbereichen mit einem Umsatzwachstum gerechnet.

Im Unternehmensbereich Automotive ist der Umsatzverlauf entscheidend durch die konjunkturelle Entwicklung auf den wichtigen Automobilmärkten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien bestimmt. Basierend auf den aktuellen Expertenprognosen für die Entwicklung der globalen Automobilproduktion in diesem Jahr, die von einem Zuwachs von rund 2% ausgehen, erwartet Rheinmetall für den Unternehmensbereich Automotive ein Umsatzwachstum von 3% bis 4%.

Für den Defence-Bereich prognostiziert Rheinmetall im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatzzuwachs von 5% bis 6%. Die Umsatzerwartung für 2017 ist wie im Vorjahr durch eine relativ hohe Abdeckung aus dem bestehenden Auftragsbestand weitgehend abgesichert. Bedingt durch die geplanten Projektlaufzeiten der bereits eingebuchten Aufträge erwartet Rheinmetall im Defence-Geschäft einen höheren Wachstumsschub wieder ab dem Jahr 2018.

Ergebnisse sollen auch im Jahr 2017 weiter steigen

Für das Automotive-Segment rechnet Rheinmetall im Geschäftsjahr erneut mit einer Steigerung des operativen Ergebnisses bei einer operativen Ergebnisrendite von mindestens 8%. Auch in der Defence-Sparte geht Rheinmetall für 2017 von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus und erwartet eine operative EBIT-Rendite zwischen 5,0% und 5,5%.

Für den Rheinmetall-Konzern ergibt sich – unter Berücksichtigung von Holdingkosten von 20 MioEUR bis 25 MioEUR – eine operative Rendite auf dem Vorjahresniveau von 6,3%.

In dieser Ergebnisprognose sind auch Aufwendungen in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags für neue Technologien berücksichtigt, die unter dem Dach einer neu gegründeten Innovationsgesellschaft zur Produktreife gebracht und vermarktet werden sollen.

Rheinmetall AG

Peter Rücker
Leiter Unternehmenskommunikation
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Telefon: +49 211 473-01
Fax: +49 211 473-4158

Pressemitteilung Geschäftsbericht 2016