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Schutzwanne

Rheinmetall Automotive und Rheinmetall Defence entwickelten Batterieschutzwanne für Unterflurbatterien für E-Autos

Rheinmetall hat auf Basis eines Fiat 500 das Electric Mobility Vehicle (EMove) entwickelt, welches als Beispiel für ein mögliches E-Auto Serienkonzept gilt. Dem Konzept des EMoves liegt die Annahme zugrunde, dass die Mehrheit der Elektro- und Hybridfahrzeuge künftig mit Unterflurbatterien ausgestattet sein werden.

In dem Demonstrationsfahrzeug Electric Mobility Vehicle (EMove), auf der Basis eines Fiat 500, zeigt Rheinmetall sein Portfolio im Bereich der E-Mobilität.

In dem Demonstrationsfahrzeug Electric Mobility Vehicle (EMove), auf der Basis eines Fiat 500, zeigt Rheinmetall sein Portfolio im Bereich der E-Mobilität.

„Unterflurbatterien beeinträchtigen das Ladevolumen nur geringfügig“, so Dr. Peter Seggewiß, Vice President New Automotive Technologies. „Sie verlagern den Fahrzeugschwerpunkt nicht nach oben und bieten die Option, in die tragende Fahrzeugstruktur eingebaut zu werden“, erklärt Dr. Seggewiß weiter.

Generell befindet sich nach der Konzeption der Unterflurbatterie der Energiespeicher eines E-Autos in einem crashsicheren Bereich. Der Akku im Unterboden ist jedoch zunächst offen und benötigt zusätzlichen Schutz. Wenn, beispielsweise, auf der Fahrbahn liegende metallische Körper hochgeschleudert werden, könnte die Batteriezelle beschädigt werden.

Um dies zu verhindern, haben die beiden Rheinmetall Unternehmensbereiche Automotive und Defence zusammen eine Schutzwanne entwickelt.

Die partnerschaftlich entwickelte Schutzwanne: Automotive und Defence kommen zusammen

Die Schutzwanne ist in Zusammenarbeit von Rheinmetall Automotive und der Rheinmetall Chempro GmbH aus dem Unternehmensbereich Defence entwickelt worden. Die Rheinmetall Chempro GmbH konnte bei diesem Projekt ihre langjährige Expertise in den Bereichen des ballistischen Fahrzeugschutzes und der Faserverbunde optimal einbringen. Das überzeugte: Beim Innovationspreis Losgröße 1+ des ife Instituts für Einzelfertiger erreichte der Batterieschutz den dritten Platz.

Über die Batterieschutzwanne

Die Schutzwanne für den Unterboden der Batterie besteht aus einer belastungsadaptierten Faserverbundstruktur (CFK/AFK), welche in umfangreichen Impact-Tests und numerischen Analysen erprobt wurde. „Mit 14 Kilogramm Gewicht ist der Intrusionsschutz circa 56 Prozent leichter als eine vergleichbare Struktur aus Aluminium“, beschriebt Dr. Seggewiß weiter. In der Praxis bedeutet das, dass der Unterbodenschutz eine Durchschlagfestigkeit gegen stumpfe und spitze Gegenstände bietet, die mit bis zu 150 km/h auftreffen können, ohne dabei den Batterieboden zu beschädigen. Zusätzlich ist der Batterieboden vor statischer Belastung beim Aufsetzten des Fahrzeugs geschützt.

Die Batterieschutzwanne hält durch Faserverbundstruktur hohe Temperaturen lokal

Die Batteriepackhaube besteht, wie die Batterieschutzwanne, ebenfalls aus Faserverbundwerkstoff. Entstünde beispielsweise ein Batteriebrand, hält diese Konstruktion hohe Temperaturen vom Fahrgastraum ab. Dadurch ist eine Evakuierungszeit von 15 Minuten garantiert.

Durch die Verwendung einer geringen Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffs, einer schwer entflammbaren Kunststoffmatrix sowie einer zusätzlich aufgebrachten thermischen Schutzschicht, erfüllt die Haube des Batteriepacks die hohen thermischen Anforderungen.

  • Rheinmetall Automotive AG

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