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Weltgesundheitstag

Ein Panel zum Weltgesundheitstag 2026 mit Ex-Fussballprofi, Weltmeister und BVB-Legende Karl-Heinz Riedle, Wirtschaftswissenschaftler und Gesundheitsökonom Prof. Dr. Volker Nürnberg, mit den Spezialgebieten Gesundheitsprävention, Julia Stump aus dem Nachhaltigkeitsteam von Rheinmetall, der Leiterin des Gesundheitsmanagement Rheinmetall Carolin-Ann Schmitz, dem Marketing-Chef Rheinmetall Daniel Brocker und dem betrieblichen Sozialberater Jan Hübenet. 

Resilienz ist in aller Munde, in der Arbeitswelt, im Gesundheitsdiskurs und in Debatten über gesellschaftliche Krisen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Physik und bezeichnet die Fähigkeit von Materialien, nach Belastung in ihren Ursprungszustand zurückzukehren. Seit den 1950er Jahren wird Resilienz auch in der Psychologie untersucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum manche Menschen mit Stress, Krisen und Rückschlägen besser umgehen können als andere. Das Panel machte deutlich: Resilienz ist weit mehr als individuelle Härte. Sie hat viele Dimensionen und betrifft nicht nur einzelne Menschen, sondern auch Organisationen und die Gesellschaft als Ganzes. 

Daniel Brocker:

„Unseren Kolleginnen und Kollegen bei Rheinmetall gebührt ein großes Lob für ihre Arbeit in den vergangenen Jahren. Ich bin seit knapp 14 Jahren im Unternehmen und habe erlebt, wie stark wir uns in den vergangenen vier Jahren verändert haben. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage hat sich auch der Blick auf das, was wir tun, massiv gewandelt. Rheinmetall steht heute viel stärker in der Öffentlichkeit – und das gilt natürlich auch für die Menschen, die hier jeden Tag viel leisten.“

Carolin-Ann Schmitz:

„Das Gesundheitsmanagement bei Rheinmetall folgt einer gemeinsamen, übergreifenden Strategie. Gleichzeitig sind die Standorte sehr unterschiedlich aufgestellt. Diese Strategie bildet die Klammer, in der sich alle wiederfinden können. Die konkreten Angebote müssen aber zielgruppenorientiert und so passgenau sein wie die Standorte selbst. Entscheidend sind niedrigschwellige Angebote, damit jede und jeder individuell nutzen kann, was gerade gebraucht wird.“

Jan Hübenett:

„Aktuell sind wir mit 60 Sozialberatern in Deutschland aktiv. Im Jahr 2025 haben wir 250 Mitarbeitende begleitet, unterstützt und an passende Partner aus unserem Netzwerk vermittelt. Die Menschen kommen mit unterschiedlichen Problemen zu uns. Unser ursprünglicher Schwerpunkt war die Suchtberatung, das ist heute aber nur noch ein kleiner Teil. Inzwischen geht es viel stärker um psychische Gesundheit. Besonders groß war der Bedarf während der Pandemie, als familiäre und soziale Belastungen deutlich zugenommen haben.“

Karl-Heinz Riedle:

„Der Fußball hat sich nicht nur technisch verändert und ist deutlich schneller geworden, auch die Betreuung ist heute viel umfassender. Zu meiner Zeit gab es keine Psychologen oder Experten, die sich um die mentale Gesundheit der Spieler gekümmert hätten. Dabei hätte es viele Situationen gegeben, in denen das hilfreich gewesen wäre – etwa, wenn man auf der Bank sitzt, nicht eingewechselt wird oder nach einer Verletzung zurückkommt. Gerade junge Spieler brauchen Unterstützung. Heute ist das deutlich besser organisiert. Gleichzeitig sind auch die Anforderungen an Profis enorm gestiegen – nicht zuletzt, weil sie durch Social Media viel stärker in der Öffentlichkeit stehen.“

Volker Nürnberg:

„Entgegen der landläufigen Meinung haben Menschen nicht in erster Linie ein Problem mit Stress, sondern mit Regeneration. Im Fußball werden Profis nach einem schweren Spiel zunächst geschont – in Unternehmen ist das so nicht möglich. Deshalb sind Führungskräfte so wichtig, vor allem auf der unteren Ebene. Sie sind ein zentraler Faktor für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Umgekehrt gilt allerdings auch: Führungskräfte sind in Deutschland einer der häufigsten Kündigungsgründe.“

Julia Stump:

„Ich habe im vergangenen Jahr die Diagnose Brustkrebs bekommen – hochgradig aggressiv und völlig aus dem Nichts, ohne genetische Vorbelastung. Ich hatte zunächst zwei oder drei Tage eine Art Schockstarre, um das zu verarbeiten. Danach bin ich schnell in den Handlungsmodus gegangen. Meine Familie war ein sehr starker Rückhalt. Gleichzeitig habe ich von Anfang an große Unterstützung durch meine Führungskraft erfahren. Wir haben gemeinsam geschaut, wie sich meine Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen lassen. Für mich war früh klar, dass ich weiterarbeiten möchte – auch weil Arbeit neben meiner Familie Halt, Struktur und Stabilität gegeben hat.“

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